Aufregung Sillpormenade

Letzte Woche ging es ja recht rund her. Ein Anrainer der Sillpromenade zwischen Friedensbrücke und Tivoli-Neubebauung rühte ordentlich in den Medien um und erzählte so seine Geschichten.
Ich war ja sehr erstaunt, was wir doch alles für böse Menschen sind. Hier mal zur Richtigstellung.

Die mögliche Promenade steht seit 2002 im Örtlichen Raumordnungskonzept. Bereits damals konnten die AnrainerInnen Stellung nehmen, was sie auch ausführlich taten. Von einem Geheimprojekt sind wir daher weit entfernt.
Es gibt auch noch keine Detailplanungen zu der Promenade. Wir haben immer wieder in Flächenwidmungsplänen Zukunftsabsichten der Stadt drinn. Das heißt aber nicht, dass sofort gebaut wird bzw. schon fixfertige Projekte in der Schublade liegen. Das neu zu errichtende Haus auf dem IIG-Grundstücke neben der Friedensbrücke wird so gebaut, dass die Baugrenzlinie, die im Bebauungsplan ausgewiesen ist, eingehalten wird. Es hat aber rein prinzipiell nichts mit der Promenade zu tun. So wie alle anderen Bauwerber, muss sich auch die IIG an Baugrenzlinien halten. Dass es Nachbarn, die bereits eine Wohnung haben, nicht freut, wenn am Nebengrundstück ein Haus abgerissen und größer errichtet wird, ist emotional verständlich. Nur, wie bekannt sein dürfte, brauchen wir in Innsbruck Wohnungen. Die großen Erweiterungsgebiete auf der grünen Wiese besitzt Innsbruck nicht in dem Ausmaß, wie wir es brauchen würden. Wir brauchen städtische Innenverdichtung, um den Wohnungssuchenden ein Dach über dem Kopf zu bieten.
Und dann kommt noch der Hochwasserschutz. Wir haben die aktuellsten Unterlagen des Lebensministeriums gerade in Arbeit. Der Hochwasserschutz an der Sill ist laut diesen Unterlagen nicht mehr gegeben. Nun wird mal ausgerechnet, was es alles braucht, um die BewohnerInnen und deren Häuser zu schützen. Auch hier gibt es noch kein Detailprojekt, sodass eine BürgerInneninformation ziemlich sinnlos ist. Wenn ich keine Fragen beantworten kann, brauch ich mich den Fragen der BürgerInnen nicht zu stellen. Zu Recht würden sie sich gepflanzt fühlen.

Fakt ist, dass außer des gemeinderätlichen Beschlusses 2002 zum Örtlichen Raumordnungskonzept noch nichts an Planungen vorhanden ist. Es ist natürlich unglaublich praktisch, alles zu vermischen und dann mit dem Finger auf die Grünen zu zeigen.

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