Gesetzesvorlage des Landes Tirols zum Spekulationsverbot

Und wieder rauscht es im Blätterwald zur geplanten Gesetzesvorlage zum Spekulationsverbot. Was mich bei der Berichterstattung sehr ärgert ist, dass der Anschein vermittelt wird, Innsbruck zocke auf Teufel komm raus. Nein, tun wir nicht. Wir verwalten sehr konservativ ein Guthaben, das für Pensionszahlungen und Infrastrukturprojekte verwendet wird. Wir haben keine Kredite aufgenommen, die mit allen möglichen Finanzkonstruktionen als wunderbare Geldvermehrung der Öffentlichkeit verkauft werden.
Der derzeitige Gesetzesentwurf ist nicht ausgegoren. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Warum ausschließlich österreichische Anleihen, Pfandbriefe und co als sicher erscheinen, europäische Anleihen aber nicht, konnte mir bis jetzt niemand schlüssig erklären. Ich sag dazu nur HypoAlpe Adria oder Alpine. Bei HypoAlpe Adria kann man Pfandbriefe kaufen, aber wer ist bitteschön so blöd und tut das? Bei Alpine konnte man noch kurz vor der Meldung, dass diese Firma konkursreif ist, gut verzinste Anleihen kaufen. Das sind nur zwei Beispiele, die zeigen, dass es nicht darauf ankommt, ob österreichisch oder nicht. Das wichtigste bei der Verwaltung von Guthaben ist das breite Risikomanagement und umfassende Kontrolle. Beides nimmt die Stadt Innsbruck sehr ernst.

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