Fußverkehr auf dem Vormarsch

Gemeinderatswochen sind immer etwas zeitintensiv, sodass ich gar nicht dazu kam, einen Kurzbericht des Walk-Space-Kongresses in Linz zu verfassen. Ich war schon öfters auf diesem Kongress. Heuer war es aber das erste Mal, dass Fuß- und Radverkehr zusammen bearbeitet wurde.


Das freut mich sehr, weil ich schon lange der Meinung bin, dass die Konfliktlinie nicht zwischen Fuß- und Radverkehr liegt, sondern zwischen motorisiertem Verkehr und den an den Rand gedrängten Fuß-/Radverkehr. Den beiden gesunden Fortbewegungsmitteln bleibt in den meisten Straßenräumen nämlich nur mehr die Restfläche, die sie sich teilen sollen.
Ca. 120 KongressteilnehmerInnen - Städte/Gemeinde-VertreterInnen, ExpertInnen, LandesvertreterInnen - debattierten und diskutierten die verschiedenen Problemlagen und zeigten Lösungsansätze auf. Natürlich wurde es streckenweise auch emotional. Sobald nämlich das Thema auf Autoabstellen im öffentlichen Raum kam. 2 Fahrbahnen und meist 2 Parkspuren verbrauchen einfach immens viel Platz. Das geht auf Kosten des Fuß- und Radverkehrs. Ein Schwerpunktthema war natürlich die Begegnungszone, wo einige gute Beispiele gezeigt wurden, wie Begegnungszonen zu entwickeln sind und auf welche Bedürfnisse besonders Rücksicht genommen werden muss. Da wir auch in Innsbruck Begegnungszonen errichten möchten, war dieses Schwerpunktthema natürlich von besonderem Interesse für mich.

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