Spannende Diskussion zu Tempo 30 km/h in Städten und Gemeinden

Nun ist die Diskussion ja voll entbrannt. Tempo 30 im Ortsgebiet scheint für viele noch undenkbar. Allerdings hat eine Temporeduktion einige Vorteile. Die Verkehrssicherheit steigt enorm - für alle. Wir verursachen mit unserer Mobilität sehr viele Verletzte und Tote. Spektakuläre Unfälle, zb. auf Autobahnen, bekommen noch Aufmerksamkeit. Unfälle in Städten und Gemeinden sind meist nur mehr eine Randspalte, obwohl dort die meisten Unfälle registiert werden. Eigentlich schon erschreckend, dass wir das einfach so hinnehmen. Jeder verletzte Mensch, jeder tote Mensch ist eindeutig zu viel.


Die oben abgebildete Darstellung und Berechnung kennt jedeR vom Mathematikunterricht und von der Führerscheinprüfung. Wir vergessen es nur wahnsinnig schnell. Und, Mensch ist keine Maschine und daher machen wir alle Fehler. Je geringer die Geschwindigkeit desto kürzer der Bremsweg, Fehler können leichter korrigiert werden und verursachen weniger Schäden.
Ein weiterer Vorteil einer gleichmäßigen geringen Geschwindigkeit ist, dass sich der Verkehrsfluss erhöht. Es ist weniger Stop-and-Go notwendig und in Städten mit den vielfältigen Mobilitätsarten können alle besser aufeinander Rücksicht nehmen.
Interessant finde ich, dass nun in den Medien darüber diskutiert wird, ob Geschwindigkeitskontrollen einer Abzocke gleich komme. Da kann ich nur erwidern: Geschwindigkeitskontrollen wären nicht notwendig, wenn sich der motorisierte Verkehr an die Regeln halten würde. Das Leben ist mehr wert als der Wunsch, das Gaspedal durchzudrücken. Ob Auto, LKW, Busse - diese Gefährte sind allein aufgrund ihrer Masse die Mächtigeren.
Es freut mich, dass die EU-weite 30km/h-Initiative mit dieser Diskussion die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Blog-Archiv