Fossile Brennstoffe früher am Limit

So lautet die Überschrift in der Berliner Zeitschrift. Bereits 2018 könne man mit einem Spritpreis von 2 Euro rechnen. Nun, wir brauchen Öl ja nicht nur zum Betreiben der Autos/Busse und LKWs, sondern auch zum Heizen. Die Wohnhäuser in Tirol und natürlich auch in Innsbruck sind noch mit vielen, vielen Ölheizungen bestückt. Wir tun gut daran, mit dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan die Häuser zu verpacken. Zusammen mit den Förderungen des Landes Tirols lässt sich zudem einiges an Heizungsumstellung realisieren. Alle notwendigen Informationen findet man auf der städtischen Homepage. Damit auch für das jeweilige Zuhause das Beste an Sanierung gemacht werden kann, gibt es für Innsbruckerinnen und Innsbrucker eine kostenlose Energieberatung.

Fahrradverbot in der Maria-Theresien-Straße beschlossen

Im gestrigen Gemeinderat ging es nochmal hitzig her. Das sehr emotional besetzte Thema Fahrradfahren in der Maria-Theresien-Straße wurde zum x-ten mal debattiert. Leider ist es uns nicht gelungen, die Mehrheit davon zu überzeugen, dass das Fahrradverbot nichts mit Objektivität zu tun hat. Nun werden all jene FahrradfahrerInnen bestraft, die sich an die Regeln halten. Es ist auch ein Negativbeispiel für DAS umweltfreundliche und ökologische Verkehrsmittel Fahrrad. Und, die Rechtsunsicherheit aufgrund des § 76a bleibt. Weder beim Autoverkehr, noch beim Fahrrad- oder Fußverkehr kann die Politik nämlich tun und lassen, was sie will. Sie hat sich an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Das wurde im diesem Fall missachtet und ich bin schon gespannt, wann die ersten Einsprüche beim Verfassungsgerichtshof einlangen.
Jedenfalls werde ich auch zukünftig für "Mehr Fahrrad" in der Stadt arbeiten. Städte mit hohen Zahlen bei Öffis, Radfahren und Gehen haben bessere Entwicklungschancen als Städte, in denen Stoßstange an Stoßstange durchgestaut wird.

Apropos Meraner Straße: derzeit schon eng für FußgängerInnen, werden sich diese freuen, dass nun auch noch Fahrräder durchgeschoben werden. Das wird mit dem Verbot vermehrt stattfinden, weil gleich der vorgeschriebene Umweg benutzt werden wird. Bis Anfang Mai dauern die Kanalbauarbeiten. Dann beginnt die Pflastersteinverlegung. Leider kann nun die Verlegung der Steine nicht mehr beschleunigt werden. Ich hätte gerne - für die leidgeplagten Geschäftsleute und AnrainerInnen - beide Seiten gleichzeitig gepflastert und die FußgängerInnen in der Mitte der Meraner Straße durchgeleitet. Während dieser Zeit hätten weder Bus noch Radfahrende fahren sollen, damit die FußgängerInnen zwischen Baugeräten, Bauzäune etc. sich auch nicht noch um Busse und Radfahrende kümmern hätten müssen. Nun wird halt in klassischer Weise zuerst die eine, dann die andere Seite gemacht werden. Das dauert dann bis Ende Oktober, mit 2 Wochen Pufferzeit bis Mitte November.

Stadt Innsbruck und Land Tirol luden zum 1ten Infoabend bezüglich Wohnraumsanierung

Wer besonders energieeffizient saniert, wird doppelt belohnt. Einerseits gibt es neben der normalen Förderung auch noch von der Stadt Innsbruck Zusatzgeld bei ökologischen Materialien, andererseits erhöht eine gute Sanierung den Wohnkomfort und senkt die Heizkosten. Damit auch alles richtig gut klappt, gibt es für die interessierten Innsbruckerinnen und Innsbrucker eine kostenlose Energieberatung. Jedes Zuhause braucht schließlich eine differenzierte Betrachtung. Was bringt welche Maßnahme zu welchen Kosten und mit welcher Förderung von Bund, Land Tirol und Stadt Innsbruck kann gerechnet werden.

Daher luden wir letzte Woche mal zum 1ten Infoabend im Gemeinderatssaal im Rathaus. Das Interesse war rege. Sanieren ist schließlich nicht die einfachste Sache, viele Gewerke sind zu bedenken, zu organisieren und optimal aufeinander abzustimmen.

Natürlich bleibt das nicht die letzte Infoveranstaltung in Innsbruck. Wir werden weiterhin bei jeder "Innsbruck informiert"-Ausgabe unser Sanierungsangebot bewerben. Das direkte Gespräch bleibt dennoch die beste Möglichkeit, über alle notwendigen Maßnahmen gut informiert zu werden.

Mariahilf-Platzl - ein kleiner, feiner Stadtraum kann entstehen

Im Zuge der neuen Bebauung beim Kirchenwirt im Stadtteil Mariahilf entstand auch die Idee, den Vorplatz bei der Kirche bzw. beim Brunnen neu zu gestalten. Der hiesige Pfarrer + Pfarrgemeinderat setzten sich besonders dafür ein.


Nun starten wir in 2 Tagen, am Mittwoch, 20.3., von 14 bis 18 Uhr, die Ideensammlung. Treffpunkt ist die Mariahilfstube, die uns dankenswerterweise vom Monsignore der Pfarre Mariahilf zur Verfügung gestellt wird.
Die Hauptfrage ist: Was muss das neue Platzl "können", was heute noch fehlt? Es geht um Zielformulierungen, bevor der Planungsprozess beginnt. Die Zielformulierungen geben quasi den Rahmen vor.
Mein Kollege Stadtrat Gerhard Fritz und ich werden den Großteil der Zeit anwesend sein und wir freuen uns auf rege Teilnahme.



Straßenbahnbau in der Kranebitter Allee ist eine Win-Win-Situation

Die Trassenführung in der Kranebitter Allee beschäftigte die Politik schon lange. Bereits 2011 kamen die ersten Entwürfe dieses Streckenabschnittes in den Stadtsenat und Gemeinderat. Wir Grüne waren nie glücklich mit der Führung der Straßenbahn südlich der Allee und stellten einen Prüfantrag, ob es nicht möglich wäre, die Straßenbahn auf der derzeitigen Fahrbahn fahren zu lassen, und die Landesstraße südlich davon neu zu bauen. Damit hätte man die nördliche Baumallee neu machen können. Derzeit ist sie in einem schauerlichen Zustand, da jahrzehntelang das Schmutzwasser der Autos/LKWs/Busse in das Erdreich abfloss und die Bäume krank machte. Auch gefährliche Überquerungen einer stark befahrenen Landesstraße könnte man sich sparen, weil der Öffentliche Verkehr beim Wohngebiet wäre. Unser damaliger Antrag ging tatsächlich in Prüfung. Allerdings wurde die Prüfung mit Kostenargumenten recht rasch beendet.

So wie auf der Skizze war unser Vorschlag. Allerdings war unsere Skizze natürlich nicht so formvollendet gezeichnet -:)

Kosten, die nach Detailplanung dieses Abschnittes erst recht entstanden wären. Das ist ja das Schräge drann. Alle Argumente, die damals vorgebracht wurden, warum ein Tausch nicht geht, lösten sich nach genauerer Untersuchung in Luft auf.

Und jetzt:
Der Düker (ein Becken für die Führung des Gießenbaches) kann bleiben. Der hätte bei der ursprünglichen Planung verlegt werden müssen. Kosten: ca. 1,8 Mio Euro
Die Oberleitungsmasten, die bei Neubau südlich der Allee natürlich benötigt gewesen wären, würden  in die Flugsicherheitszone ragen und dürfen nicht aufgestellt werden. Um doch die südliche Variante realisieren zu können, müsste man rund 3 Meter tief graben und eine wasserdichte Betonwanne ausgießen. Das Grundwasser steht nämlich bereits 1 Meter unter der Grasnabe.Die Oberleitungsmasten, die es derzeit schon auf der Kranebitter Allee gibt (weil ja mal die Linie O elektrisch betrieben wurde) können stehenbleiben, weil Bestand.
Sämtliche Querungen der Fahrgäste kann man sich jetzt natürlich sparen.
Eine aufwändige Anbindung zu landwirtschaftlichen Grundstücken kann man sich jetzt auch sparen, weil ein Abzweigen von der Landesstraße bei südlicher Lage natürlich ganz einfach ist.
Die aufwändige Neuerstellung der bereits bestehenden alten Unterführung (derzeit nicht LKW-tauglich und auch nur in eine Richtung benutzbar), braucht nicht gemacht werden. Diese kann jetzt exklusiv für FußgängerInnen und RadfahrerInnen nutzbar gemacht werden.
Und, weil man auf der Kranebitter Allee etwas mehr Platz braucht, damit die Busse des öffentlichen Verkehrs auch drauf fahren können, wird die kranke Baumreihe im Norden ersetzt und mit neuem Erdreich nachgepflanzt. Damit können die Bäume endlich wieder wachsen.

Freu -:) Und die ganze Geschichte bleibt im ursprünglichen Kostenrahmen.

Das kurze Leben eines Pollers in Innsbruck

Am Montag konnten wir endlich den versenkbaren Poller am Ende des Fürstenweges aktivieren. Der ist dazu da, den Öffentlichen Verkehr durchzulassen, den Autoverkehr jedoch mittels Wendeschleife wieder retour zu schicken. Alle Autofahrenden, die bis zur Aktivierung des Pollers verordnungswidrig einfuhren (weil ein Schild ja schon lange hängt), blockierten vor Aktivierung ständig den Öffentlichen Verkehr und waren streckenweise recht gefährlich für alle anderen VerkehrsteilnehmerInnen unterwegs.
Die Lebensdauer dieses Pollers dauerte nur einige Stunden. Der zweite Poller überlebte immerhin schon mehr als 10 Stunden, bevor ein Taxifahrer trotz Haltelinie und Rotlicht den Poller zerstörte.

Nun gibt es auch ein tirolweites Jugendticket um 96 Euro

Es freut mich sehr, dass es beim VVT Bewegung Richtung günstigen, tirolweit gültigen Tickets gibt. Nach dem SeniorInnenticket gibt es in Zukunft auch eines für die Jugendlichen - das sogenannte SchulPlus-Ticket. Damit kann den Mobilitätsbedürfnissen der Youngsters entsprochen werden. Ausbildung und Freizeit - beides verlangt meist andere Strecken - können nun ohne Elterntaxi bewerkstelligt werden. Vor allem in der Freizeit war es für Youngsters schwierig, günstig von A nach B zu kommen, da das Ticket für die Ausbildung nur ein Streckenticket ist und damit eingeschränkt nutzbar war. Das neue 96-Euro-Ticket für Tirol ist einfach super. Natürlich müssen wir als Stadt noch mit LR Steixner verhandeln.

Jetzt müssen wir "nur" noch an einem günstigen Ticket für alle Erwachsenen basteln. In Innsbruck sind wir schon recht weit, brauchen aber dann den VVT zur endgültigen Finalisierung. Da sich der VVT bei SeniorInnen und Jugendlichen äußerst beweglich gezeigt hat, gehe ich doch davon aus, dass unsere Innsbrucker Lösung auch vom VVT abgesegnet wird.

Öffi-Initiative der ÖH erfreulich

Auch wenn die ÖH der Uni Innsbruck es nicht geschafft hat, ihren Bürgerinitiativantrag bei der Stadt Innsbruck einzubringen, freut mich die Unterstützung der ÖH. Dass der falsche Antragstext verwendet wurde, tut dem Engagement keinen Abbruch. Die Festlegung der Tarife des Innsbrucker Stadtverkehrss fällt nicht in die Zuständigkeit des Gemeinderates. Er kann nicht dazu verpflichtet werden, Kosten für eine Tarifsenkung zu übernehmen.
So wie beim SeniorInnenticket sind Tarifsenkungen an Verhandlungen mit dem Land Tirol bzw. VVT geknüpft. Das angedachte Jugendticket für SchülerInnen + Lehrlinge bis 19 ist an Verhandlungen mit dem Bund geknüpft. Auch unsere in Ausarbeitung befindliche Tarifreform für alle, die den Innsbrucker Nahverkehr nutzen wollen, braucht dann ebenfalls Verhandlungen mit dem Land. Dazu gehört auch das Ticket für Studierende, gleich welche tertiäre Ausbildungsstätte sie besuchen.
Dass sich nun die ÖH mit allen tertiären AusbildungsvertreterInnen vernetzt hat, freut mich auch sehr. Es geht schließlich nicht nur um Studierende der Uni Innsbruck.
Je mehr Unterstützung wir von der ÖH für die Senkung der Tarife bekommen, desto besser für die Stadtregierung. Weiter so, das bringt wirklich viel Rückenwind für unsere Tarifreform.

We need feminism, weil ...

Auch in Innsbruck wird der Internationale Frauentag nicht verschwiegen. Heute und morgen sind viele engagierte Frauen aus den verschiedensten Zusammenhängen unterwegs und bekleben mittels Post-Its zentrale Orte quer durch die Stadt. Auf den Post-Its sind feministische Forderungen formuliert. Frauen sind nach wie vor vielen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft ausgeliefert.
In den letzten Jahren wurden von den politisch Verantwortlichen für Frauen Give-Aways verteilt. Das hat für mich wenig mit den bereits vor 100 Jahren formulierten Forderungen zu tun. Deshalb freut es mich besonders, dass unter der Federführung des ArchFem (Interdisziplinäres Archiv für feministische Dokumentation) in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck dem Internationalen Frauentag wieder polítisches Leben eingehaucht werden konnte. Ich danke den vielen engagierten Frauen, die sich an der Aktion beteiligen und freue mich schon auf die Erfahrungsberichte/Dokumentation.
Wenn Post-Its gefunden werden, können die im übrigen gerne mit nach Hause genommen werden.

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