Ferrariwiese vorerst gerettet

Es war ja eine große Aufregung, als eine Firma beim Land Tirol um eine Erdaushubdeponie ansuchte und dafür ein in Innsbruck gelegenes Grundstück ins Auge fasste. Die Ferrariwiese war für ältere Generationen der Ski- und Rodelhügel. Die Stadt Innsbruck hat Einspruch erhoben, unter anderem, weil sie die Dienstbarkeit der Duldung des Skifahrens auf dem Grundstück hat. Es wurden auch von verschiedenen Initiativen Unterschriften gesammelt, diese Wiese in Ruhe zu lassen.
Nun hat die Abteilung Umweltschutz des Landes Tirols entschieden: Es gibt keine Genehmigung aufgrund massiver Einschränkungen diverser Dienstbarkeiten. 
Natürlich steht dem Antragsteller der Erdaushubdeponie das Recht der Beeinspruchung zu. Dieser Weg wird wahrscheinlich beschritten werden, sodass die Ferrariwiese wieder einmal Thema werden könnte.
Vorerst dürfen wir uns jedenfalls mal freuen.

Neue S-Bahn-Haltestellen in Innsbruck

Nun haben wir den ersten Schritt geschafft. Der Vertrag mit der ÖBB, dem VVT und der Stadt Innsbruck ist unterschriftsreif. Mich freut das Bekenntnis der ÖBB, den Regionalverkehr auszubauen. Mich freut auch die Unterstützung des VVT. Die neuen S-Bahn-Haltestellen sind ein wichtiger Beitrag für die Feinverteilung innerhalb Innsbrucks. Nicht jedeR muss zum Hauptbahnhof. Wichtig ist, dass die Menschen aus dem Ober- und Unterland guteVerknüpfungspunkte für das schnelle und komfortable Vorankommen vorfinden. Das gleiche gilt natürlich für InnsbruckerInnen, die für Arbeit, Ausbildung oder Freizeit auspendeln.

Folgende neue Stationen gehen nun in Planung:
- bei der Innsbrucker Messe
- Westbahnhof wird modernisiert
- beim Hafen/WIFI
- Haltestelle Hötting wird zur Straßenbahn/Regionalbahn und 5tem Gymnasium verlegt

Natürlich kann der Bau nicht von heute auf morgen realisiert werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir spätestens 2015 mit dem ersten Ausbau beginnen können.




Verkehrsmittelvergleich - ein Schulprojekt in Wien

Ein super Schulprojekt, das sich mit den Verkehrsmitteln Öffi / Fahrrad / Auto beschäftigt und den Zeitaufwand, die CO2-Emissionen und Kosten betrachtet. Das Video ist zwar etwas lang, aber trotzdem sehenswert.



ÖH überbrachte 11.400 Überschriften

Die ÖH-VertreterInnen waren heute bei Frau Bürgermeisterin und mir, um die gesammelten Unterschriften für ein günstiges Studierendenticket zu übergeben. Wir haben uns sehr gefreut, dass diese Forderung so viel UnterstützerInnen gefunden hat. In Innsbruck sind wir ja schon dabei, ein günstiges Ticket zu erarbeiten. Nur, wir können nur für Innsbruck-Stadt sprechen. Der VVT ist Landeskompetenz und da können wir uns zwar wünschen, aber nicht bestimmen.

Die Freude trübte sich ein wenig ein, als ich die Presseaussendung der ÖH-Innsbruck bekam. Dort mokierte Herr Heiß sich darüber, dass Frau Bürgermeisterin keinerlei Anstalten machte, die ÖH über die Entwicklungen in Innsbruck zu informieren. Das finde ich schon ganz schön peinlich für den ÖH-Vertreter. Mit keiner Silbe zu erwähnen, dass er Informationen wünscht und dann hintenherum motschgern, ist für einen Vertreter, der sich als Sprachrohr der Studierenden definiert, unwürdig.  Auf das Foto mit der Übergabe der Unterschriften schaffte er es allerdings sofort.

Brüsselbesuch

Der Österreichische Städtebund organisiert jedes Jahr eine Informationsveranstaltung für StadtvertreterInnen bei den EU-Institutionen. Diesmal war auch ich dabei. Die 2 Hauptthemen, um das sich alle Vorträge drehten, waren Basel III und Dienstleistungskonzessionen. Diese 2 Themen wurden von den geladenen ReferentInnen aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet und es war hochinteressant. Einmal, weil man mitbekam, wie Österreich (meist im Verbund mit Deutschland) versucht, zB. bei den Dienstleistungskonzessionen die neoliberalen Einflüsse zurückzudrängen und einmal, weil die gesamten Wege für die Entscheidungsprozesse transparent dargelegt wurden. Bei 27 Staaten ist ein Kompromiss meist etwas schwer herzubringen und die Abstimmungen der einzelnen Länder brauchen bis hin zum endgültig geschriebenen Satz manchesmal doch etwas lange. Und, was natürlich auch nicht vergessen werden darf, dass PolitikerInnen verschiedenster Coleur dann doch plötzlich was anderes tun, was eigentlich auf Fachebene schon längst ausgearbeitet wurde und manch gute Ansätze wieder über Bord wirft.

Junge Bäume erhalten weißen Anstrich

Nicht erschrecken, wenn Bäume in Innsbruck plötzlich einen weißen Stamm haben. Die jungen Bäume werden mit dieser Farbe vor Hitze- und Kälte geschützt, damit sie gesund aufwachsen können. Junge Bäume haben noch eine sehr sensible Rinde. Wird diese geschädigt, dann können Pilze eindringen und die Bäumchen gehen ein. Diese Schutzmaßnahme unterstützt und schützt die Rinde. Der Schutz hält bis zu fünf Jahre und natürlich wird laufend kontrolliert, dass die jungen Bäume sich entwickeln können.



Innsbrucker Radlbörse stieß auf reges Interesse

Vergangenen Samstag gab es auf dem Marktplatz die Innsbrucker Fahrradbörse. Das Interesse war rege und beinahe alle angebotenen Fahrräder konnten an neue BesitzerInnen übergeben werden. Vor allem Kinderfahrräder sind natürlich der Renner. ARGUS hat gemeinsam mit den Völser Pfadfindern eine professionelle Organisation hingelegt. Danke dafür.


Wir machen diese Aktion nun jedes Frühjahr - das nächste Mal mit noch mehr Fahrrädern und somit noch mehr Angebot.
Nächsten Sonntag ist übrigens in Völs, beim CYTA, die Völser Fahrradbörse. Wer also in Innsbruck nichts Passendes fand, kann noch in Völs fündig werden.

Innsbruck hat Zuschlag für EU-Projekt Sinfonia bekommen

Vergangenen Herbst ging es recht hektisch im Rathaus zu. Die Standortagentur Tirol verknüpfte die verschiedensten Partner, um beim Call zum EU-Projekt Sinfonia einzureichen. Schließlich waren einige Millionen Fördergelder im Bereich Energie abrufbar. Mit intelligenten Wärme-, Kälte- und Stromnetze in Kombination mit nachhaltiger Gebäudesanierungen soll der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden und so die Lebensqualität in Städten gesteigert werden.

Innsbruck beteiligte sich mit 3 Kernthemen: energieeffiziente Sanierung von 66.000 m2 Wohnfläche (Stadtteil Pradl), der Aufbau von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) in Pradl und Ausbau der Kläranlage Rossau zu einer Energiezentrale, die den Stadtteil Pradl mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgen soll.
Vor allem die Energiezentrale hat es in sich. Die sanierten Gebäude, aber auch ausgewählte Gewerbeflächen werden mit Wärme, Kälte und Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden. Die Kläranlage hat nämlich viel Potential - Biogas, Biomasse aus der Verwertung von Klärschlamm, natürlich auch Photovoltaik, Solarthermie am Standort selbst sowie Wärmepumpen, die das Abwasser nutzen. Ein regionaler Kreislauf wird geschaffen, und das freut mich besonders.
Auch die Sanierung der Gebäude in Pradl, einem recht alten Stadtteil, birgt einiges Potential. Derzeit ist der Heizwärmebedarf beim Großteil der Gebäude 100 kWh/m2 auf. Durch optimale Sanierung kann auf 30 kWh/m2 der Bedarf gesenkt werden, je nach Gebäude sogar auf 10 kWh/m2.

Alle spielen zusammen: die Standortagentur Tirol, die Universität, Neue Heimat Tirol, Innsbrucker Immobiliengesellschaft, alpS, Innsbrucker Kommunalbetriebe ...
Die Partnerstadt ist Bozen, die selbstverständlich mit ihren Partnern vor Ort mit dabei ist. Alle eingesetzten Instrumente sollen dann von weiteren europäischen Städten übernommen werden.

Unser Innsbrucker Energieentwicklungsplan bekommt mit den Fördergeldern natürlich noch mehr Power. Schließlich haben wir als Ziel, bis 2025 die fossilen Energieträger massiv zurückzudrängen und durch Effizienzmaßnahmen und eigenem Energiepotential die Abhängigkeit der Stadt von importierten fossilen Energieträgern stark zu reduzieren. Die eingereichten Projekte haben offensichtlich nun auch die Kommision überzeugt und wir erhielten den Zuschlag.
Ausgestattet mit so viel Rückenstärkung, machen sich Innsbruck und Bozen gerne auf den Weg zur energieeffizienten Stadt der Zukunft.

Verein Insieme hat neues Zuhause

Es ist zwar schon ein bisserl her, aber trotzdem noch erwähnenswert. Der Verein Insieme ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen, die am Arbeitsmarkt keinen Fuß fassen können, Transitarbeitsplätze bietet und die Menschen mit Kraft und Mut für ihr weiteres Leben unterstützt. Der Verein betreibt 2 sozialökonomische Betriebe in Innsbruck - 1x das Geschäft Schenk&Spiel am Marktgraben, 1x die Wäscherei Libelle in der Dr.-Franz-Werner-Straße 34. Die Wäscherei war ja früher in der Jahnstraße und litt seit Jahren unter beengten Verhältnissen. Im heurigen Frühjahr konnten nun die neuen Räumlichkeiten in der Dr.-Franz-Werner-Straße bezogen werden. Zur Wäscherei konnten auch Räume adaptiert werden, die für Fortbildung und Schulung genutzt werden.


Ich gratuliere dem engagierten Team, das hervorragende Arbeit leistet und die wichtige Arbeit in den hellen, freundlich hergerichteten Räumen weiterhin zum Wohle der Menschen, die Hilfe benötigen, weiterführen kann.

Erstes Urban-Gardening-Projekt in Innsbruck

In Pradl kann auf einer großen öffentlichen Fläche das erste Projekt zu Urban Gardening starten. Die Suche war langwierig, schließlich hat die Stadt Innsbruck nicht so viele öffentliche Flächen. Fündig wurde man dann in Pradl. Das Grundstück, wo die Computerhand auf dem Bild ist, gehört der Stadt und ist schon lange als öffentliche Grünfläche ausgewiesen und wäre von allen InnsbruckerInnen nutzbar gewesen. Gemacht haben es die Wenigsten.
Bei der 2ten BürgerInnenversammlung (bei der 1ten kamen gerade mal 15 Menschen) ging es dann etwas turbulenter zu. Einige wenige haben natürlich keine Freude damit. Dass wir nicht immer alle zu 100% von einem guten Projekt überzeugen können, muss uns klar sein, sollte uns aber nicht davon abhalten, Gemeinschaftsprojekte wie das Urban Gardening zu fördern. Urban Gardening ist ja auch kein Projekt, das von lauter Musik, von stinkigen Motoren oder sonstwas begleitet ist. Im Gegenteil. Gerade in Wohngebieten entstehen neue Kontakte, die Menschen rundherum können ihr Gartenwissen einbringen mit oder ohne Beteiligung am Garteln selbst.


Weil bei der Versammlung auch der Vorwurf laut wurde, zuerst erfolge der Beschluss und erst dann werde informiert, muss ich mal aufzeigen, wie das auf politischer Ebene geregelt ist. Bevor ein Projekt gestartet werden kann, braucht es die Zustimmung des Stadtsenats, dass das Projekt - mit definierten Rahmenbedinungen - durchgeführt werden kann. Oft braucht es finanzielle Mittel, immer braucht es die Mitarbeit der städtischen Bediensteten. Wenn wir zuerst ein Projekt vorstellen und mit den betroffenen Menschen reden und dann sagt der Stadtsenat, aber das interessiert uns überhaupt nicht und das Projekt darf nicht umgesetzt werden, dann würde ich mich als Bürgerin ziemlich gepflanzt vorkommen. Und die viele Arbeit, die hineingesetzt wurde, wäre auch umsonst gewesen.

Innsbrucker Fahrradbörse mit ARGUS

In Völs gibt es den "Tausch"markt für gebrauchte Fahrräder schon seit einigen Jahren. Wir sind nun eine Kooperation mit ARGUS eingegangen, um auch in Innsbruck mit seinem hohen Anteil an Fahrradfahrenden dieses Angebot zu bieten. Es geht ganz einfach: Man bringt sein Fahrrad hin, gibt die Preisvorstellung bekannt und ARGUS kümmert sich um den Verkauf. Sollte das Fahrrad verkauft worden sein, wird anschließend der Betrag ausbezahlt. Wenn nicht, weil sich niemad für das Fahrrad interessiert hat, nimmt man es einfach wieder mit. 

Innsbrucker Fahrradbörse
Marktplatz, Samstag 6.4., 10 bis 12 Uhr
(anschließend ist auch noch der Innsbrucker Frühlingslauf)

FC Wacker und die Neuorientierung

Eines ist klar. Wenn Innsbruck bzw. Tirol einen Profifußballverein will, dann braucht es auch Geld aus dem Steuertopf. Ein Profiverein lässt sich nicht mit Peanuts aufstellen. Dass das Drama des FC Wacker so kurz vor der Landtagswahl bekannt wird, sei jetzt mal dahingestellt. Jedenfalls hatten wir heute Sondergemeinderat, wo die Sondersubvention von städtischer Seite mit 100.000 Euro genehmigt wurde. Allerdings mit einigen Auflagen, die im Laufe des Jahres umzusetzen sein werden. Es wäre schade, wenn ein Traditionsverein wie der FC Wacker einfach so den Bach runter gehen würde und ich wünsche dem Vorstand, dem Verein, den Spielern und allen Fans, dass die Restrukturierung gelingen wird.

Innsbrucker Fahrradwerkstatt startet

Nun ist es soweit. Morgen, Freitag 5.4., starten wir mit unserer Innsbrucker Fahrradwerkstatt. Kooperationspartner sind die IVB und die Bikerei. Bis letztes Jahr war es ja so, dass die IVB in Kooperation mit der Stadt Innsbruck 1x im Jahr für 1e Woche die Radreparaturwerkstätte am Marktplatz anbot. Wir wollen nun dieses Service monatlich anbieten, um den RadfahrerInnen die Möglichkeit zu bieten, ihr Fahrrad zu checken. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und ein weiterer Baustein für die Fahrradkultur in Innsbruck. Schließlich ist Innsbruck Fahrradhauptstadt Österreichs.

Schaut vorbei, lasst euer Fahrrad checken oder kommt einfach zum Plaudern vorbei.

Innsbrucker Fahrradwerkstatt
Marktplatz, 5. April, 14 bis 17 Uhr

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