Entwicklung des Campagnereiterareals

Ich staunte nicht schlecht, als ich das dieswöchige Stadtblatt durchblätterte und zum Campagnereiterareal einen Aufreger fand. Der SPÖ-nahe Sportclub ASKÖ besitzt dort alte Baurechte, die aus einer Urzeit stammen, die heute nicht mehr möglich wären. Der Sportclub sorgt sich um seine großen Flächen, da bei optimaler Zusammenlegung aller Funktionen - Wohnungen, Sport und das Volxhaus (ebenfalls SPÖ-Heimat) - eine Neuaufteilung stattfinden müsste. Auch hier sind Veränderungen von nöten, um für alle das Optimale erreichen zu können. Wir brauchen dringend in Innsbruck begünstigten Wohnbau, um den Wohnungssuchenden ein leistbares Dach über dem Kopf bieten zu können.

Ich bitte einfach alle Beteiligten, sich an einem Tisch zu setzen, um dieses große Areal zur Zufriedenheit aller entwickeln zu können - für die Wohnungssuchenden, für Sportbegeisterte und für die BesucherInnen des Volxhauses. Und ich bitte alle Beteiligten, die Prozessbegleitung für die Entwicklung dieses Areals voranzutreiben. Querschüsse als Vorwahlgeplänkel zur Nationalratswahl haben hier keinen Platz.

Direktzug Innsbruck - Lienz






Da muss ich jetzt blöderweise dem Altlandesrat Steixner Recht geben. Tu ich wirklich nicht gern, aber in diesem Fall stimmt seine Replik auf den Direktzug Innsbruck - Lienz. Die Fahrgastzahlen waren erschütternd niedrig, die Kosten aber dementsprechend hoch. Nur, als Aufreger in Osttirol, allen voran Bürgermeisterin Blanik (SPÖ), eignet sich dieses Thema natürlich hervorragend, um zu emotionalisieren. 2012 gab es ja während der Sanierung der Brennerstrecke für den Zug bereits diese Schnellbusverbindung für 4 Monate. Übrigens beide, früher Zug, jetzt Bus, fahren nur 2x am Tag. Die bereits in Verhandlung befindliche Zuglösung im Stundentakt, Lienz - Franzensfeste und dann umsteigen in einen Schnellzug (Zweistundentakt) ermöglicht es zukünftig PendlerInnen, ob nach Südtirol oder nach Innsbruck, eine wesentlich bessere Anbindung.

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Tempo 100 auf Tirols Autobahnen

Diese Geschichte hat schon einen langen Bart. Fakt ist, dass das Inntal massive Überschreitungen bei der Luftqualität hat. Das führt dementsprechend zu Belastungen der betroffenen Bevölkerung. Fakt ist auch, dass die LKW-Flotten, die innerhalb der EU unterwegs sind, schon längst auf Euro 5 und 6 umgestellt haben, da ihre Kilometerleistungen natürlich wesentlich höher sind als von regionalen Anbietern.

Lachen musste ich ob des Arguments des ÖAMTC, dass der Verkehrsfluss bei Tempo 100 zum Erliegen käme. Der Verkehrsfluss hat mit der Durchlässigkeit eines Systems zu tun und nicht mit der Geschwindigkeit. Man kann mit einem wesentlich geringeren Geschwindigkeit einen höheren Verkehrsfluss erreichen. Man braucht sich nur mal die Staubildungen an Reisewochenenden anschauen. JedeR kennt das: Stau ohne Grund. Doch, es gibt einen Grund. Die menschliche Rücksichtslosigkeit, schneller sein zu wollen als alle anderen - was zu permanenten Spurwechseln und Bremsmanövern führt. Man nehme eine solche Kolonne und alle führen 80, dann kämen alle schneller ans Ziel ohne permanentes Risiko, dass ein Unfall passiert.

Und natürlich beeinflusst ein mögliches Verbot der Euroklasse 3 und 4 die regionale Wirtschaft. Aber anstatt zu jammern, braucht es Lösungen, wie der regionalen Wirtschaft bei der Umstellung unter die Arme gegriffen werden kann. Schließlich geht es um den höheren Wert Gesundheit.

Die Aufregung über die Mariahilfer Straße in Wien

Jedesmal, wenn ich in Wien die Mariahilfer Straße entlangspazierte, wunderte ich mich, warum es hier überhaupt noch Autoverkehr gibt. Im Schneckentempo quälten sich die Autofahrenden durch, in der Hoffnung auf einen der wenigen Parkplätze. An jeder Querung eine Ampel, damit die zahlreichen FußgängerInnen die Straße queren konnten. An Adventsamstagen gab es bereits jetzt eine Durchfahrtssperre und trotzdem war die Mariahilfer Straße knallevoll. Es gibt nämlich ausreichend Tiefgaragen entlang der Straße, sodass die Geschäfte und Gastronomie leicht für Autofahrende erreichbar ist. Die Mehrheit sind sowieso Öffi-BenutzerInnen und FußgängerInnen.
Ich gratuliere jedenfalls der Wiener Stadtregierung zu ihrem mutigen Schritt, endlich das umzusetzen, was schon offensichtlich war. Dass es kleinere Nachbesserungen bedarf, liegt bei einem so großen Projekt in der Natur der Sache. Schließlich ist die Mariahilfer Straße eine der Einkaufsstraßen in Wien mit einer dementsprechenden Länge. Und jede Veränderung führt natürlich zu Aufregung. Die Vorstellung, aus der Straße noch mehr zu machen und sie attraktiver zu gestalten, braucht seine Zeit.

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