Neue FußgängerInnenverbindung in Arzl

Die Stadt Innsbruck ist sehr bemüht, für FußgängerInnen Abkürzungen zu schaffen. Nun haben wir wieder ein Stück umsetzen können. In Arzl - vom Alois-Schrott-Straße zur Arzler Straße - konnte durch ein Neubauprojekt einer Wohnanlage gleich eine Stiegenverbindung hergestellt werden. Eine Stiege ist natürlich nicht barrierefrei. Aufgrund des steilen Geländes blieb uns aber keine andere Möglichkeit.



Die Stiege wurde durch den Bauträger mitfinanziert. Das freut uns natürlich sehr, da solche Bauwerke ja nicht unbedingt günstig sind. Jedoch ersparen solche Verbindungen den FußgängerInnen große Umwege und machen das Gehen attraktiver. Außerdem wurde noch ein Zebrastreifen für die Querung der Arzler Straße errichtet. Die nächsten Querungsmöglichkeiten waren einfach zu weit entfernt.

Das schöne "Anpruggen leise"

Wo es in der Innenstadt voll war und ein Trubel herrschte, gab es in Anrpuggen eine feine, ruhige Adventsstimmung. Bereits zum 2ten Mal gab es für die AnrainerInnen und BesucherInnen ein stimmungsvolles Fest mit Feuerstellen, Kerzen, Chören und Musik. Die vielen Lokale boten warme Suppen zum Aufwärmen, oder auch Kakao und Tee. Es war wieder ein gelungenes Anrpuggen leise. Danke den OrganisatorInnen.





Recht eigenartige Berichterstattung im ORF Tirol

Am Mittwoch ging es rund bei uns. Der ORF Tirol fragte an, da eine BürgerInnen sich ob der Zoneneinteilung bei der Parkraumbewirtschaftung benachteiligt fühlt. Wir checkten alle gestellten Fragen und bemühten uns, so rasch als möglich die Antworten zu liefern. Die Einladung zum Live-Interview in der Sendung selbst konnte ich leider nicht annehmen, da ich schon einen Termin hatte und niemanden versetzen mag. Trotz 2xmaligen Rückrufs meinerseits hörte ich nichts mehr vom recherchierenden Journalisten.
Es wunderte mich dann schon sehr, als in der Abendsendung der Vorwurf ausgesprochen wurde, niemand der Stadt wäre zu einer Stellungnahme bereit gewesen. Sorry, das ist eine Vorgehensweise, die ich nicht gut heißen kann.

Die Graffiti-Kunstszene ist in der Sillparkunterführung unterwegs

Seit gestern werden die kahlen Betonwände des FußgängerInnendurchgangs beim Viadukt zum Sillpark mit Graffiti gestaltet. Unter der Federführung des Tiroler Graffiti-Künstlers Daniel Pfurtscheller arbeiten nun 14 KünstlerInnen aus der heimischen Szene, aber auch aus der Schweiz und Deutschland, daran, die grauen Betonwände mit Kunstwerken zu versehen. Die Bilder werden von Freitag bis Sonntag gesprayt.

--> Eigentümerin des Durchgangs ist die ÖBB Infrastruktur AG. Regionalleiter Robert Huber erklärt, warum diese Aktion unterstützt wird: „Mit dieser bietet die ÖBB-Infrastruktur, in Kooperation mit der Stadtgemeinde Innsbruck, den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, die Betonwände in der starkfrequentierten Unterführung beim PEMA-Gebäude kreativ zu gestalten. Damit unterstützen wir einmal mehr die Idee, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren.“ 
Es freut mich besonders, dass dieser Durchgang nun ein neues Gesicht verpasst bekommt. Schließlich frequentieren mehr als 11.000 PassantInnen täglich diesen Bereich.

Gemeinsam mit der Stadt Innsbruck hat die ÖBB bereits drei Durchgänge in verschiedenen Stilen gestaltet. Letztes Jahr war der Viaduktdurchgang bei der neu renovierten Dreiheiligenkirche dran. Weitere werden noch folgen, va. mit dem Ausbau der S-Bahn-Stationen, wo neue Durchgänge erst geschaffen werden sollen.




Kleiner Vorplatz in Vill

Einen kleinen Bereich in Vill, der schlussendlich zum Viller Dorfplatz werden soll, konnten wir nun fast fertigstellen. Bislang war der Zugang zur Viller Kirche nur über eine steile Rampe erreichbar. Mit dem Ankauf des Grundstückes vor der Kirche konnte ein kleiner feiner Aufenthaltsbereich geschaffen werden. Einerseits gibt es nun einen barrierefreien Zugang, andererseits kann man auch über Stiegen den Vorplatz erreichen. Es gibt auch zwei neue Bäume - eine rot blühende Kastanie und einen Maulbeerbaum. Der angrenzende Obstgarten, den die Stadt auch angekauft hat, bleibt für die öffentliche Nutzung erhalten. Die Obstbäume erhalten noch einen Pflegeschnitt, sodass sie wieder in voller Kraft austreiben können.


Vergangene Woche trafen wir uns mit den Mitgliedern des Unterausschusses Igls, um die Arbeiten zu begutachten. Ganz fertig sind wir nämlich noch nicht. Es kommt natürlich noch ein richtiges Geländer und die Sitzflächen auf der kleinen Mauer werden noch mit Holz ausgestattet. Langfristig soll noch ein Dorfplatz entstehen. Wir müssen dazu die Arbeiten der Wildbachverbauung abwarten, bevor wir von städtischer Seite aus weitermachen können. Unter dem geplanten Dorfplatz liegt nämlich noch ein kanalisierter Bach. Die Dimensionen entsprechen leider nicht mehr den neuen Vorgaben, sodass wir noch eine Weile auf den gesamten neuen Vorplatz warten werden müssen. Ich wünsche den Villerinnen und Villern jetzt schon viel Freude mit dem ersten Schritt, den wir geschafft haben.

3te Stadtteilkonferenz Anpruggen mit ganz viel Power

Am Freitag fand die dritte, und somit letzte, Stadtteilkonferenz in Anpruggen statt. Dieser BürgerInnenbeteiligungsprozess ist ein voller Erfolg. In einer recht straffen Zeit von knapp 7 Monaten konnten alle vier Themenbereiche mit Zielformulierungen abgeschlossen werden.
Alle tollen Ergebnisse findet man übrigens auf www.anpruggen.at.


Das Engagement der AnrainerInnen ist umwerfend. Unter dem Dach Anpruggen finden St. Nikolaus und Mariahilf zusammen und können einen starken Auftritt daraus aufbauen.
Nun geht es natürlich weiter. Die verschiedenen Verknüpfungen zwischen Wirtschaftstreibenden, Kulturschaffenden und sozial engagierten Menschen hört nicht mit der 3ten Stadtteilkonferenz auf. Der größte Brocken ist natürlich die Straßenraumgestaltung. Da werden wir einige Zeit dafür brauchen. Jedenfalls freue ich mich schon, mit der engagierten Gruppe des Verkehrskapitels weiter zu arbeiten und Schritt für Schritt die ausgearbeiteten Ideen auch umzusetzen.
Leider konnte ich aufgrund der Stadtteilkonferenz nicht an unserer JungbürgerInnenfeier "Movie Night" teilnehmen. Mit knapp 1.300 Jugendlichen war die Veranstaltung ein starkes Zeichen der Innsbrucker Jugendlichen.

Junge Talstation ist eröffnet

Das "Haus der Jugend" feierte auch schon seinen Geburtstag. Mit einem netten Eröffnungsfest wurde das selbstverwaltete Haus eingeweiht. Die ehemalige Talstation der Hungerburgbahn dient nun als neues Zuhause für die Jugendlichen. Wie kam es eigentlich dazu?
Nach einem intensiven Ideenfindungsprozess zum gesamten Rotundenareal konnte die Innsbrucker Jugendszene mit ihrer Idee des selbstverwalteten Hauses am meisten überzeugen. Dann wurde es leider ruhig um das Projekt. Dann gewann die Idee wieder neuen Schwung, die Verträge konnten unter Dach und Fach gebracht werden und ca. 20 Jugendlichen gestalteten in knapp 110 Tagen die gesamte Innenausstattung des Gebäudes um. Natürlich gab es Unterstützung seitens der Stadt für Elektrik, Wasser und gröbere Baumaßnahmen. Die HTL Bau und Design half bei der Konstruktion einer Plattform, die als Bühne verwendet werden kann.


Im Erdgeschoß findet sich ein kleines Café und ein Veranstaltungsraum, der bis zu 150 Jugendlichen Platz bietet. Im Obergeschoß gibt es 3 Büroräume, die den Jugendlichen zur Verfügung stehen. Für junge MusikerInnen gibt es zudem einen Bandproberaum. Wer sich anschließen bzw. mal die Räumlichkeiten nutzen möchte, kann sich an http://www.schuelerbeirat.at/ wenden.

Ich vermute ja, dass das Haus recht rasch anstatt "Haus der Jugend" unter der Abkürzung JuTa bei den Jugendlichen Einzug halten wird. Darauf verwies schon ein PoetrySlam, wo mit dieser Abkürzung gespielt worden ist -:)

Tempo 100 ist nun gültig

Tempo 100 auf Teilabschnitten des umfangreichen Autobahnnetzes in Tirol ist nun Faktum. Die Maßnahme zielt darauf ab, unsere Atemluft zu verbessern. Zugleich kann auch der Lärm gesenkt werden. Nicht zu vergessen ist, dass mit einem besonneneren Fahrgeschwindigkeit die Unfälle sinken werden.


Leider gibt es immer noch große Aufregung. Wenn man in einer Zeitung liest, dass man nahe am Verzweifeln sei, weil man für das Überholen eines LKWs 5 Minuten brauche, kann ich nur antworten: Setzen, Fünf im Fach Mathematik. Es kann natürlich auch sein, dass der Schreiber meinte, dass er seit 5 Minuten gar nicht zum Überholen ansetzen könne, weil so viele böse ander-europäische Autofahrende ihm das Tun mit dementsprechender Gestik vereiteln. Zweiteres ist die praktischere Ausrede, da die Bösen immer die Anderen sind -:) Wie auch immer, es wird sich recht rasch herausstellen, dass jedeR - trotz Geschwindigkeitsbeschränkung - an das gewünschte Ziel kommt.

Rapoldipark in Innsbruck erstrahlt in neuem Licht

Der Rapoldipark liegt zentral und wird gerne genutzt. Nicht nur zum Spielen und Verweilen, sondern auch als Abkürzung für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Einerseits konnte nach einer Begehung der zuständigen Stellen Strauchwerk und unübersichtliche Ecken zurechtgestutzt werden, andererseits wurde die Beleuchtung erneuert und vor allem erweitert. Natürlich erfolgte die Erneuerung der Beleuchtung in LED-Technologie. Die neuen Lampen verhindern ein Abstrahlen in den Himmel (was ich ehrlich gesagt noch nie verstanden habe, warum öffentliche Beleuchtung überall hinstrahlt, jedoch meist mäßig auf den Straßenraum), die Gehflächen werden jedoch richtig ausgeleuchtet. So kann man sich einfach wohler fühlen und braucht nicht mehr durch die Dunkelheit tappen.
Wie schon einmal berichtet, tauschen wir in Innsbruck die gesamte Öffentliche Beleuchtung innerhalb von 6 Jahren durch neue Lampen und LED-Technologie aus. Da ich für Umwelt zuständig bin, lag mir eine effiziente Straßenbeleuchtung sehr am Herzen und wir setzen nun mit unserem Partnerunternehmen IKB die Umstellung um. Damit können wir für unsere mehr als 10.000 Lichtpunkte 25 % an Stromverbrauch einsparen. Wir können die Lichtverschmutzung  stark reduzieren und zusätzlich den Straßenraum besser ausleuchten, ohne dass eine Blendwirkung wie bei herkömmlicher Straßenbeleuchtung bis ins Schlafzimmer entsteht.

Richtig heizen mit Holz erspart viele Schadstoffe

Ca. 30% der Feinstaubbelastung stammt aus Holzheizungen. Das muss aber nicht sein. Diese Belastung kann man mit richtigem Heizen rasch beenden. In den nächesten Wochen tourt die Energie Tirol durch das Land, um die TirolerInnen über richtiges Heizen ohne Belastungen für die NachbarInnen und die Umwelt zu informieren. Letzte Woche hatten wir das erste große Pressegepräch. Heizen mit Holz steht für Gemütlichkeit und wohlige Wärme. Wenn dann das Holz auch noch aus heimischen Wäldern kommt, bleibt diese Art des Heizens im regionalen Kreislauf.



Heftige Rauchschwaden aus den Kaminen weisen auf falsches Heizen hin. In unserer Stadt haben wir immer wieder Beschwerden der belasteten Nachbarn. Unsere Partner sind dann die KaminkehrerInnen, die zum betroffenen Gebäude geschickt werden und nachschauen. Dabei können sie auch gleich den BürgerInnen zeigen, wie richtiges Heizen funktioniert. Richtiges Heizen ist gar nicht schwer. Alle Informationen findet man unter www.tirol.gv.at/richtigheizen

Lärmschutzfensterförderung mit Flughafen startet mit 1.1.2015

Meine Kollegin Gemeinderätin Uschi Schwarzl setzte sich fast schon 2 Jahrzehnte für eine Lärmschutzfensterförderung für die geplagten AnrainerInnen rund um den Flughafen ein. Nun, in Regierungsfunktion, ist es uns gelungen, mit dem Flughafen gemeinsam ein Fördersystem auf die Füße zu stellen. Ab 1. Januar 2015 wird allen Betroffenen, die im Fluglärmbereich mit einer allgemeinen Lärmbelastung über 60 dB leben, eine Lärmschutzförderung für Fenstertausch und Lärmdämmlüfter gewährt.
Normalerweise bräuchte der Flughafen nur bei einer Lärmbelastung von 65 dB eine Unterstützung gewähren. Die konstruktiven Gespräche führten aber recht rasch zur Übereinkunft, dass wir bei 60 dB landen werden. Damit orientiert sich das Modell an der Förderanspruchsgrenze für Fluglärm in Salzburg und an die in Tirol geltenden Förderanspruchsgrenzen für Straßenlärm.
Gefördert werden Objekte, die älter als 10 Jahre sind und als Wohnräume in Wohngebäuden deklariert sind. Das betrifft 350 Gebäude mit insgesamt 1250 Wohnungen, rund um das Flughafenareal sind etwa 6000 Wohnraumfenster förderungswürdig.
Wir wickeln die Förderansuchen bei uns im Magistrat ab. Eine umfassende Beratung gewährleistet, dass man sich die richtigen Fenster anschafft. Außerdem gibt es ja noch die Tiroler Wohnbauförderung und "Innsbruck fördert: Energetische Sanierung", die man in Anspruch nehmen kann. Damit die BürgerInnen eine Freude nach getaner Arbeit haben, bietet Innsbruck eine sehr gute, unabhängige Beratung an. Schließlich tauscht man nicht mehrmals im Leben die Fenster und Profi bei diesem Spezialthema ist man auch in den seltesten Fällen. 





Enquete zur kommunalen Sicherheit

Jetzt komme ich endlich dazu, über unsere letztwöchige Enquete zur kommunalen Sicherheit zu berichten. Der ganze Tag war gefüllt mit kompetenten Vortragenden. Begonnen wurde mit einem Bericht der Vertreter aus Stuttgart. Stuttgart hat zB. ein gröberes Problem mit der Eventszene. Am Wochenende (aber nicht nur da) geht es in manchen Straßenzügen ordentlich zu. Übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum schlägt sich in gewalttätigen Auseindersetzungen nieder. Der Bericht umfasste die Maßnahmen, die die Polizei setzt, um dem Problem Herr zu werden. Weiter ging es mit BürgerInnenbeteiligung bei Sicherheitsfragen aus Schwechat und mit Städtischer Sicherheit bei Nacht. Vor allem die Gestaltung des öffentlichen Raums beeinflusst das subjektive Sicherheitsgefühl. Der Wiener Berichterstatter stellte das Instrument der Sozialraumanalyse vor. Warum fürchten sich manche Menschen, warum andere wieder nicht? Was macht der Raum aus Menschen und wie wird er von ihnen genutzt? Das ist natürlich ein sehr spannendes Thema, das sich langsam aber sicher seinen Weg in die politischen Debatten ebnet. Bevor Straßenräume, Plätze geplant und gebaut werden, muss die Frage gestellt werden: Wer nutzt derzeit, gibt es Konflikte und wie soll der Raum gestaltet werden, um möglichst viel öffentliches Leben beherbergen zu können.
Nachmittags ging es dann weiter mit Prävention Drogen und die Begleiterscheinungen von Drogenkonsum und -beschaffung. Das letzte Thema befasste sich mit Prävention bei Gewalt an Schulen. Gerade bei zweiterem wurde wieder klar aufgezeigt, wie wichtig Schulsozialarbeit ist, damit Kinder und Jugendliche in ihrer Not AnsprechpartnerInnen vorfinden, die nicht aus dem familiären Umfeld kommen. Einige angeführte Beispiele zeigten auf, wie sich die Konflikte aufstauen und, wenn nicht zeitgerecht eingegriffen werden kann, die Spirale der Gewalt sich zu drehen beginnt.
Ein spannender Tag mit vielen Inputs und vielen verschiedenen Schwerpunkten, die auch darauf verweisen, wie vielfältig das Sicherheitsgefühl jedeR einzelnen beeinflusst und geprägt wird.

Die 2.te Phase des Parkraumkonzepts Neu wird umgesetzt

Nun geht es in die zweite Runde der Umsetzung des Parkraumkonzepts Neu. Mit 10.11. starten wir in der Hötting Au, im Gebiet Technik West und Wilten. Am 17.11. geht es weiter in Saggen, Pradl und kleine Gebiete der Reichenau.



Was wird umgestellt? Die gebührenfreien Kurzparkzonen werden zu Parkstraßenzonen umgestellt (auf der Karte grün eingezeichnet). Neue Gebiete kommen dazu. In Parkstraßenzonen kann man sein Auto um 0,70/30 min abstellen. Es gibt - im Gegensatz zu Kurzparkzonen - aber keine Zeitbeschränkung. Wenn man mal den ganzen Tag was zu tun hat, kann man das Auto für 7 Euro parken. Wenn man das Auto nur 2 Stunden parken will, zahlt man auch nur 2 Stunden. Die derzeit gültigen AnwohnerInnenparkkarten bleiben bis zum Ablauf der Karte gültig. Da braucht man sich keinen Stress zu machen. Neue Karten können auch ganz bequem online bestellt werden - www.innsbruck.gv.at/parken

Mit dieser Maßnahme erhoffen wir uns eine Entlastung der AnrainerInnen, aber auch eine bessere Möglichkeit für BesucherInnen und Servicebetriebe, eine Parkplatz zu finden. Ich war vor ca. 2 Wochen bei der feierlichen Einweihung des Anna-Steiner-Knittel-Wegs - derzeit noch keine Bewirtschaftung. Die gesamte Straße in einem reinen Wohngebiet war überfüllt mit Autos, die gar nicht dort hingehörten. Es ist eigentlich eine Sackgasse, aber der Parkplatzsuchverkehr für eine noch eventuell freie Lücke war beträchtlich. Mit der 2ten Phase des Parkraumkonzepts Neu wird sich die Situation in Wohngebieten beruhigen.

Alle wichtigen Infos zur Kennzeichnung der neuen Parkstraßenzonen und wie das jetzt genau funktioniert, findet man auch unter www.ibkinfo.at/041114_parken_neu. Wer lieber klassisch blättert, kann sich im Bürgerservice die Beilage zu Innsbruck Informiert holen. Von dort stammt auch das obere Bild und man hat eine gute Übersicht, wo die Umstellungen stattfinden.

Schule am Inn feierlich eröffnet

Die "Schule am Inn" ist nun auch fertig. Derzeit ist noch die Sonderschule untergebracht. Mittelfristig soll diese Schule aber ein reines Sozialpädagogisches Zentrum für Beratung der Eltern und Fortbildung der LehrerInnen und der Rest der Räumlichkeiten zu einer inklusiven Schule umfunktioniert werden. Die Trennung von Kindern in Sonderschulen ist einfach Geschichte und nicht mehr zeitgemäß.



Was mich bei der Eröffnungsfeier besonders gefreut hat, war das interreligiöse Gebet zur Einweihung. JedeR VertreterIn der verschiedenen Religionsgemeinschaften brachte Bücher für den Gabentisch mit und überbrachten Glück- und Segenswünsche (2 VertreterInnen fehlten leider, weil sie kurzfristig absagen mussten). Innsbruck ist vielfältig und bunt und zeigt die Vielfältigkeit mit Stolz.

Geh-/Radweg bei der Haltestelle West ist endlich fertig

Das seit Dezember 2012 bestehende Provisorium ist nun endlich Geschichte. Die Haltestelle ist endlich voll ausgerüstet, der eigene Geh- und Radweg ist fertiggestellt. Das Problem waren schwierige Grundstücksverhandlungen.



Es freut mich sehr, dass diese Engstelle va. für den Radverkehr beseitigt ist. Jetzt fehlen noch ein paar Radsymbole am Radweg selbst, ansonsten funktioniert schon alles bestens. Gerade auf der Radverkehrshauptroute von/nach Westen war es für die RadfahrerInnen ungut, über den Haltestellenbereich fahren zu müssen. Natürlich hielt sich auch die Freude der Öffi-NutzerInnen in Grenzen. Mit einer netten kleinen Aktion gemeinsam mit dem Centermanager des Einkaufszentrums West bedankten wir uns mit Krapfen und Sattelschützern bei FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Öffi-NutzerInnen für ihre Geduld.

Tempo 100 auf großen Teilen des Autobahnnetzes in Tirol

Nun ist es bald soweit. Ab 20. November gilt auf der Inntalautobahn von Kufstein bis Zirl und auf der Brennerautobahn von Innsbruck bis Schönberg 100 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Emotionen vieler Autofahrender gehen bei einer solchen Maßnahme natürlich hoch. Man fühlt sich in der persönlichen Freiheit eingeschränkt und vergisst dabei, dass man die Freiheit anderer ignoriert.
Diese Maßnahme unterstützt die Bemühungen des Landes Tirol, die Luftgüte zu verbessern. Und atmen müssen wir alle. Zudem sinkt der Lärmpegel. Außerdem, und das wird gerne ignoriert, sinken die Unfallzahlen. Gerade auf Autobahnen sind Unfälle aufgrund der hohen Geschwindigkeit meist tödlich. Das sollten wir immer bedenken, wenn wieder mal die Emotionen wegen langsameren Fahren hochgehen.

Hier noch eine gute Übersicht, was die Maßnahme bringen wird.

Es geht nämlich noch weiter. Mit der Umsetzung des "gelinderen Mittels", die Luftschadstoffbelastung zu reduzieren und für alle die Geschwindigkeit zu reduzieren, hat das Land Tirol wieder die Möglichkeit, die Einführung des sektoralen Fahrverbots für LKWs mit unverderblicher Ware einzuführen.

Junge Grüne Innsbruck

Die Jungen Grünen Innsbruck starten durch : "I Change Innsbruck". So heißt auch die Website, ausgestattet mit einem interaktiven Tool, mit dem Jugendliche (und selbstverständlich auch alle anderen Menschen) in einer Karte eintragen können, was ihnen in Innsbruck fehlt (#musthaveIBK) und was ihnen gar nicht passt (#musthaveIBK). Natürlich können Jugendliche auch eintragen, was ihnen gefällt. Immer nur motschgern ist auch fad.

Und hier geht es zur Homepage: www.ichangeibk.at

Fossile Energieträger treiben die Kosten in die Höhe

Je nachdem, welchen Standard die Wohnung/das Haus hat, mit was man heizt oder wie man unterwegs ist, steigen die Kosten in den letzten Jahren unterschiedlich an. Die Übersicht bezieht die Kilometerleistungen auf die Mobilitätsart Auto. Diese Kosten können natürlich gesenkt werden, wenn man die Wege - sofern möglich - splittet und bei P&R-Anlagen in den Öffentlichen Verkehr umsteigt.

Der KlimaAktiv-Fonds und das Institut Erneuerbare Energie Österreich hat ein interessantes Booklet zusammengestellt (abrufbar auf www.faktencheck-energiewende.at). In dieser Zusammenstellung wird mit verschiedenen erfundenen Geschichten zur Energiewende aufgeräumt. Natürlich findet man auf der Homepage noch genügend vertiefende Hintergrundinformation. Es rentiert sich, für einen Überblick der klassischen Killerargumente, warum denn eine Energiewende nicht möglich sei, Zeit zu nehmen.




e5 Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden

Das Land Tirol zeichnet jährlich engagierte Gemeinden mit der Verleihung des Tiroler Energiepreises aus. Heuer war das erste Mal auch Innsbruck mit dabei. Innsbruck ist die österreichweit die größte Gemeinde beim e5-Programm. Die Gemeinden werden vorab einem strengen Audit unterzogen. Alle gesetzten Maßnahmen im Energiebereich werden geprüft und gecheckt. Bei diesem Programm unterstützen sich die Gemeinden auch gegenseitig mit Erfahrungsaustausch. Nicht jedes Rad muss schließlich neu erfunden werden.


Innsbruck hat auf Anhieb 3e bekommen. Unser kompetentes Team arbeitet tagtäglich an energieeffizienten Maßnahmen, die die BürgerInnen unterstützen. Mit unserem Förderprogramm für die Sanierung der Wohnungen schaffen wir Schritt für Schritt Behagen innerhalb der Wohnung und die Betriebskostensenkung lässt sich auch sehen. Das ist aber nicht die einzige Maßnahme, um in Innsbruck klima- und geldbörserlschonend leben zu können. In den nächsten 6 Jahren stellt Innsbruck die gesamte öffentliche Beleuchtung auf LED-Technologie um. Innsbruck hat über 10.000 Lichtpunkte, sodass sich die Einsparung an Energie ungefähr dem Verbrauch von 300 Haushalten entspricht.

Klimaschutz geht uns alle an

Tirol ist vom Klimawandel besonders hart betroffen! Das wissen wir nicht erst seit dem neuesten Klimabericht. Jedes zusätzliche Zehntel Temperaturanstieg hat weitreichende Folgen für Tirol.
Daher haben wir Klimaschutz zum Schwerpunktthema im Herbst erklärt. Klimaschutz als globale Herausforderung, die bei jedem Einzelnen beginnt - darauf baut unsere bewusstseinsbildende Kampagne auf:  "GUT FÜRS KLIMA. GUT FÜR MICH."  - dieses Motto ist Programm.
 
 
Wir haben zahlreiche alltagstaugliche und einfache Tipps zu einer Informationsbroschüre zusammengefasst, die es jedem ermöglichen durch kleine Verhaltensänderungen einen Beitrag für unser Klima zu leisten. Jede gesparte Kilowattstunde, jeder Liter Öl, der nicht verheizt, jeder Liter Bezin der nicht verbraucht wurde und jede Ressource die nicht verschwendet wird, ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Damit wir das anpacken können, haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die helfen können, ein nachhaltiges und gehaltvolles Leben zu führen. Es geht nicht darum, auf Lebensqualität zu verzichten, sondern darum, Lebensqualität bewusst zu erreichen. Ein klimafreundlicher Lebensstil ist ein Gewinn an Lebensqualität.

Auf politischer Ebene thematisieren wir nicht nur Klimaschutz  - wir machen Klimaschutzpolitik: Angefangen von der Klimaschutzstrategie, über das ambitionierte Ziel: "energieautonom 2050", bis hin zur stufenweisen Öffi-Tarifreform sowie dem größten Luftsanierungspaket seit dem EU-Beitritt. Aber das reicht natürlich nicht. Klimaschutz muss auf allen Ebenen angepackt werden. Jede Einzelne und jeder Einzelne ist gefragt. 

In den kommenden Wochen sind wir in ganz Tirol mit Standlaktionen unterwegs. Dort verteilen wir die von den Tiroler Grünen produzierte Informationsbroschüre und sammeln weitere Klimaschutzideen. Für jede Idee gibt es einen Biokräutertee. Des Weiteren verteilen wir Bioäpfel, Stofftaschen und Tassen.
 
In Innsbruck sind wir am Donnerstag, 23.10 und am Mittwoch, 5.11., jeweils von 15.30-17.30, am Franziskaner Platz zu finden.


Interessante Projekte in Grenoble

Der Erfahrungsaustausch in Grenoble war sehr interessant. Nebst einer ECO-City, die erst im Planungsstadium ist, besuchten wir ein ehemaliges Kasernengelände, das mitten in der Stadt liegt. Einerseits wurden die alten Offiziershäuser für Wohnen renoviert, andererseits entstanden viele neue Wohnungen. Oberste Priorität bei Sanierung und Neubau hatte eine möglichst hohe Energieeffizienz der Gebäude.


Die Gartenanlagen haben mich am meisten begeistert. Anstatt dem Einheitsbrei, den man sonst findet, wurde eine Hügellandschaft entworfen. Mit ganz vielen verschiedenen Baum- und Buscharten. Wasser für die Kinder zum Spielen gibt es natürlich auch. Bei uns leider noch undenkbar. Wir blockieren uns mit unserer selbst erzeugten Angst, dass hinter jedem Busch ein Verbrecher/eine Verbrecherin auf uns wartet. In anderen Gärten fand man statt Grashalme verwilderte Gärten, die ein Spaß für jedes Kind sind.
 

Das gesamte Gelände - hier im Modell - ist bereits mit annähernd Passivhausstandard bereits fertiggestellt und bietet 100erten Familien leistbaren Wohnraum.


Diese Straßenraumgestaltung fand ich auch sehr nett. Die mit Holzzaun eingerichteten kleinen Gärten sind auf alle Fälle hübscher als abgestellte Autos. Dazwischen sind Durchgänge für FußgängerInnen und Abstellplätze für Fahrräder.


Natürlich durfte ein Ausflug auf die Bastille mit der Gondelbahn nicht fehlen. Die erste Gondelbahn gab es bereits 1934. Am Ausflugsberg hat man eine schöne Übersicht über den Großraum Grenoble.



Tirol 2050 energieautonom

Jetzt bin ich etwas spät dran mit diesem Bericht. Aber unsere Reise nach Grenoble hat einige Zeit beansprucht.
Jedenfalls, Ernst Ulrich von Weizäcker war bei der Auftaktveranstaltung "Tirol 2050 energieautonom".


Das ist ein hehres Ziel und braucht besondere Anstrengung, ist aber machbar. Das Geld, das wir derzeit für Gas- und Ölimporte ins Ausland tragen, können wir gut für die Energieumstellung in Tirol gebrauchen. Einerseits braucht es hohe Energieeffizienz, andererseits natürlich Energieerzeugung. Damit können wir die Abhängigkeit von Öl und Gas drastisch senken und zugleich das Klima schützen.
Herr von Weizäcker brachte Energiepolitik und Klimaschutz auf den Punkt: "Klimaschutz bedeutet einen Ausbruch aus der alten Logik".  Das gleiche gilt für die Energiepolitik. More of the same ist nicht der Ausweg.

Hier noch der spannende Vortrag des Herrn von Weizäcker.

Neue Fahrradinfrastruktur beim Marktplatz

Nun ist es endlich so weit. Die Querung der Straße Richtung Marktplatz ist wesentlich fahrradfreundlicher ausgestaltet und wird auch schon fleißig genutzt.


Der Radweg aus der Innenstadt kommend (natürlich auch in der Gegenrichtung) ist ein stark frequentierter Radweg. Zuerst wollten wir weiter westlich eine Querung errichten. Da wir dafür aber dem Öffentlichen Verkehr, der hier seine Hauptroute hat, sehr viel Zeit weggenommen hätten, ließen wir die ursprüngliche Idee wieder fallen und verlegten unsere Überlegungen auf den oben abgebildeten Knotenpunkt.
Wir nutzten die Umbauarbeiten natürlich auch für eine barrierefreie Ausgestaltung für die FußgängerInnen, sodass nun beide - FußgängerInnen und RadfahrerInnen - wesentlich bequemer queren können.

Besuch der Partnerstadt Grenoble

Heute geht es ab nach Grenoble. Diese Städtepartnerschaft lag lange im Tiefschlaf und wird nun neu belebt. Grenoble, eine Alpenstadt wie Innsbruck, hat in den letzten 15 Jahren einiges an Energieeffizienz im Gebäudebereich weitergebracht. Das ist natürlich für uns sehr interessant und ich freue mich schon auf den Erfahrungsaustausch. Mit dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan und mit dem neuen EU-Programm Sinfonia ist die Stadt ebenfalls auf einem guten Weg, vor allem bei Effizienzmaßnahmen für Gebäude. Mit unserem Umstellungsprogramm der öffentlichen Beleuchtung, das in den nächsten 6 Jahren umgestetzt werden soll, erreichen wir ebenfalls hohe Energieeffizienz ohne Komfortverlust. Mit vielen Maßnahmen wird es auch die Stadt Innsbruck schaffen, sich als attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort zu etablieren und die Nase vorne zu haben.

Einstellungsquote für Menschen mit Behinderung bei städtischen Beteiligungen

Die Stadt Innsbruck und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe sind bereits vorbildlich. Menschen mit Behinderung sind herzlich willkommen. Anders sieht es da bei unseren städtischen Beteiligungen aus. Nun hatten wir die erste große Runde, um die Fakten auf den Tisch zu legen. Es ging aber vor allem darum, die Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen, eine bessere Vernetzung zu gewährleisten und Unterstützung bei der Einstellung der Menschen mit Behinderhung zu bieten. Leider gibt es immer noch ausreichend Vorurteile. Da die Stadt Innsbruck aber mit dem Behindertenbeirat ein kompetentes BeraterInnengremium hat, sollte es uns schlussendlich gelingen, auch in allen städtischen Beteiligungen Vorbild für andere Unternehmen zu werden. Nun läuft die Vernetzungsarbeit und ich bin schon gespannt, ob es bis zum nächsten Treffen aller Beteiligungen schon Erfolge zu berichten gibt.

Offene Jugendarbeit präsentiert sich im Zentrum der Stadt

Am Freitag prästentierte sich die OJA - Offene Jugendarbeit - im Zentrum von Innsbruck mit vielerlei Informationen, aber auch Spiel und Spaß. Die Stadt leistet für die Jugendlichen gute Arbeit. Die breitgestreuten Andockpunkte für Jugendliche bieten Raum zum Entfalten.


Jugendliche brauchen diesen Raum abseits von Eltern, Vereinen und Co, wo sie einfach mal abhängen können, mit FreundInnen tratschen und Probleme besprechen oder miteinander spielen können. Was mich natürlich besonders freut, ist das tirolweit einzige Mädchenzentrum ARANEA, das exklusiv für Mädchen da ist.

Tiroler Fahrradwettbewerb 2014 war großer Erfolg

Der Tiroler Fahrradwettbewerb motiviert Einzelpersonen, Betriebe und Vereine in die Pedale zu treten. 6 Monate lang können Kilometer gesammelt werden und das heurige Ergebnis kann sich sehen lassen. Über 4.000 TeilnehmerInnen radelten knapp 3.560.000 Kilometer. Es geht bei dem Wettbewerb aber nicht um sportliche Spitzenleistungen, sondern um das Alltagsradeln. Oft wird ja behauptet, in den Tälern sei es schwierig mit dem Radeln. Die Gemeinden Galtür, Kaunertal und Vils haben das Gegenteil bewiesen und wurden per Los als Gemeindesieger gekürt. Fahrradfahren hält fit, fördert die eigene Gesundheit, schont Geldtasche und Nerven und sorgt für gute Luft.


In Innsbruck hatten wir 582 TeilnehmerInnen registriert und es wurden gesamt 450.000 Kilometer zurückgelegt. Unter den TeilnehmerInnen waren 32 Betriebe und 8 Vereine nebst den vielen Einzelpersonen, die sich keiner der beiden Kategorien zugerechnet hatten. Die Innsbrucker PreisträgerInnen erhielten von der Stadt ein besonderes Geschenk - ein Klapprad. Das ist praktisch für den Öffentlichen Verkehr und zählt im Railjet nicht als Fahrrad, sondern als Gepäck und kann daher kostenlos mitgenommen werden. Ob man gewinnt oder nicht, hängt im übrigen vom Los ab und nicht von der Kilometerleistung. Alle ab 100 Kilometer sind bei der Verlosung mit dabei.
Sehr viele RadlerInnen zählte auch das Stadtmagistrat. Das freut mich natürlich besonders.

Zum Abschluss gab es noch das Radlkino bei der SOWI. Da braucht es 6 Nasen, die ständig radeln, ansonsten wird das mit dem Film nix. Ich hab selbst in die Pedale getreten. Das ist ganz schön anstrengend. Da aber ausreichend BesucherInnen da waren, war ein Wechsel für alle, die mitradelten, kein Problem. Wer nicht mehr konnte oder einfach keine Lust mehr hatte, übergab die Pedale an eine andere Person.






Ausstellung in der Maria-Theresien-Straße

Es gab auch mutige Menschen, die sich vom Terror des Nationalsozialismus nicht einschüchtern ließen. Bei dieser Ausstellung, die derzeit in der Maria-Theresien-Straße Station macht, geht es um hilfsbereite ÖsterreicherInnen, die jüdischen Mitmenschen geholfen haben und sie vor dem Tod bewahrten. Damit riskierten sie alles, auch ihr eigenes Leben. Die Ausstellung ist vom Verein Österreichische Freunde von Yad Vashem organisiert und soll den in Vergessenheit geratenen mutigen Menschen Name und Geschichte geben.


"Courage ist eine Frage der Entscheidung" heißt es in der Ausstellungsbeschreibung. Das stimmt und es ist beeindruckend, wenn man sich die Geschichten auf den Transparenten durchliest. Die Ausstellung ist übrigens noch einige Tage in Innsbruck und wandert dann in die nächste Stadt.




Smart-City-Projekt Sinfonia startet endlich

Nun hatten wir endlich die große Pressekonferenz zum EU-Smart-City-Projekt SINFONIA. Es war ein langer Weg bis dorthin. Der Osten der Stadt Innsbruck wird nun zum Smart-District.
Was wird alles gemacht? Ziel ist es, beim verdichteten Wohnbau der IIG und NHT ausgewählte Bauten energieeffizient und fit für die Zukunft zu machen. Nicht nur mit den klassischen Mitteln, die wir derzeit zur Verfügung haben. Sondern, wie können wir im verdichteten Wohnbau sozialverträglich mit den neuesten Technologien und Innovationen so herrichten, dass den BewohnerInnen einerseits hohen Wohncomfort, andererseits niedrige Betriebskosten geboten werden können. Natürlich geht es nicht nur um Wohnbau. Energieeffizienz ist die eine Seite, Nutzen von Alternativenergie, die bereits vor Ort ist und derzeit aber brach liegt, soll geschöpft werden. Das übernimmt die IKB und die TIGAS als Partner von 13 Tiroler Partnern. So zb. die Abwärme aus der Kläranlage oder auch das warme Wasser, das der BrennerBasisTunnel hinterlassen wird. Die Universität als wissenschaftliche Begleiterin ist natürlich auch mit an Bord. Allein für Nordtirol stehen 12,2 Millionen EU-Fördergelder zur Verfügung. Mit diesen Fördergeldern kann einiges getestet und probiert werden.


Die Stadt Bozen ist die zweite Stadt, mit der wir gemeinsam an diesem 5-jährigen Programm zusammenarbeiten. Alle Erfahrungen, die gesammelt werden, sind natürlich wichtig für den Wirtschaftsstandort Tirol und Südtirol. Erfolgreiche Einzelprojekte aus der gemeinsamen Zusammenarbiet sollen anschließend in fünf weitere europäische Städten übertragen werden.

Der lange Weg hat sich rentiert und ich bin stolz, dass Innsbruck-Bozen den Zuschlag unter vielen eingereichten Projekten erhalten hat. Energieeffiziente Städte mit einer hohen Eigenenergieversorgung haben zukünftig die Nase vorne. Das Projekt SINFONIA unterstützt die Stadt auch bei den ehrgeizigen Zielen des Innsbrucker Energieentwicklungsplans und gibt dem Ganzen noch einen besonderen Schwung.

Besseres Service für Wertstoffe in Innsbruck

Ab 3. November starten wir im Pilotstadtteil O-Dorf mit dem verbesserten Service für die InnsbruckerInnen bei der Wertstoffsammlung. Derzeit haben wir ein Bringsystem, dh. die Menschen müssen Plastik, Altpapier, Glas und Metall zu den Wertstoffsammelinseln bringen. Gerade Plastik und Altpapier fallen in Haushalten aber am Meisten an.

Die Entsorgung der Recyclingstoffe wird nun kostenneutral, bürgerInnenfreundlicher und umweltgerechter gestaltet. Wir stellen Plastik und Altpapier auf das Holsystem um. Die InnsbruckerInnen bekommen - je nach größe der Liegenschaft für den Recyclingstoff Plastik - entweder Tonnen so wie für den Restmüll und Biomüll zur Verfügung gestellt, oder bei kleinen Wohneinheiten gelbe Plastiksäcke. Für`s Altpapier gibt es eine Tonne, da sich Säcke bei dem Gewicht des Altpapiers nicht so eignen. Glas und Metall bleiben weiterhin bei den Wertstoffsammelinseln.













Heute haben wir im O-Dorf der Presse das neue System vorgestellt.

Damit sparen sich die InnsbruckerInnen viele Wege zu den Wertstoffsammelinseln. Mit der Neustrukturierung des Sammelsystems verbessern wir das Service und gleichzeitig schonen wir die Umwelt. Die Umstrukturierung kann kostenneutral durchgeführt werden. Das war uns besonders wichtig, dass die Müllgebühren in keinster Weise für die Haushalte in die Höhe gehen. Wie geht das? Bei der Haussammlung steigt die saubere Trennung und es gibt weniger Plastik und Altpapier im Restmüll. Beide Stoffe - Plastik und Altpapier - sind sehr wichtige Recyclingstoffe und je besser die Sammlung desto besser kann die IKB, die für die Stadt Innsbruck Abfall und Recycling durchführt, die Stoffe wieder in das Kreislaufsystem einbringen.

Alle gewonnenen Erfahrungen - va. bei den Abholintervallen - werden ausgewertet und für eine reibungslose Umstellung in allen anderen Stadtteilen genutzt. Die derzeitigen Wertstoffsammelinseln werden übrigens bis zu einem Drittel kleiner.

Ab morgen werden auch noch alle Haushalte im O-Dorf postalisch über die Umstellung informiert. Die Hausverwaltungen werden ebenfalls informiert und bei der Umstellung unterstützt. Zusätzlich laden wir alle O-Dorf-BewohnerInnen am 14. Oktober zu einer Informationsveranstaltung der Stadt Innsbruck ins Stadtteilzentrum O-Dorf, ab 17 Uhr, ein, um sich persönlich ein Bild über den Umstellvorgang und die neuen Qualitäten des Holservices machen zu können.

Am Innrain geht es voran

Heuer hatten und haben wir eine große Baustelle auf der nördlichen Seite des Innrains. Mehrere Gewerke arbeiten Hand in Hand für eine bessere Versorgungsicherheit der Innsbruckerinnen und Innsbrucker.
Einerseits wurden im ersten Abschnitt sämtliche Infrastruktureinrichtungen im Untergrund erneuert. Dann gab es noch die Sanierung des Terminals und eines Gleisbogens. Schlussendlich folgt jetzt noch stadtauswärts die Verlegung der Schieneninfrastruktur für die zukünftige neue Straßenbahnlinie


Bis Mitte Oktober / Anfang November sollte dann alles wieder ohne Baustellen für FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Öffentlichen Verkehr und Autoverkehr nutzbar sein.

2te Stadtteilkonferenz Anpruggen

Die 2te Stadtteilkonferenz Anpruggen zeigt auf, wie engagiert die BürgerInnen in einem Stadtteil mitarbeiten können und möchten. In allen vier Arbeitsfeldern (ich habe schon bei Beginn des Prozesses hier alle Vorhaben aufgezeigt) haben die Arbeitsgruppen Ziele und Wünsche formuliert. Manches lässt sich schnell umsetzen, manches muss noch mal bearbeitet werden.
Es ist bereits ein Wirtschaftsverein entstanden. Der Zusammenschluss der vielen engagierten Geschäftsleute, die durchwegs Nischenprodukte anbieten und sich so am Markt behaupten, ist ein großer Schritt in Anpruggen. Es freut mich sehr, dass nun bald die konstituierende Sitzung des Vereins stattfindet und gemeinsam an Zielen und der Weiterentwicklung des Stadtteils Anpruggen gearbeitet wird.
Der große Brennpunkt ist natürlich die Straßenraumgestaltung. Anpruggen hat zwei schöne Plätze - den Hans-Brenner-Platz und das Mariahilf Platzl. Beide sind derzeit als Platz nicht erkennbar, da die Gestaltung fehlt und die Plätze als Parkplatz dienen. Das Mariahilf Platzl ist wenig konfliktreich und wir können eventuell nächstes Jahr die Planungsphase mit den BürgerInnen beginnen.
Anders sieht es am Hans-Brenner-Platz aus. Im Sommer startete ein Bürger eine Unterschriftenliste mit erfundenen Geschichten und machte den AnrainerInnen Angst. Die erfundene Geschichte lautet: Wir als Stadt hätten schon längst alle Pläne in der Schublade und aus dem Hans-Brenner-Platz werde ein Park. Bis zu 300 BürgerInnen unterschrieben diesen Blödsinn. Und ich sage jetzt ganz bewusst Blödsinn, weil es nicht stimmt. Nein, wir haben nichts in der Schublade und Nein, von einem Park wissen wir auch nichts.
Es ist schade, wenn von Einzelnen so agiert und Unruhe in den Beteiligungsprozess hineingebracht wird. Wie der Hans-Brenner-Platz zukünftig aussehen soll und welche Funktionen er erfüllen soll, liegt in den Händen der engagierten BürgerInnen. Daher ist es äußerst kontraproduktiv, wenn Einzelne versuchen, den Beteiligungsprozess zu stören.
Die 2te Stadtteilkonferenz war jetzt nur ein Zwischenschritt. Es geht weiter und die einzelnen Arbeitsgruppen arbeiten vertieft an den einzelnen Projekten weiter.

Wilhelm-Greil-Straße Süd ist nun fast fertig

Im Zuge der Verlegung einer Starkstromleitung durch die IKB muss ja die gesamte Wilhelm-Greil-Straße aufgegraben werden. Nun haben wir ein Teilstück beinahe fertig. Beinahe deswegen, weil erst im Oktober die Bäume noch gepflanzt werden müssen. Trotzdem gab es am vergangenen Freitag ein kleines Eröffnungsfest mit der Innenstadtwirtschaft und all den engagierten Kaufleuten dieses Straßenabschnittes. Baustellen vor der Geschäftstüre sind natürlich nie fein. Schwere Zugänglichkeit, Lärm und Schmutz lassen die Umsätze nach unten purzeln. Daher ist es wichtig, dass die Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Stadt Innsbruck unterstützend unter die Arme greift.
Die 110-kv-Leitung dient der Versorgungssicherheit der BewohnerInnen und Geschäftsleute. Die IKB hat nun eine Ringleitung, sodass sie bei Beschädigung sofort auf die "Ausgleichstrasse" umgeschaltet werden kann und Stromausfälle, wie sie vor einem Jahr mal Innsbruck zur Hauptzeit lahmgelegt hatten, der Vergangenheit angehören.
In einem zeitlich strengen Fahrplan wurde vor den Umbauarbeiten ein Planungsprozess mit HauseigentümerInnen und Geschäftsleuten umgesetzt. MieterInnen waren auch eingeladen, das Interesse war aber gleich Null. Im südlichen Teil entstand auf Wunsch der Beteiligten ein zusätzlicher FußgängerInnenübergang, damit man bequem und ohne große Umwege zu den Geschäften kommen kann. Zusätzlich kommt auf der gesamten östlichen Seite der Straße eine Baumreihe. Die müssen wir noch pflanzen, aber nächstes Jahr können die Menschen schon die ersten rosa Blüten der Bäume genießen. Weiters gibt es beidseitig nicht nur Parkmöglichkeiten für Autos, sondern auch Mehrzweckstreifen für die RadfahrerInnen.
Nun gilt es noch, den nördlichen Teil der Wilhelm-Greil-Straße vor dem Winter fertigzustellen. Die Gehsteige werden mit Steinpflasterung - so wie in der Meraner Straße - aufgewertet. Ob wir es schaffen, alle Steine bis zum Winter zu verlegen, hängt natürlich vom Wetter ab. Wir sind natürlich sehr bemüht, alles fertigzustellen, um nicht im Frühjahr wieder Teilbereiche aufreißen zu müssen. Wenn wir dann alles unter Dach und Fach haben, haben wir einen weiteren schönen Straßenraum mit wunderschönem Blick auf die Nordkette.

Sonnenhangstiege steht bereit

Lange Umwege für die meisten FußgängerInnen sind nun durch die neue Sonnenhangstiege Vergangenheit. Die neue Sonnenhangstiege verbindet die Höttinger Au mit Hötting. Das neue Bauwerk ist beeindruckend, setzt allerdings ein bisschen Kondition voraus. Es sind über 230 Stufen zu erklimmen, im oberen Bereich gibt es eine Aussichtsplattform mit einer schönen Blutbuche. Die Sitzbänke bei der Plattform kommen erst noch. Der natürliche Bewuchs im steilen Gelände treibt auch schon aus und wird die Stiege schön auf beiden Seiten umhüllen.

Der Sonnenhang ist ein sehr steiles Gelände und es gab keinerlei Möglichkeit für FußgängerInnen, über das Gelände abzukürzen. Die Umwege für FußgängerInnen waren dementsprechend groß. Nun spart man sich zwischen 1 Kilometer bis zu 1,3 Kilometer - je nach Richtung. Eine barrierefreie Ausführung war leider aufgrund des steilen Geländes nicht umsetzbar.
Bei unserer Besichtigung sausten schon die Kinder des 5ten Gymnasiums hinauf. Auf meine Frage an einen der Jungs, wie ihm die neue Stiege gefalle, meinte er kurz und knapp: cool.


Die Beleuchtung der neuen Fußwegverbindung erfolgt sensibel und umweltfreundlich. So wie bereits an der Sill getestet, können die neuen Leuchten gedimmt werden und haben nur bei Benutzung durch FußgängerInnen die volle Leuchtkraft. Damit sparen wir einerseits Energie (knapp 80% zu herkömmlicher Beleuchtung), andererseits vermindern wir die Lichtverschmutzung. Das subjektive Sicherheitsgefühl wird in keinster Weise beeinträchtigt, da bei Benutzung die volle Leuchtkraft den Raum bestrahlt.

Neuregelung von Firmenparkkarten auf Schiene

Mit der Parkraumbewirtschaftung Neu ändert sich einiges auf Innsbrucker Stadtgebiet. Der zweite Schritt der Umsetzung erfolgt im November 2014. Da beginnen wir bereits mit den neuen Parkstraßenregelungen. AnrainerInnen bekommen eine AnwohnerInnenparkkarte, sofern keine Tiefgarage vorhanden ist. UnternehmerInnen bzw. Selbständige in diesen Gebieten möchten wir nun einen erleichterten Zugang zu Firmenparkkarten ermöglichen.

In Parkstraßen sollen zukünftig vereinfachte Voraussetzungen für eine Firmenparkkarte gelten. Die Parkstraßen unterliegen dem Tiroler Parkabgabegesetz und das ist nicht so streng wie in den Kurzparkzonen, das unter die STVO-Regelung fällt. In den Gebieten, die zukünftig mit einer Parkstraßenregelung belegt werden, um die AnrainerInnen zu entlasten, gibt es natürlich auch viele UnternehmerInnen. Diejenigen, die ihr Auto für KundInnenbesuche, Baustellenkontrollen etc brauchen, bekommen einen erleichterten Zugang zur Firmenparkkarten am Firmenstandort.

Was mich besonders freut und mir ein großes Anliegen ist, ist die neue Regelung für GründerInnen eines Unternehmens. Bisher hat sich die Katze nämlich in den Schwanz gebissen: Für eine Firmenparkkarte muss man nachweisen, dass das Auto für die Ausübung des Unternehmenszwecks benötigt wird. Nur, wie soll man das nachweisen, wenn man erst am Start steht? Daher entfällt zukünftig die Nachweispflicht für die ersten 6 Monate. Damit hat man Zeit, die Belege zu sammeln und bei Antrag auf eine 2-Jahres-Karte vorzulegen.

Natürlich muss die Verordnung noch vom Land Tirol geprüft werden. Schließlich können wir keine Lex Innsbruck erfinden. Bei OK des Landes kommen dann anschließend noch die Gremien der Stadt Innsbruck zum Zug (Stadtsenat und Gemeinderat). Ich gehe aber davon aus, dass diesmal sogar die ÖVP mitstimmen wird.

IVB-Jahreskarte um 330 Euro

Nun haben wir es geschafft. Es war viel Rechnerei, viel Diskussion und Abstimmung. Aber, Jubel, ab Feber 2015 können wir für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker ein IVB-Jahresticket um 330 Euro anbieten (derzeit 462 Euro). Das ist wirklich eine gute Unterstützung für die vielen Menschen, die bereits jetzt mit dem Öffentlichen Verkehr unterwegs sind und natürlich gehen wir davon aus, dass die JahreskartenbesitzerInnen in die Höhe schnellen. Der Preis ist attraktiv, das Angebot der IVB mit Bussen und Straßenbahnen bereits sehr gut.
Für sporadische Fahrten haben wir auch ein gutes Angebot parat. Der zukünftige 5-Fahrten-Schein um 8 Euro bietet die Einzelfahrt um 1,60 Euro. Diese Karten gibt es dann bei den Automaten und in den Vorverkaufsstellen, die über die gesamte Stadt verstreut sind.
Natürlich gibt es auch Verteuerungen. Der Einzelfahrschein direkt bei der Fahrerin/beim Fahrer geht deutlich hinauf und kostet dann 2,70 Euro. Es ist zwar bequem, sich nicht im Vorverkauf eine Karte zu organisieren, aber die Fahrzeiten verlängern sich dadurch sehr. Jeder Kauf im Bus/in der Straßenbahn hält alle anderen Fahrgäste auf - diejenigen, die schon drin sitzen und auch diejenigen, die bei anderen Haltestellen noch warten und über die Verspätungen verärgert sind. Wir haben viel diskutiert, ob wir den Verkauf überhaupt einstellen sollen. Andere Landeshauptstädte wie Graz, Linz oder Wien haben das schon lange, damit der Fahrplan eingehalten werden kann und Bus und Straßenbahn rasch wieder aus der Haltestelle rauskommen. Die Entscheidung ist pro Beibehaltung, aber mit einem teuren Tarif, gefallen.
Mit dem 5-Fahrten-Schein haben wir eine gute Alternative im Angebot für Öffi-NutzerInnen, die nur sporadisch Bus und Straßenbahn benutzen. Die Karte hat man schon in der Tasche und kann schnell die Busse/die Straßenbahn benützen.
Ich freue mich jedenfalls, dass nach diesen langwierigen Verhandlungen, nun den Innsbruckerinnen und Innsbruckern ein tolles Angebot für den Öffentlichen Verkehr unterbreitet werden kann.

Die nächsten 3 Tage - Städtetag in Graz

Der österreichische Städtetag findet alljährlich statt und ist ein Informationsaustausch und Vernetzungstreffen der politischen VertreterInnen und AbteilungsleiterInnen der Städte. Organisiert wird das Ganze vom Städtebund. Heuer darf ich den Vorsitz eines Arbeitskreises übernehmen mit dem spannenden Thema: Smart Urban Living: Meine Stadt - Mein LebensRAUM. Dazu gibt es 8 Unterthemen wie "Wie viel Dichte braucht die Stadt", "Der öffentliche Raum - Potenziale und Restriktionen", "Leerstand versus Frequenzbringer" und noch vieles mehr. Natürlich kann an einem Vormittag nicht die Lösung präsentiert werden. Da jedes Unterthema von Fachleuten begleitet wird, erwarte ich mir spannende Inputs und auch Erfahrungsaustausch. Man muss ja nicht alles selbst erfinden. Oft gibt es in anderen Städten bereits gute Lösungsansätze für spezifische Aufgabenstellungen, die eventuell übernommen werden können oder als guter Ansatz zum Weiterentwickeln dienen kann. Jedenfalls freue ich mich schon auf den Erfahrungsaustausch und ich komme - hoffentlich - mit einigen guten Ideen nach Hause.

myInnsbruck Jugendrat präsentierte uns die Vorschläge

Jugendliche in der Stadt haben gerade nicht viel Anerkennung. Vorwürfe von zu laut bis hin zu schlechtem Benehmen hören sie zur genüge. Eigentlich schade. Wir waren schließlich alle mal jung und haben durchaus ab und an über die Stränge geschlagen. 
Das Projekt "myInnsbruck Jugendrat" finde ich daher besonders interessant. Unter Anleitung des Kinder-Jugendbüros Graz konnten 18 Jugendliche zwischen 12 und 18 ihre Wünsche und Vorschläge an die Stadt Innsbruck ausarbeiten. Letzte Woche war dann Präsentation. So selbstsicher wie die Jugendlichen präsentierten, war ich in dem Alter nicht. Hut ab. Nach der Präsentation wurde noch an Thementischen weiterdiskutiert und weitergearbeitet. Die größten Hauptanliegen sind mehr Parks und Freiflächen, mehr jugendgerechte Veranstaltungen, mehr frei zugängliche Volleyballplätze für Kinder und Jugendliche, Umweltschutz, Toleranz und eine bunte und grünere Stadt.
Ich kann jetzt nur von einem Thementisch berichten, bei dem ich dabei war (Parks und Freiflächen). Zuhören war jetzt nicht unbedingt die Qualität meiner KollegInnen aus dem politischen Umfeld -:) Die Youngsters waren aber selbstsicher genug, um ihre Vorschläge weiter auszuarbeiten. Wir konnten einige Vorschläge, wie Freiflächen für Jugendliche besser nutzbar und ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden könnten, besprechen und auf Papier festhalten. Da sind nicht großartige Umbauten gemeint. Meist sind es kleine Sachen, die den Jugendlichen am Herzen liegen und die durchaus mit etwas gutem Willen von politischer Seite her umsetzbar sind. Eine große Freude hatten sie übrigens mit der Öffnung des Hofgartens. Eine wichtige Park- und Freifläche, die zum gemeinsamen Chillen einlädt. Von den anderen Thementischen kann ich jetzt nichts berichten, da ich leider weg musste. Ich bekomme aber sicherlich noch den Gesamtbericht, damit ein Überblick über die Themenvielfalt und den Vorschlägen auf den Tisch. Wichtig ist mir, dass Jugendliche nicht nur motiviert werden, mitzureden und mitzuarbeiten, sondern dass auch dementsprechende Handlungen der Erwachsenen folgen. Ansonsten ist es ein Pflanz und das wäre echt schade.

Radfahren belebt den Handel

Radabstellplätze werden oft von Geschäftsleuten mehr als störend als als KundInnenfreundlichkeit ausgelegt. Ein großer Anteil des Einkaufsverkehrs in der Innenstadt wird jedoch vom Radverkehr getragen. Nebst FußgängerInnen und ÖV-NutzerInnen ergibt sich mit dem Radverkehr gemeinsam ein Pool an Menschen von mehr als 2/3 des gesamten Verkehrs in der Innenstadt. Trotzdem wird das Auto meist noch als das Einkaufsgefährt von den Geschäftsleuten betrachtet. Es hat sich aber in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Einkaufen und genießen ohne Autostress wird immer mehr zum Trend und nicht nur in Innsbruck wird die Innenstadt mehrheitlich von Nicht-Autofahrenden besucht.
Untersuchungen haben aufgezeigt, dass AutofahrerInnen zwar pro Einkauf im Durchschnitt mehr Geld ausgeben, aber weniger oft einkaufen gehen. Daher dreht sich das Bild recht rasch, da alle anderen (FußgängerInnen, RadfahrerInnen und ÖV-NutzerInnen) zwar weniger pro Einkauf ausgeben, dafür aber öfter kommen und daher in Summe mehr konsumieren.


Die neu gestaltete Meraner Straße bot sich daher an, die Radständer mit der Warenwelt, die in dieser Straße angeboten wird, zu verknüpfen. Nicht mit Logos und Verkaufsslogan, sondern mit kreativen Illustrationen. Die gesamte Angebotspalette der Geschäfte in der Meraner Straße ist auf den Radständern ablesbar. Ich hab mal ein paar Fotos zusammengestellt. Das sind nur einige Motive, die zu finden sind. Auf den einzelnen Radständern sind feine Einzelheiten zu finden, die in hervorragendes Design gegossen, von 2 Grafikerinnen entworfen und umgesetzt wurden. TouristInnen haben die neuen Radständer schon im Fotovesier. Einfach mal vorbeischauen, es gibt nette Details zu entdecken.



Infotag zur Straßenbahn in der Reichenau

Vergangenen Mittwoch gab es eine Infoveranstaltung zur Straßenbahn durch die Reichenauer Straße. 2 Stunden vormittags, 2 Stunden nachmittags und noch einmal 2 1/2 Stunden am Abend. Vormittags und Nachmittags waren wir vor Ort, um Einzelfragen zu beantworten. Am Abend stellten wir uns dem Plenum für Fragen und natürlich auch für Befürchtungen/Sorgen zur Verfügung.
Die Straßenbahn bekommt in der Reichenauer Straße eine Eigentrasse, sodass nicht mehr überall, wo gewünscht und gewohnt, mit dem Auto gequert werden kann. Für die entfallenden Parkplätze haben wir Alternativen ausgearbeitet. Bedeutet zwar Fremdinanspruchnahme (da müssen wir in den angrenzenden Grünraum rein), aber wenn gewünscht, können wir mit den GrundstücksbesitzerInnen in Verhandlung treten.
Die Eigentrasse bedeutet natürlich eine Beschleunigung des Öffentlichen Verkehrs. Die FahrerInnen können Fahrt aufnehmen ohne ständig Angst haben zu müssen, dass Autofahrende ohne zu schauen, auf die gegenüberliegende Seite zufahren. Das Problem haben wir ja in der Brunecker Straße, wo es bereits 3 Unfälle zwischen ÖV und Autos mit verletzten Fahrgästen hatten. Daher gibt es ja in der Brunecker Straße nun die Schweller. Um dieses Problem erst gar nicht entstehen zu lassen, wird die Reichenauer Straße für den Autoverkehr bei den ampelgeregelten Kreuzungen eine Umkehrspur eingerichtet, sodass mit geringen Umwegen die Zufahrten zu den Privatparkplätzen möglich ist.


Immer wieder tauchte die Frage auf, warum wir die Straßenbahn bauen. Das Bild zeigt die Fahrgastkapazitäten der Straßenbahn gegenüber eines Gelenkbusses (gleich ob Diesel oder Oberleitung) auf. Die Ost-West-Achse, die von der Linie O bedient wird, ist die fahrgaststärkste Linie in Innsbruck. Täglich haben wir 35.000 Fahrgäste, Tendenz stark steigend. Auch in Innsbruck nehmen immer mehr Menschen den Öffentlichen Verkehr in Anspruch, nicht nur bei der S-Bahn. Das ist sehr erfreulich und um die Fahrgäste komfortabel an ihr Ziel zu bringen, braucht die Stadt Innsbruck wesentlich höhere Beförderungskapazitäten. Die Stadt Innsbruck nimmt nicht viele Millionen in die Hand, weil es so lustig ist, sondern weil die derzeitigen Kapazitäten schlicht und einfach nicht mehr ausreichen.

S-Bahn nimmt weiter an Fahrt auf

Seit im Dezember 2013 die S-Bahn noch öfters fährt, steigen die Fahrgastzahlen in erfreuliche Höhen. Jenbach - Innsbruck gibt es im Halbstunden-Takt, zu Stoßzeiten alle 15 Minuten. Plus 37 % an Fahrgästen zeigen, dass die Menschen das Verkehrsangebot annehmen und sich die stressige Autofahrt gerne ersparen. Auch ins Oberland und ins Wipptal wurden die Züge besser getaktet und verstärkt, sodass auch dort Fahrgastzahlsteigerungen zu vermelden sind.
Da spielt natürlich auch noch die Förderung des Landes Tirols für die PendlerInnen mit. Wer weiter als 20 Kilometer zu seinem/ihrem Arbeitsplatz hat, zahlt statt 10 Monate bei der Jahreskarte nur mehr 8 Monate. Das ist eine schöne Förderung, schließt aber alle aus, die unter 20 Kilometer Wegstrecke haben. In diesem Umkreis spielt sich für Innsbruck viel ab, sodass ich doch große Hoffnungen in die Landesregierung lege, ein Großraumticket auf die Füße zu stellen. Ich kann ja nur die Tarifreform in Innsbruck-Stadt vorantreiben. Alles über die Stadtgrenze hinaus können wir uns in Innsbruck wünschen, bestimmen tut aber das Land Tirol. 
Wichtig ist natürlich auch, dass es bei den Stationen P&R gibt, damit die NutzerInnen ihr Auto abstellen können. In die P&R-Plätze wird auch fleißig seitens des Landes Tirol und der ÖBB investiert, da bereits bestehende Plätze nicht mehr ausreichend sind.
Warum schreib ich hier von den S-Bahnen aus dem Ober-/Unterland und Wipptal? Es entlastet die Innsbruckerinnen und Innsbrucker von Lärm und Abgasen. Weniger Autos in der Stadt bedeuten auch weniger Wartezeiten bei Ampeln und Co. Von Stau red ich in Innsbruck nicht, da spielen wir Gott sei Dank in der Unterliga, wenn man Vergleiche mit anderen Städten zieht.

Die Hofgärten in Innsbruck sind frei

Mit diesen Worten verhalf heute Bundesminister Rupprechter einer jahrelangen Forderung der Innsbruckerinnen und Innsbrucker zum Durchbruch. Ich glaub, ich träume.
Die Hofgärten sind Bundesbesitz und der Rasen durfte nicht mal betreten werden, geschweige denn, dass man sich bei Sonnenschein in die Wiese legen durfte. Dafür sorgen die Parkwächter, die dieses Verbot im Hofgarten überwachten.
Die vielen Gespräche und Forderungen, die die Innsbrucker Politik mit der Bundesgartenverwaltung geführt hatte, stießen nur auf taube Ohren. Seit 2002 wurden Anträge im Gemeinderat eingebracht, den Hofgarten endlich als Liegewiese nutzbar zu machen. 2011 engagierten sich Jung und Alt und machten einen Flashmob bei bestem Wetter. Der Bedarf ist da, mitten in der Stadt sich einfach mal ins Grüne zu legen. Die Bundesgartenverwaltung zeigte den Innsbruckerinnen und Innsbruckern aber nur die kalte Schulter.

Für ein Jahr hat nun der Bundesminister die Wiesen des Hofgartens freigegeben. Bitte Getränkeverpackungen und sonstigen Müll immer mitnehmen und den Hofgarten nicht verdrecken lassen. Bitte sorgsam mit dem Rasen umgehen. Bei normaler Benutzung wird der Rasen nicht geschädigt und wir können uns nach einem Jahr vorbildlichen Verhaltens über die - hoffentlich ständige Freigabe - des Hofgartens freuen.

Ich habe eine riesengroße Freude damit. Sobald es endlich etwas wärmer wird und wieder die Sonne scheint, können wir eine wunderbare Grünoase mitten in Innsbruck endlich auch zum Ausruhen auf der Wiese nutzen.

Regionalbahnprojekt mit übergeordneter Kontrollinstanz

Nun haben wir endlich den Syndikatsvertrag für das Stadt-Land-Projekt Regionalbahn. Der Syndikatsvertrag ist ein Rahmenvertrag, der alle Belange zum Großprojekt zwischen Stadt und Land regelt. Natürlich arbeiten wir schon seit Baubeginn nach den Eckpunkten in diesem Vertragswerk. Mündlich war ja alles schon auf Schiene, schriftlich ist mir das Regelwerk natürlich viel lieber. Der nun einzurichtende Beirat ist quasi der Hüter des Regelwerks, er kontrolliert die notwendigen Beschlüsse und kontrolliert auch die Umsetzung des Großprojektes. Diese begleitenden Kontrolle ist für Großprojekte unumgänglich, damit alle Partner an einem Strang ziehen und nicht plötzlich auf "lustige" Ideen kommen. Bei der begleitenden Kontrolle geht es übrigens nicht um Detailfinanzen. Diese Kontrolle findet seit Beginn durch Externe statt - jeder Bauabschnitt wird auf Herz und Nieren in seiner finanziellen Gebarung geprüft. Natürlich ist im Syndikatsvertrag auch der finanzielle Schlüssel zwischen Stadt und Land festgeschrieben sowie die Nutzung des städtischen Schienennetzes durch die Regionalbahn. Wenn wir das Projekt dann endlich von Völs bis Rum haben, haben wir tolle Verknüpfungspunkte bei den S-Bahn-Haltestellen. Das kommt den vielen PendlerInnen und SchülerInnen/Studierenden zugute, die nach Innsbruck müssen, aber auch denjenigen, die aus Innsbruck auspendeln. Bis wir so weit sind, vergeht aber noch etwas Zeit.

Patscherkofel und die zusätzlichen Wünsche der Touristiker

Wir haben ja beschlossen, den Anlagen am Patscherkofel zur Stadt zurückzuholen. Das ist auch eine gute Sache, da der Patscherkofel als Naherholungsgebiet sehr wichtig ist. Die Pendelbahn ist das eigentliche Markenzeichen des Patscherkofels. Ob langfristig auch der Skibetrieb aufrecht erhalten bleibt, werden noch die politischen Debatten zeigen. Wichtig ist mir, dass diese Debatten kein Wünsch-Dir-Was-Konzert werden, sondern solide Finanzberechnungen der Entscheidung zugrundeliegen und keine Schulden dafür aufgenommen werden müssen. Das wird schon schwierig genug werden.

Diese Woche ist zudem die nächste Runde mit der Verbindung Schlick-Lizum eröffnet worden - der Traum der Touristiker. Aus ihrer Sicht heraus verständlich. Aus ökonomischer und ökologischer Sicht kann man aber nur den Kopf schütteln. Im Alpenraum stagnieren die SkifahrerInnenzahlen und sind zudem langfristig rückläufig, weil der Nachwuchs fehlt. Es ist ein hart umkämpfter Markt, wo es nur mehr darum geht, anderen Skigebieten Gäste wegzunehmen.

Der große Stolperstein bei diesem Traum ist, nebst der Finanzierung, das mächtige Kalkkögelmassiv, das ein Ruhegebiet ist. Jetzt kann man sich natürlich über das Ruhegebiet der Kalklögel lustig machen. Ruhegebiete stehen wirtschaftlichen Einzelinteressen immer wieder mal im Weg und sind einem starkem ökonomischen Druck ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, klar und deutlich zu machen, dass Ruhegebiete nicht den ökonomischen Interessen geopfert werden dürfen. Die ehemals politisch weise Entscheidung, die Kalkkögel den touristischen Erschließungswünschen zu entziehen, hat immer noch Gültigkeit. Auch wenn es manche Erschließungswütige nicht in den Kram passt.

Abgesehen davon, stelle ich die finanziellen Beteiligung, die die Stadt Innsbruck zu leisten hätte, stark in Frage. Wo haben wir denn den Goldesel, um das zu finanzieren? Mir ist keiner bekannt und wir haben wirklich ausreichend mit dem Patscherkofel zu tun. Schaffung bzw. Erhalt von Naherholungsgebieten, die für die BürgerInnen leistbar sind, sind für mich Aufgabe der öffentlichen Hand. Touristische Träume zu erfüllen mit einem genannten Tagesticketpreis von 42 Euro ist für mich keine öffentliche Aufgabe. Wenn das so ein großartiges Projekt ist, dann werden wohl Privatinvestoren den Betreibern die Türen einrennen und daher bitte nicht die Hand bei den SteuerzahlerInnen aufhalten.

Das Innsbrucker Stadtrad ist gestartet

Mit diesem zusätzlichen Mobilitätsangebot habe ich eine sehr große Freude. Soche Fahrradverleihsysteme gibt es ja schon in vielen Städten und überall wird es sehr gerne genutzt. Wir haben es noch nicht geschafft, alle Stationen aufzustellen, aber 14 sind ja schon im Straßenraum sichtbar. Das Innsbrucker Stadtrad ist ein gemeinsames Projekt zwischen Stadt und Land und wir sind quasi das Pilotprojekt. Das Fahrradverleihsystem soll auch in die Bezirksstädte wandern, sodass es zu einer noch besseren Vernetzung zwischen Fahrrad und Öffentlichen Verkehr kommt.


Die Tarife sind natürlich gestaffelt. Sinn und Zweck dieses Fahrradverleihsystems ist die kurze Nutzung des Fahrrades und nicht die "Privatisierung" für einen ganzen Tag. Die erste halbe Stunde kostet für GelegenheitsnutzerInnen 1 Euro. Stammkunden bekommen für einen Jahresbeitrag von 25 Euro die erste halbe Stunde gratis. Ein zusätzliches Zuckerl gibt es für Jahreskarten/HalbjahreskartenbesitzerInnen des VVT und der IVB. Da kostet der Jahresbeitrag 15 Euro. Die erste halbe Stunde ist natürlich ebenfalls gratis. In Innsbruck braucht man von A nach B nicht länger als eine halbe Stunde. In Wien hat man ja eine Stunde, Wien ist aber auch ein bisschen größer als Innsbruck.

Alle Infos - wie funktionierts, wie geht die registrierung etc. findet man auf http://stadtrad.ivb.at/.

Die Konflikte zu den Einspeistarifen bei der TIWAG nehmen kein Ende

Man kann nun zu den Einspeistarifen und diesem Fördermodell stehen wie man will. Wenn es langfristige Verträge gibt, hat man sich daran zu halten. Die TIWAG ließ ja schon einmal aufhorchen, als sie Privatbetreibern von Solaranlagen die Tarife stark kürzen wollte. Sie musste aufgrund zu großen öffentlichen Drucks wieder einen Schritt zurückgehen. Nun betrifft es Anlagen von Kleinbetrieben.

Derzeit spielt sich europaweit ein Kampf zwischen zentralistischen Energieversorgern und föderalistische Eigenversorgung ab. Natürlich wollen die großen Energieunternehmen den Markt alleine beherrschen und dementsprechend Geld verdienen. Und natürlich ist es für die Großen äußerst unangenehm, dass ihr jahrzehntelang funktionierendes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Die TIWAG ist im europäischen Kontext nur ein kleiner Zwerg. Trotzdem hat der Landesversorger über Jahrzehnte schalten und walten können, wie es gerade gepasst hat. Die Energiepreise sind im Keller (an der Leipziger Strombörse, nicht für uns Kleinkunden) und zusätzlich noch Strom eingespeist zu bekommen, den man gar nicht will, ist selbstverständlich etwas nervig. Jedoch lässt sich die Energiewende nicht mehr aufhalten. Die Dinosaurier müssen umdenken und Beteiligungsmodelle erarbeiten oder sie werden langfristig überrollt.

Hier noch der Artikel aus der Tiroler Tageszeitung, der die Unternehmen zur Weißglut bringt.

Tiroler Unternehmer schäumen: Stellt sich ein Betrieb eine kleine Solarstromanlage aufs Dach, bekommt es von der Tiwag kein Einspeisegeld mehr.
Von Max Strozzi
Innsbruck – Wieder Wirbel um die Einspeisevergütung für kleine Solarstrom-Anlagen bis 5 kWp. Der Tiroler Landesversorger Tiwag hat nun Gewerbekunden vom Einspeisetarif für neue Photovoltaik-Kleinanlagen ausgenommen. Stellen sich also Unternehmen – Tischler, Gärtnereien etc. – künftig eine kleine Solarstromanlage aufs Dach, bekommen sie für Überschussstrom keine Einspeisevergütung mehr. Die Vergütung von 9 Cent/kWh bekommen nur Private.
Tiwag-Vorstand Erich Entstrasser bestätigt gegenüber der TT das Ende der Kleinanlagen-Einspeisevergütung für Gewerbebetriebe. „Wir haben die Einspeisevergütung immer schon auf Privatpersonen eingeschränkt, dies aber nie im Detail überprüft“, so Entstrasser. Nun aber würden Tiwag-Mitarbeiter speziell darauf hingeweisen, diesbezüglich nur noch Privathaushalte zu fördern, betont Entstrasser. „Die Kleinanlagenförderung ist nicht für Gewerbetreibende gedacht, sondern für Privatpersonen“, sagt der Tiwag-Vorstand. Zudem würden Betriebe den Großteil ihres Solarstroms ohnehin selbst verbrauchen, weshalb sich die Einspeisevergütung für Überschussstrom erübrige.
Bis zum Vorjahr hatte hingegen noch jeder – ob Privatperson oder Gewerbebetrieb – Zugriff auf die Kleinanlagen-Einspeisevergütung der Tiwag, betonen Unternehmen. Sie fühlen sich nun vor den Kopf gestoßen. „Ich verstehe nicht, warum man als Kleinunternehmer jetzt keinen Fördertarif mehr bekommt. Das ist absolut unfair“, kritisiert etwa Johann Hlavka, Gesellschafter der Wörgler Technowin GmbH, die unter anderem auch Photovoltaikanlagen installiert: „Beim Verbund spielt es hingegen keine Rolle, ob es ein Gewerbebetrieb oder ein Privater ist.“ Etwa 20 % seiner Kunden für kleine Solarstrom­anlagen seien Gewerbebetriebe. Hlavka prangert auch die fehlende Information seitens der Tiwag an. Viele Photovoltaik-Unternehmen wüssten noch gar nicht, dass Gewerbetreibende für neu installierte, kleine Solarstromanlagen keine Einspeisevergütung mehr bekommen, meint er. „Ich habe bei der Tiwag angefragt. Doch aus den Unterlagen, die ich erhalten habe, ist dies gar nicht ersichtlich“, so Hlavka. „Seitens der Tiwag heißt es lediglich: Gewerbebetriebe erhalten dies nicht mehr und basta.“
Auch Arthur Sief, Chef des Solarunternehmens Siko Solar, trafen die Änderungen der Tiwag völlig unerwartet. „Das ist mir jetzt völlig neu“, sagte Sief, als ihn die TT mit den Neuerungen der Tiwag konfrontierte. „Das Umweltbewusstsein des Bürgers wird mit Füßen getreten“, kritisiert Sief. Auch wenn Betriebe ihren Solarstrom großteils selbst nutzen würden, gehe es um ein psychologisches Argument. „Es geht darum: Wenn man am Wochenende keinen Betrieb hat, bekommt man ein paar Cent“, so Sief. Die Tiwag tue sich keinen guten Dienst. Sief: „Nicht alle Stromanbieter sind auf ihrer Linie. Andere wie etwa die Stadtwerke Wörgl machen das Gegenteil und sind Vorreiter bei der Solarstromförderung.“


innsGARTL - ein nettes Projekt des Miteinanders

Nun hat das innsGARTL in der Reichenau offiziell eröffnet. Dass dieses Projekt des urban gardenings auf große Zustimmung stößt, merkt man allein daran, dass es keine Mietbeete mehr gibt. 120 Menschen werden zukünftig auf dem Campagnenreiter-Areal gärtnern. Gleich wie beim interkulturellen Garten in Wilten, wird nun gemeinsam Gemüse angepflanzt, Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitig unterstützt.
Da die Stadt dieses Grundstück aber in Zukunft für Wohnbau brauchen wird, gibt es nur eine vorübergehende Bleibe für das Projekt innsGARTL. Urban gardening zeichnet sich gerade dadurch aus, dass die Beete auch woanders hin verlegt werden können und recht flexibel agiert werden kann. Da der zukünftige Wohnbau für Keller/Tiefgarage in der Niederwasserperiode und somit in einen Spätherbst fällt, steht der Ernte des selbstgezogenen Gemüses nichts im Wege.
Ich gratuliere dem Verein "freipflanzen" zum gereiften Projekt innsGARTL und wünsche den Mitgliedern eine große vielfältige Ernte.

3 gute Kurzzusammenfassungen über kontroverse Themen

Diese 3 Kurzzusammenfassungen über viel diskutierte Themen in Innsbruck (aber nicht nur in Innsbruck) finde ich sehr interessant. Unterschiedliche Aspekte werden beleuchtet, wobei schon klar ist, dass die Differenzierung nicht alle freut. Alle Artikel sind aus der Tiroler Tageszeitung.

Viel Lärm um leiese Betteln
Egal ob sitzend in der Innsbrucker Innenstadt oder an Türen klopfend in den Gemeinden – Bettler gehören in Tirol längst zum Alltag.
Innsbruck – Beim Thema Betteln gehen die Wogen hoch. Vor allem in Innsbruck wird seit Monaten kontrovers über ein mögliches Bettelverbot diskutiert. Laut Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf gab es seit Jahresbeginn, also seit dem Inkrafttreten des neuen Landes-Polizeigesetzes, in Innsbruck 13 Anzeigen wegen aggressiven und eine Amtshandlung wegen organisierten Bettelns. Aktuell, so der Leiter der mobilen Überwachungsgruppe der Stadt Innsbruck (MÜG), Elmar Rizzoli, gehe man davon aus, dass täglich an die 30 Bettler unterwegs sind.
Aber nicht nur in Innsbruck stehen Begegnungen mit Bettlern auf der Tagesordnung. Daniela Schlemmer, Center-Managerin des Einkaufszentrums Stadtgalerien in Schwaz, erklärt, immer wieder habe ein Mann vor den Eingangstüren gebettelt, „der ein Bein nachzog. Dabei kann er normal gehen, das haben wir beobachtet. Schlimm finde ich, dass er auch seine junge Frau und ein Kleinkind beim Betteln dabei hat. Wir drohen dann mit Polizei, die kann aber offenbar nur eine Ausweiskontrolle machen.“ Es gibt laut Schlemmer jedoch auch positive Beispiele: „Jene, die sich originell verkleidet, sich still und höflich vor dem Center positionieren und auf ein paar Münzen hoffen.“
Der Schwazer Bürgermeister Hans Lintner bestätigt, dass es auch in Schwaz Bettler gibt: „In der Innenstadt und besonders sonntags vor den Kirchentüren. Wir haben den Verdacht, dass sie organisiert sind. Wir haben kein Problem mit ihnen. Mit einem gewissen Maß in sichtbarer Form sollte eine Gesellschaft schon umgehen können.“
„Im Bezirk Imst wurden im Jahr 2013 26 Personen wegen Bettelei angezeigt, zwei Verwaltungsstrafverfahren wurden abgeschlossen“, erklärt der stellvertretende Bezirkshauptmann Andreas Nagele. Heuer zählte er bislang sieben Anzeigen, die alle im Laufen sind. „Im Durchschnitt sprechen wir Strafen in der Höhe von 100 Euro aus“, sagt der Beamte. In der Bezirkshauptstadt Imst scheinen Bettelei, Roma oder illegales Zelten gar kein Thema zu sein: „Mir ist da nichts bekannt“, so der Imster FPÖ-Gemeinderat Helmut Hirschegger. Von einer direkten Häufung des Phänomens will auch die Bezirkschefin der FPÖ, Nadja Benda, nicht sprechen. Was die Bettelei angeht, so unterscheide sie sich deutlich von jener, wie sie etwa in Innsbruck stattfindet: „Bei uns gehen sie von Haus zu Haus, während sie in Innsbruck auf der Straße stehen, sitzen oder knien.“
In Osttirol sei das Betteln kein städtisches Phänomen. In der Lienzer Innenstadt seien so gut wie nie am Boden sitzende Menschen zu sehen, die Geld von den Passanten erbitten würden, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.
In den kleineren Umlandgemeinden und am Land sieht es anders aus, weiß die Polizei von Lienz, Matrei und Sillian. Regelmäßig würden Anrufe kommen, dass Bettler vor der Tür stünden, heißt es. „Bei uns sind die Leute besonders sensibel, die nahe der Kirche wohnen“, sagt der Matreier Postenkommandant Franz Riepler. „Sie haben Angst um den Opferstock.“ Aus den Gemeinden rund um Lienz komme fast täglich mindestens ein Beschwerdeanruf, schildert der Lienzer Kommandant Willi Winkler. „Es sind immer dieselben Leute, die mit einem Bus aus Klagenfurt kommen, um hier zu betteln. Die meisten stammen aus Rumänien.“ Auch Bernhard Kollreider von der Sillianer Polizei spricht von häufigen Anrufen aus der Bevölkerung.
In den Bezirken Kufstein, Kitzbühel, Landeck und Reutte gebe es so gut wie keine Bettler, teilten die zuständigen Behörden auf Anfrage mit. (TT)

„Wir werden mit einer Urangst konfrontiert“
Wenn wir Bettler sehen, begleitet uns laut Soziologe Max Preglau eine Mischung aus Angst, Ablehnung und schlechtem Gewissen.
Innsbruck – Ein Schritt zur Seite, ein kurzer Blick, ein ungutes Gefühl. Wie auch immer man den Menschen, die wortlos um Geld betteln, gegenübersteht – Gleichgültigkeit stellt sich beim Anblick der offen zur Schau getragenen Armut bei den wenigsten ein. „Das ungute Gefühl hat viele Gründe. Unter anderem kann das eine Urangst auslösen. Es besteht schließlich die Möglichkeit, sich irgendwann selbst in so einer Situation zu befinden“, erklärt der Innsbrucker Soziologe Max Preglau. Außerdem sei der Anblick selten „ein ästhetisches Erlebnis“. Es sei ein Schwall von Emotionen, der freigesetzt werde: „Dazu zählen natürlich auch schlechtes Gewissen und Aggression und Ablehnung der bettelnden Person gegenüber.“ Viele hätten das Gefühl, dass sie zwar helfen sollten, „es aber entweder nicht wollen oder nicht können“.
Außerdem löse der Anblick eines Bettlers aus, dass man bestimte Eigenschaften auf sich selbst projiziere: „Es lenkt die Aufmerksamkeit auf eigene Schwächen, Anfälligkeiten und die eigene Hilfsbedürftigkeit. Diese werden einem in einem extremen Ausmaß vor Augen geführt.“
Warum viele den Bettlern trotz schlechten Gewissens oftmals kein Geld geben? „Einerseits weil bei vielen eben negative Emotionen wie Ablehnung aufkommen. Wenn man die Bettler nicht sehen will, dann will man sie nicht unterstützen.“ Ein anderer Grund könnte aber auch sein, dass jemand gerade nicht das passende Geldstück bei sich hat. Organisierte Bettler würden mit einer auf Mitleid zielenden Masche am besten zum Ziel kommen, sagt Preglau: „Sie stellen Hilflosigkeit mit Demütigkeit zur Schau, etwa indem sie knien oder ein Kind dabei haben.“ Für Preglau stellt sich bei der Bettlerproblematik weniger die Frage nach Einzelschicksalen als vielmehr die Frage nach den Gründen für diese Entwicklung: „Die Wirtschaftssituation, in der wir sind, ist sehr schwierig. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen zu. Diese Missstände reichen weit bis in die Mittelschicht hinein. Es gibt enormen Reformbedarf.“
Eine der wenigen Studien über das Betteln führte das Institut Helix Austria im Auftrag des „Runden Tisch Menschenrechte“ in Salzburg durch. Dabei wurden 120 Bettler in der Mozartstadt auf der Straße und in Notquartierten befragt. „Es ist anzunehmen, dass die Situation in Innsbruck jener in Salzburg sehr ähnlich ist“, erklärt Angela Schoibl von Helix. Was anders sein könne, sei höchstens die Herkunft der Menschen.
„Dass es sich um Bettlerbanden handelt, ließ sich nicht bei den Befragungen nachweisen. Das kann zwar vorkommen, ist aber nicht die Norm“, sagt Schoibl. Organisiert seien die Menschen schon, aber aus einem anderen Grund. „Das geschieht eher aus dem Familienverbund oder dem Dorf heraus, dass man gemeinsam mit einem Auto nach Österreich fährt.“ In einem der Interviews habe es ein Bettler drastisch ausgedrückt: Solange es ihm auf der Straße besser gehe als zu Hause, werde er herkommen und betteln. Essen und Geld auf die Hand, das sei das, was für die Menschen zähle, sagten die Salzburger Studienautoren. (kaz, mw)

Getrübtes Gefühl von Sicherheit
Experten sind sich einig: Inns­bruck ist eine sichere Stadt. Die Präsenz von Drogendealern stört aber das Sicherheitsempfinden.
Von Denise Daum
Innsbruck – „Wie sicher ist Innsbruck?“ Diese Frage wollte der Verein Junge Stadt beantwortet wissen und lud Donnerstagabend Experten zur Podiumsdiskussion. Eine klare Antwort lieferte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler: „Innsbruck ist sicher.“ So sei in Innsbruck bei den Einbrüchen ein steter Rückgang zu verzeichnen, im Gegenzug stieg die Aufklärungsquote der angezeigten Straftaten von 36 Prozent (Jahr 2004) auf 50 Prozent (2013). Kirchler räumte aber ein, dass die Anzahl der Körperverletzungen und vor allem der Drogendelikte eklatant angestiegen ist. Der Stadtpolizeikommandant weiß, wer den Suchtgifthandel in Innsbrucks Straßen dominiert: die so genannte Nordafrikaner-Szene. „Durch die massive öffentliche Präsenz dieser Gruppe ist das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung angeschlagen. Ich verstehe auch jeden, der sich unwohl fühlt, wenn er auf Mitglieder dieser Szene trifft“, erklärte Kirchler.
„Innerhalb der rund 80 Personen umfassenden Nordafrikaner-Szene herrscht eine große Rivalität, die mit harten Mitteln ausgetragen wird“, wie Kirchler sagte. Übergriffe auf Bürger verüben diese Personen hingegen eher selten, wenn, dann handle es sich um Diebstähle und Straßenraub mit mäßiger Gewalteinwirkung. Die Mitglieder der Nordafrikaner-Szene stammen meist aus den Slums und „kommen für eine bestimmte Zeit hierher, um Geld zu verdienen“, weiß Kirchler.
Die Polizei ändere immer wieder ihre Strategie, um gegen diese Gruppe anzukommen. „Wir verhaften pro Jahr 60 Personen aus dieser Szene. Aber es kommen andere nach. Die Gruppe wird jährlich ausgetauscht“, sagte Kirchler.
Strafrechtsprofessor Andreas Scheil hält Innsbruck für „ziemlich sicher“. Zur Eindämmung des Suchgifthandels schlägt er eine Legalisierung von Cannabis vor. „Das Geschäft ist für die Nordafrikaner-Szene ist nur deshalb so lukrativ, weil Hasch verboten ist“, sagt Scheil. Strafen raufzusetzen, sei keine Lösung, vielmehr brauche es eine „gescheite Sozialpolitik“.


Beteiligungsprozess Anpruggen ist gestartet

Freitag abends war es soweit. Der Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Stadtteile St.Nikolaus und Mariahilf ging in die 2te Phase. Die 1te Phase beinhaltete das Abchecken der Struktur, das Befragen von einzelnen BewohnerInnen und fand sein Ende mit dem Stadtteilfest im Juni 2012, wo nocheinmal die Möglichkeit war, Anregungen und Ideen zu deponieren.



Nun, in der 2ten Phase, geht es ans Eingemachte. Gestern abend fand die erste Stadtteilkonferenz statt und es fanden sich mehr als 90 AnrainerInnen im Hort Kaysergarten ein. Sie wurden eingeladen, nun konkrete Handlungsfelder zu bearbeiten. In Kleingruppen soll dann über den Sommer gearbeitet werden. Es interessiert ja nicht jedes Thema, sodass man sich dort einklinken kann, wo man es möchte. Im Herbst folgt dann die 2te Stadtteilkonferenz, um die Ergebnisse der Kleingruppen wieder in die große Gruppe zurückzuspielen. Einfach wird das nicht. Für viele widersprüchliche Interessen sollte ein Kompromiss gefunden werden. Manchesmal wird kein Kompromiss möglich sein.
Aus den Arbeiten werden dann konkrete Handlungen abgeleitet. Einige können rasch umgesetzt werden, andere werden wiederum länger dauern. So zb. wenn es um Straßenraumgestaltung gehen soll.
Alle Informationen findet man übrigens unter www.anpruggen.at

Das nicht mehr ganz so geheime Freihandelsabkommen

Das TTIP ist ein Angriff auf Sozial- und Umweltstandards. Wenn ein Unternehmen in einem Land investieren will, muss es sich an die dortigen Gesetze halten. Darüber braucht man eigentlich gar nicht zu diskutieren, geschweige denn zu verhandeln, um die Gesetze umgehen zu können. Wenn einem Unternehmen die Standards nicht passen, dann soll es eben nicht investieren.

Hier ein guter Film über die Eckpfeiler der Wünsche der Konzerne.



RadlBörse Innsbruck 2014

Am Samstag, 5.4.2014, gibt es wieder die RadlBörse am Marktplatz. Organisiert wird das ganze von Argus Tirol, unterstützt von den PfadfinderInnen Allerheiligen mit viel Engagement und Einsatz.

Wie funktioniert's?
Man bringt sein Fahrrad von 8-10 Uhr zur Annahmestelle und checkt den gewünschten Preis für das Fahrrad. Was man für das gebrauchte Fahrrad verlangt, bleibt einem selbst überlassen. Wenn man sich nicht sicher ist, was das eigene Fahrrad eigentlich noch wert ist, kann gerne die Beratung der ARGUS-Mitglieder in Anspruch nehmen. Pro Fahrrad werden 2 Euro Annahmegebühr und zusätzlich 10% (max. 30 Euro) vom Verkaufserlös einbehalten. Der Erlös ist ein kleines Dankeschön für die Organisation und fließt selbstverständlich den Vereinen zu. Von 10-12 Uhr können Interessierte die Fahrräder kaufen. Um 12 sollte man wieder hin, um entweder Geld in Empfang zu nehmen oder das Fahrrad wieder mitzunehmen, weil es keine KäuferIn gab.

Es werden alle Arten von Fahrrädern angenommen - vom Citybike bis zum Kinderfahrrad, auch Fahrradanhänger können vorbeigebracht werden. Mehr Infos gibt es unter www.fahr.info.
In Völs gibt es übrigens auch eine RadlBörse. Die findet am Sonntag, 6.4.2014, beim Cyta statt.

Das Wasser, den Inn, besser erlebbar machen

Das war einer der Aufträge beim Neubau des Alten- und Pflegeheimes im O-Dorf. In diesem Bereich musste der Hochwasserschutz verbessert werden und was liegt da näher, als gleich die Zugänge zum Inn zu öffnen und zum Plantschen herzurichten. Nicht zum Schwimmen, das wäre zu gefährlich. Jedoch ist es möglich, die Uferbereiche so zu gestalten, dass man
a) dort Sonnenbaden kann
b) die Füße ins Wasser strecken kann
c) wenn gewünscht, auch mit Sand gespielt werden kann
Die Uferbereich waren vollkommen zugewachsen, sodass nur mehr ein geringer Teil des Ufers zum Aufenthalt und Entspannen verlockte. Gemeinsam mit dem Team um den Hochwasserschutz und dem Grünanlagenamt konnten wir uns gestern ein Bild der Arbeiten machen. Derzeit schaut es natürlich noch nicht so berauschend aus, da im Grünbereich die Humushügel aufgeschüttet sind, noch planiert werden muss und die Grassamen noch nicht ausgesät sind.
Man kann sich aber schon gut vorstellen, wie es zukünftig aussehen wird. Damit der Uferbereich nicht wieder zuwächst, gibt es selbstverständlich Pflege durch Gärtner des Grünanlagenamtes.
Mit diesen - im Vergleich mit dem Neubau des Alten- und Pflegeheimes - eigentlich kleinen Bereiches wird ein schöner Naherholungsraum für die BewohnerInnen des O-Dorfes aufgewertet.

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