Infotag zur Straßenbahn in der Reichenau

Vergangenen Mittwoch gab es eine Infoveranstaltung zur Straßenbahn durch die Reichenauer Straße. 2 Stunden vormittags, 2 Stunden nachmittags und noch einmal 2 1/2 Stunden am Abend. Vormittags und Nachmittags waren wir vor Ort, um Einzelfragen zu beantworten. Am Abend stellten wir uns dem Plenum für Fragen und natürlich auch für Befürchtungen/Sorgen zur Verfügung.
Die Straßenbahn bekommt in der Reichenauer Straße eine Eigentrasse, sodass nicht mehr überall, wo gewünscht und gewohnt, mit dem Auto gequert werden kann. Für die entfallenden Parkplätze haben wir Alternativen ausgearbeitet. Bedeutet zwar Fremdinanspruchnahme (da müssen wir in den angrenzenden Grünraum rein), aber wenn gewünscht, können wir mit den GrundstücksbesitzerInnen in Verhandlung treten.
Die Eigentrasse bedeutet natürlich eine Beschleunigung des Öffentlichen Verkehrs. Die FahrerInnen können Fahrt aufnehmen ohne ständig Angst haben zu müssen, dass Autofahrende ohne zu schauen, auf die gegenüberliegende Seite zufahren. Das Problem haben wir ja in der Brunecker Straße, wo es bereits 3 Unfälle zwischen ÖV und Autos mit verletzten Fahrgästen hatten. Daher gibt es ja in der Brunecker Straße nun die Schweller. Um dieses Problem erst gar nicht entstehen zu lassen, wird die Reichenauer Straße für den Autoverkehr bei den ampelgeregelten Kreuzungen eine Umkehrspur eingerichtet, sodass mit geringen Umwegen die Zufahrten zu den Privatparkplätzen möglich ist.


Immer wieder tauchte die Frage auf, warum wir die Straßenbahn bauen. Das Bild zeigt die Fahrgastkapazitäten der Straßenbahn gegenüber eines Gelenkbusses (gleich ob Diesel oder Oberleitung) auf. Die Ost-West-Achse, die von der Linie O bedient wird, ist die fahrgaststärkste Linie in Innsbruck. Täglich haben wir 35.000 Fahrgäste, Tendenz stark steigend. Auch in Innsbruck nehmen immer mehr Menschen den Öffentlichen Verkehr in Anspruch, nicht nur bei der S-Bahn. Das ist sehr erfreulich und um die Fahrgäste komfortabel an ihr Ziel zu bringen, braucht die Stadt Innsbruck wesentlich höhere Beförderungskapazitäten. Die Stadt Innsbruck nimmt nicht viele Millionen in die Hand, weil es so lustig ist, sondern weil die derzeitigen Kapazitäten schlicht und einfach nicht mehr ausreichen.

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