Enquete zur kommunalen Sicherheit

Jetzt komme ich endlich dazu, über unsere letztwöchige Enquete zur kommunalen Sicherheit zu berichten. Der ganze Tag war gefüllt mit kompetenten Vortragenden. Begonnen wurde mit einem Bericht der Vertreter aus Stuttgart. Stuttgart hat zB. ein gröberes Problem mit der Eventszene. Am Wochenende (aber nicht nur da) geht es in manchen Straßenzügen ordentlich zu. Übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum schlägt sich in gewalttätigen Auseindersetzungen nieder. Der Bericht umfasste die Maßnahmen, die die Polizei setzt, um dem Problem Herr zu werden. Weiter ging es mit BürgerInnenbeteiligung bei Sicherheitsfragen aus Schwechat und mit Städtischer Sicherheit bei Nacht. Vor allem die Gestaltung des öffentlichen Raums beeinflusst das subjektive Sicherheitsgefühl. Der Wiener Berichterstatter stellte das Instrument der Sozialraumanalyse vor. Warum fürchten sich manche Menschen, warum andere wieder nicht? Was macht der Raum aus Menschen und wie wird er von ihnen genutzt? Das ist natürlich ein sehr spannendes Thema, das sich langsam aber sicher seinen Weg in die politischen Debatten ebnet. Bevor Straßenräume, Plätze geplant und gebaut werden, muss die Frage gestellt werden: Wer nutzt derzeit, gibt es Konflikte und wie soll der Raum gestaltet werden, um möglichst viel öffentliches Leben beherbergen zu können.
Nachmittags ging es dann weiter mit Prävention Drogen und die Begleiterscheinungen von Drogenkonsum und -beschaffung. Das letzte Thema befasste sich mit Prävention bei Gewalt an Schulen. Gerade bei zweiterem wurde wieder klar aufgezeigt, wie wichtig Schulsozialarbeit ist, damit Kinder und Jugendliche in ihrer Not AnsprechpartnerInnen vorfinden, die nicht aus dem familiären Umfeld kommen. Einige angeführte Beispiele zeigten auf, wie sich die Konflikte aufstauen und, wenn nicht zeitgerecht eingegriffen werden kann, die Spirale der Gewalt sich zu drehen beginnt.
Ein spannender Tag mit vielen Inputs und vielen verschiedenen Schwerpunkten, die auch darauf verweisen, wie vielfältig das Sicherheitsgefühl jedeR einzelnen beeinflusst und geprägt wird.

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