Die Konflikte zu den Einspeistarifen bei der TIWAG nehmen kein Ende

Man kann nun zu den Einspeistarifen und diesem Fördermodell stehen wie man will. Wenn es langfristige Verträge gibt, hat man sich daran zu halten. Die TIWAG ließ ja schon einmal aufhorchen, als sie Privatbetreibern von Solaranlagen die Tarife stark kürzen wollte. Sie musste aufgrund zu großen öffentlichen Drucks wieder einen Schritt zurückgehen. Nun betrifft es Anlagen von Kleinbetrieben.

Derzeit spielt sich europaweit ein Kampf zwischen zentralistischen Energieversorgern und föderalistische Eigenversorgung ab. Natürlich wollen die großen Energieunternehmen den Markt alleine beherrschen und dementsprechend Geld verdienen. Und natürlich ist es für die Großen äußerst unangenehm, dass ihr jahrzehntelang funktionierendes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Die TIWAG ist im europäischen Kontext nur ein kleiner Zwerg. Trotzdem hat der Landesversorger über Jahrzehnte schalten und walten können, wie es gerade gepasst hat. Die Energiepreise sind im Keller (an der Leipziger Strombörse, nicht für uns Kleinkunden) und zusätzlich noch Strom eingespeist zu bekommen, den man gar nicht will, ist selbstverständlich etwas nervig. Jedoch lässt sich die Energiewende nicht mehr aufhalten. Die Dinosaurier müssen umdenken und Beteiligungsmodelle erarbeiten oder sie werden langfristig überrollt.

Hier noch der Artikel aus der Tiroler Tageszeitung, der die Unternehmen zur Weißglut bringt.

Tiroler Unternehmer schäumen: Stellt sich ein Betrieb eine kleine Solarstromanlage aufs Dach, bekommt es von der Tiwag kein Einspeisegeld mehr.
Von Max Strozzi
Innsbruck – Wieder Wirbel um die Einspeisevergütung für kleine Solarstrom-Anlagen bis 5 kWp. Der Tiroler Landesversorger Tiwag hat nun Gewerbekunden vom Einspeisetarif für neue Photovoltaik-Kleinanlagen ausgenommen. Stellen sich also Unternehmen – Tischler, Gärtnereien etc. – künftig eine kleine Solarstromanlage aufs Dach, bekommen sie für Überschussstrom keine Einspeisevergütung mehr. Die Vergütung von 9 Cent/kWh bekommen nur Private.
Tiwag-Vorstand Erich Entstrasser bestätigt gegenüber der TT das Ende der Kleinanlagen-Einspeisevergütung für Gewerbebetriebe. „Wir haben die Einspeisevergütung immer schon auf Privatpersonen eingeschränkt, dies aber nie im Detail überprüft“, so Entstrasser. Nun aber würden Tiwag-Mitarbeiter speziell darauf hingeweisen, diesbezüglich nur noch Privathaushalte zu fördern, betont Entstrasser. „Die Kleinanlagenförderung ist nicht für Gewerbetreibende gedacht, sondern für Privatpersonen“, sagt der Tiwag-Vorstand. Zudem würden Betriebe den Großteil ihres Solarstroms ohnehin selbst verbrauchen, weshalb sich die Einspeisevergütung für Überschussstrom erübrige.
Bis zum Vorjahr hatte hingegen noch jeder – ob Privatperson oder Gewerbebetrieb – Zugriff auf die Kleinanlagen-Einspeisevergütung der Tiwag, betonen Unternehmen. Sie fühlen sich nun vor den Kopf gestoßen. „Ich verstehe nicht, warum man als Kleinunternehmer jetzt keinen Fördertarif mehr bekommt. Das ist absolut unfair“, kritisiert etwa Johann Hlavka, Gesellschafter der Wörgler Technowin GmbH, die unter anderem auch Photovoltaikanlagen installiert: „Beim Verbund spielt es hingegen keine Rolle, ob es ein Gewerbebetrieb oder ein Privater ist.“ Etwa 20 % seiner Kunden für kleine Solarstrom­anlagen seien Gewerbebetriebe. Hlavka prangert auch die fehlende Information seitens der Tiwag an. Viele Photovoltaik-Unternehmen wüssten noch gar nicht, dass Gewerbetreibende für neu installierte, kleine Solarstromanlagen keine Einspeisevergütung mehr bekommen, meint er. „Ich habe bei der Tiwag angefragt. Doch aus den Unterlagen, die ich erhalten habe, ist dies gar nicht ersichtlich“, so Hlavka. „Seitens der Tiwag heißt es lediglich: Gewerbebetriebe erhalten dies nicht mehr und basta.“
Auch Arthur Sief, Chef des Solarunternehmens Siko Solar, trafen die Änderungen der Tiwag völlig unerwartet. „Das ist mir jetzt völlig neu“, sagte Sief, als ihn die TT mit den Neuerungen der Tiwag konfrontierte. „Das Umweltbewusstsein des Bürgers wird mit Füßen getreten“, kritisiert Sief. Auch wenn Betriebe ihren Solarstrom großteils selbst nutzen würden, gehe es um ein psychologisches Argument. „Es geht darum: Wenn man am Wochenende keinen Betrieb hat, bekommt man ein paar Cent“, so Sief. Die Tiwag tue sich keinen guten Dienst. Sief: „Nicht alle Stromanbieter sind auf ihrer Linie. Andere wie etwa die Stadtwerke Wörgl machen das Gegenteil und sind Vorreiter bei der Solarstromförderung.“


innsGARTL - ein nettes Projekt des Miteinanders

Nun hat das innsGARTL in der Reichenau offiziell eröffnet. Dass dieses Projekt des urban gardenings auf große Zustimmung stößt, merkt man allein daran, dass es keine Mietbeete mehr gibt. 120 Menschen werden zukünftig auf dem Campagnenreiter-Areal gärtnern. Gleich wie beim interkulturellen Garten in Wilten, wird nun gemeinsam Gemüse angepflanzt, Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitig unterstützt.
Da die Stadt dieses Grundstück aber in Zukunft für Wohnbau brauchen wird, gibt es nur eine vorübergehende Bleibe für das Projekt innsGARTL. Urban gardening zeichnet sich gerade dadurch aus, dass die Beete auch woanders hin verlegt werden können und recht flexibel agiert werden kann. Da der zukünftige Wohnbau für Keller/Tiefgarage in der Niederwasserperiode und somit in einen Spätherbst fällt, steht der Ernte des selbstgezogenen Gemüses nichts im Wege.
Ich gratuliere dem Verein "freipflanzen" zum gereiften Projekt innsGARTL und wünsche den Mitgliedern eine große vielfältige Ernte.

3 gute Kurzzusammenfassungen über kontroverse Themen

Diese 3 Kurzzusammenfassungen über viel diskutierte Themen in Innsbruck (aber nicht nur in Innsbruck) finde ich sehr interessant. Unterschiedliche Aspekte werden beleuchtet, wobei schon klar ist, dass die Differenzierung nicht alle freut. Alle Artikel sind aus der Tiroler Tageszeitung.

Viel Lärm um leiese Betteln
Egal ob sitzend in der Innsbrucker Innenstadt oder an Türen klopfend in den Gemeinden – Bettler gehören in Tirol längst zum Alltag.
Innsbruck – Beim Thema Betteln gehen die Wogen hoch. Vor allem in Innsbruck wird seit Monaten kontrovers über ein mögliches Bettelverbot diskutiert. Laut Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf gab es seit Jahresbeginn, also seit dem Inkrafttreten des neuen Landes-Polizeigesetzes, in Innsbruck 13 Anzeigen wegen aggressiven und eine Amtshandlung wegen organisierten Bettelns. Aktuell, so der Leiter der mobilen Überwachungsgruppe der Stadt Innsbruck (MÜG), Elmar Rizzoli, gehe man davon aus, dass täglich an die 30 Bettler unterwegs sind.
Aber nicht nur in Innsbruck stehen Begegnungen mit Bettlern auf der Tagesordnung. Daniela Schlemmer, Center-Managerin des Einkaufszentrums Stadtgalerien in Schwaz, erklärt, immer wieder habe ein Mann vor den Eingangstüren gebettelt, „der ein Bein nachzog. Dabei kann er normal gehen, das haben wir beobachtet. Schlimm finde ich, dass er auch seine junge Frau und ein Kleinkind beim Betteln dabei hat. Wir drohen dann mit Polizei, die kann aber offenbar nur eine Ausweiskontrolle machen.“ Es gibt laut Schlemmer jedoch auch positive Beispiele: „Jene, die sich originell verkleidet, sich still und höflich vor dem Center positionieren und auf ein paar Münzen hoffen.“
Der Schwazer Bürgermeister Hans Lintner bestätigt, dass es auch in Schwaz Bettler gibt: „In der Innenstadt und besonders sonntags vor den Kirchentüren. Wir haben den Verdacht, dass sie organisiert sind. Wir haben kein Problem mit ihnen. Mit einem gewissen Maß in sichtbarer Form sollte eine Gesellschaft schon umgehen können.“
„Im Bezirk Imst wurden im Jahr 2013 26 Personen wegen Bettelei angezeigt, zwei Verwaltungsstrafverfahren wurden abgeschlossen“, erklärt der stellvertretende Bezirkshauptmann Andreas Nagele. Heuer zählte er bislang sieben Anzeigen, die alle im Laufen sind. „Im Durchschnitt sprechen wir Strafen in der Höhe von 100 Euro aus“, sagt der Beamte. In der Bezirkshauptstadt Imst scheinen Bettelei, Roma oder illegales Zelten gar kein Thema zu sein: „Mir ist da nichts bekannt“, so der Imster FPÖ-Gemeinderat Helmut Hirschegger. Von einer direkten Häufung des Phänomens will auch die Bezirkschefin der FPÖ, Nadja Benda, nicht sprechen. Was die Bettelei angeht, so unterscheide sie sich deutlich von jener, wie sie etwa in Innsbruck stattfindet: „Bei uns gehen sie von Haus zu Haus, während sie in Innsbruck auf der Straße stehen, sitzen oder knien.“
In Osttirol sei das Betteln kein städtisches Phänomen. In der Lienzer Innenstadt seien so gut wie nie am Boden sitzende Menschen zu sehen, die Geld von den Passanten erbitten würden, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.
In den kleineren Umlandgemeinden und am Land sieht es anders aus, weiß die Polizei von Lienz, Matrei und Sillian. Regelmäßig würden Anrufe kommen, dass Bettler vor der Tür stünden, heißt es. „Bei uns sind die Leute besonders sensibel, die nahe der Kirche wohnen“, sagt der Matreier Postenkommandant Franz Riepler. „Sie haben Angst um den Opferstock.“ Aus den Gemeinden rund um Lienz komme fast täglich mindestens ein Beschwerdeanruf, schildert der Lienzer Kommandant Willi Winkler. „Es sind immer dieselben Leute, die mit einem Bus aus Klagenfurt kommen, um hier zu betteln. Die meisten stammen aus Rumänien.“ Auch Bernhard Kollreider von der Sillianer Polizei spricht von häufigen Anrufen aus der Bevölkerung.
In den Bezirken Kufstein, Kitzbühel, Landeck und Reutte gebe es so gut wie keine Bettler, teilten die zuständigen Behörden auf Anfrage mit. (TT)

„Wir werden mit einer Urangst konfrontiert“
Wenn wir Bettler sehen, begleitet uns laut Soziologe Max Preglau eine Mischung aus Angst, Ablehnung und schlechtem Gewissen.
Innsbruck – Ein Schritt zur Seite, ein kurzer Blick, ein ungutes Gefühl. Wie auch immer man den Menschen, die wortlos um Geld betteln, gegenübersteht – Gleichgültigkeit stellt sich beim Anblick der offen zur Schau getragenen Armut bei den wenigsten ein. „Das ungute Gefühl hat viele Gründe. Unter anderem kann das eine Urangst auslösen. Es besteht schließlich die Möglichkeit, sich irgendwann selbst in so einer Situation zu befinden“, erklärt der Innsbrucker Soziologe Max Preglau. Außerdem sei der Anblick selten „ein ästhetisches Erlebnis“. Es sei ein Schwall von Emotionen, der freigesetzt werde: „Dazu zählen natürlich auch schlechtes Gewissen und Aggression und Ablehnung der bettelnden Person gegenüber.“ Viele hätten das Gefühl, dass sie zwar helfen sollten, „es aber entweder nicht wollen oder nicht können“.
Außerdem löse der Anblick eines Bettlers aus, dass man bestimte Eigenschaften auf sich selbst projiziere: „Es lenkt die Aufmerksamkeit auf eigene Schwächen, Anfälligkeiten und die eigene Hilfsbedürftigkeit. Diese werden einem in einem extremen Ausmaß vor Augen geführt.“
Warum viele den Bettlern trotz schlechten Gewissens oftmals kein Geld geben? „Einerseits weil bei vielen eben negative Emotionen wie Ablehnung aufkommen. Wenn man die Bettler nicht sehen will, dann will man sie nicht unterstützen.“ Ein anderer Grund könnte aber auch sein, dass jemand gerade nicht das passende Geldstück bei sich hat. Organisierte Bettler würden mit einer auf Mitleid zielenden Masche am besten zum Ziel kommen, sagt Preglau: „Sie stellen Hilflosigkeit mit Demütigkeit zur Schau, etwa indem sie knien oder ein Kind dabei haben.“ Für Preglau stellt sich bei der Bettlerproblematik weniger die Frage nach Einzelschicksalen als vielmehr die Frage nach den Gründen für diese Entwicklung: „Die Wirtschaftssituation, in der wir sind, ist sehr schwierig. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen zu. Diese Missstände reichen weit bis in die Mittelschicht hinein. Es gibt enormen Reformbedarf.“
Eine der wenigen Studien über das Betteln führte das Institut Helix Austria im Auftrag des „Runden Tisch Menschenrechte“ in Salzburg durch. Dabei wurden 120 Bettler in der Mozartstadt auf der Straße und in Notquartierten befragt. „Es ist anzunehmen, dass die Situation in Innsbruck jener in Salzburg sehr ähnlich ist“, erklärt Angela Schoibl von Helix. Was anders sein könne, sei höchstens die Herkunft der Menschen.
„Dass es sich um Bettlerbanden handelt, ließ sich nicht bei den Befragungen nachweisen. Das kann zwar vorkommen, ist aber nicht die Norm“, sagt Schoibl. Organisiert seien die Menschen schon, aber aus einem anderen Grund. „Das geschieht eher aus dem Familienverbund oder dem Dorf heraus, dass man gemeinsam mit einem Auto nach Österreich fährt.“ In einem der Interviews habe es ein Bettler drastisch ausgedrückt: Solange es ihm auf der Straße besser gehe als zu Hause, werde er herkommen und betteln. Essen und Geld auf die Hand, das sei das, was für die Menschen zähle, sagten die Salzburger Studienautoren. (kaz, mw)

Getrübtes Gefühl von Sicherheit
Experten sind sich einig: Inns­bruck ist eine sichere Stadt. Die Präsenz von Drogendealern stört aber das Sicherheitsempfinden.
Von Denise Daum
Innsbruck – „Wie sicher ist Innsbruck?“ Diese Frage wollte der Verein Junge Stadt beantwortet wissen und lud Donnerstagabend Experten zur Podiumsdiskussion. Eine klare Antwort lieferte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler: „Innsbruck ist sicher.“ So sei in Innsbruck bei den Einbrüchen ein steter Rückgang zu verzeichnen, im Gegenzug stieg die Aufklärungsquote der angezeigten Straftaten von 36 Prozent (Jahr 2004) auf 50 Prozent (2013). Kirchler räumte aber ein, dass die Anzahl der Körperverletzungen und vor allem der Drogendelikte eklatant angestiegen ist. Der Stadtpolizeikommandant weiß, wer den Suchtgifthandel in Innsbrucks Straßen dominiert: die so genannte Nordafrikaner-Szene. „Durch die massive öffentliche Präsenz dieser Gruppe ist das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung angeschlagen. Ich verstehe auch jeden, der sich unwohl fühlt, wenn er auf Mitglieder dieser Szene trifft“, erklärte Kirchler.
„Innerhalb der rund 80 Personen umfassenden Nordafrikaner-Szene herrscht eine große Rivalität, die mit harten Mitteln ausgetragen wird“, wie Kirchler sagte. Übergriffe auf Bürger verüben diese Personen hingegen eher selten, wenn, dann handle es sich um Diebstähle und Straßenraub mit mäßiger Gewalteinwirkung. Die Mitglieder der Nordafrikaner-Szene stammen meist aus den Slums und „kommen für eine bestimmte Zeit hierher, um Geld zu verdienen“, weiß Kirchler.
Die Polizei ändere immer wieder ihre Strategie, um gegen diese Gruppe anzukommen. „Wir verhaften pro Jahr 60 Personen aus dieser Szene. Aber es kommen andere nach. Die Gruppe wird jährlich ausgetauscht“, sagte Kirchler.
Strafrechtsprofessor Andreas Scheil hält Innsbruck für „ziemlich sicher“. Zur Eindämmung des Suchgifthandels schlägt er eine Legalisierung von Cannabis vor. „Das Geschäft ist für die Nordafrikaner-Szene ist nur deshalb so lukrativ, weil Hasch verboten ist“, sagt Scheil. Strafen raufzusetzen, sei keine Lösung, vielmehr brauche es eine „gescheite Sozialpolitik“.


Beteiligungsprozess Anpruggen ist gestartet

Freitag abends war es soweit. Der Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Stadtteile St.Nikolaus und Mariahilf ging in die 2te Phase. Die 1te Phase beinhaltete das Abchecken der Struktur, das Befragen von einzelnen BewohnerInnen und fand sein Ende mit dem Stadtteilfest im Juni 2012, wo nocheinmal die Möglichkeit war, Anregungen und Ideen zu deponieren.



Nun, in der 2ten Phase, geht es ans Eingemachte. Gestern abend fand die erste Stadtteilkonferenz statt und es fanden sich mehr als 90 AnrainerInnen im Hort Kaysergarten ein. Sie wurden eingeladen, nun konkrete Handlungsfelder zu bearbeiten. In Kleingruppen soll dann über den Sommer gearbeitet werden. Es interessiert ja nicht jedes Thema, sodass man sich dort einklinken kann, wo man es möchte. Im Herbst folgt dann die 2te Stadtteilkonferenz, um die Ergebnisse der Kleingruppen wieder in die große Gruppe zurückzuspielen. Einfach wird das nicht. Für viele widersprüchliche Interessen sollte ein Kompromiss gefunden werden. Manchesmal wird kein Kompromiss möglich sein.
Aus den Arbeiten werden dann konkrete Handlungen abgeleitet. Einige können rasch umgesetzt werden, andere werden wiederum länger dauern. So zb. wenn es um Straßenraumgestaltung gehen soll.
Alle Informationen findet man übrigens unter www.anpruggen.at

Das nicht mehr ganz so geheime Freihandelsabkommen

Das TTIP ist ein Angriff auf Sozial- und Umweltstandards. Wenn ein Unternehmen in einem Land investieren will, muss es sich an die dortigen Gesetze halten. Darüber braucht man eigentlich gar nicht zu diskutieren, geschweige denn zu verhandeln, um die Gesetze umgehen zu können. Wenn einem Unternehmen die Standards nicht passen, dann soll es eben nicht investieren.

Hier ein guter Film über die Eckpfeiler der Wünsche der Konzerne.



RadlBörse Innsbruck 2014

Am Samstag, 5.4.2014, gibt es wieder die RadlBörse am Marktplatz. Organisiert wird das ganze von Argus Tirol, unterstützt von den PfadfinderInnen Allerheiligen mit viel Engagement und Einsatz.

Wie funktioniert's?
Man bringt sein Fahrrad von 8-10 Uhr zur Annahmestelle und checkt den gewünschten Preis für das Fahrrad. Was man für das gebrauchte Fahrrad verlangt, bleibt einem selbst überlassen. Wenn man sich nicht sicher ist, was das eigene Fahrrad eigentlich noch wert ist, kann gerne die Beratung der ARGUS-Mitglieder in Anspruch nehmen. Pro Fahrrad werden 2 Euro Annahmegebühr und zusätzlich 10% (max. 30 Euro) vom Verkaufserlös einbehalten. Der Erlös ist ein kleines Dankeschön für die Organisation und fließt selbstverständlich den Vereinen zu. Von 10-12 Uhr können Interessierte die Fahrräder kaufen. Um 12 sollte man wieder hin, um entweder Geld in Empfang zu nehmen oder das Fahrrad wieder mitzunehmen, weil es keine KäuferIn gab.

Es werden alle Arten von Fahrrädern angenommen - vom Citybike bis zum Kinderfahrrad, auch Fahrradanhänger können vorbeigebracht werden. Mehr Infos gibt es unter www.fahr.info.
In Völs gibt es übrigens auch eine RadlBörse. Die findet am Sonntag, 6.4.2014, beim Cyta statt.

Das Wasser, den Inn, besser erlebbar machen

Das war einer der Aufträge beim Neubau des Alten- und Pflegeheimes im O-Dorf. In diesem Bereich musste der Hochwasserschutz verbessert werden und was liegt da näher, als gleich die Zugänge zum Inn zu öffnen und zum Plantschen herzurichten. Nicht zum Schwimmen, das wäre zu gefährlich. Jedoch ist es möglich, die Uferbereiche so zu gestalten, dass man
a) dort Sonnenbaden kann
b) die Füße ins Wasser strecken kann
c) wenn gewünscht, auch mit Sand gespielt werden kann
Die Uferbereich waren vollkommen zugewachsen, sodass nur mehr ein geringer Teil des Ufers zum Aufenthalt und Entspannen verlockte. Gemeinsam mit dem Team um den Hochwasserschutz und dem Grünanlagenamt konnten wir uns gestern ein Bild der Arbeiten machen. Derzeit schaut es natürlich noch nicht so berauschend aus, da im Grünbereich die Humushügel aufgeschüttet sind, noch planiert werden muss und die Grassamen noch nicht ausgesät sind.
Man kann sich aber schon gut vorstellen, wie es zukünftig aussehen wird. Damit der Uferbereich nicht wieder zuwächst, gibt es selbstverständlich Pflege durch Gärtner des Grünanlagenamtes.
Mit diesen - im Vergleich mit dem Neubau des Alten- und Pflegeheimes - eigentlich kleinen Bereiches wird ein schöner Naherholungsraum für die BewohnerInnen des O-Dorfes aufgewertet.

Wilhelm-Greil-Straße bekommt neues Gesicht

Der Anlassfall, überhaupt über eine neue Gestaltung der Wilhelm-Greil-Straße nachzudenken, war und ist die derzeit stattfindende Verlegung der Starkstromringleitung der IKB. Wenn schon alles aufgegraben werden muss, dann überlegen wir unsererseits, ob die Gestaltung der Oberfläche gleich miteinbezogen werden soll. In diesem Fall fiel die Entscheidung pro Gestaltung aus.
Im Jänner und Feber 2014 wurde dann der Planungsbeteiligungsprozess durchgeführt. Anfang März wurden die Ergebnisse der 3 Abendrunden mit neun gewählten BürgerInnen (HauseigentümerIn und Wirtschaftstreibende) in die große Runde, bestehend aus allen geladenen BürgerInnen der ersten großen Infoveranstaltung, zurückgespiegelt und von diesen bewertet.
Wir hatten dann die Aufgabe, die ausgearbeiteten Kompromisse in einen Plan zu gießen - die gewünschten Baumstandorte checken (wegen eventueller Leitungen und Hausanschlüsse, die vergraben sein können), den gewünschten Übergang von Landhausplatz zu den Geschäften rechtlich prüfen, aber auch die gewünschten Ladezonen/Parkzonen/AnrainerInnenparkzonen umzusetzen. Ich finde, die Gruppe hat in einem sehr gut und strukturiert durchgeführten Beteiligungsprozess sehr hohe Kompetenz gezeigt und hat auch um Kompromisse gerungen. Dass manch Interesse integriert und ausverhandelt werden musste, liegt in der Natur solcher Prozesse. Ich war 2x beim Beteiligungsprozess dabei und habe jeweils eine Stunde zugehört. Nur zugehört, nicht eingemischt.
Leider können wir den Wunsch, auch den südlichen Teil der Wilhelm-Greil-Straße im Gehsteigbereich zu pflastern, derzeit aus budgetären Gründen nicht erfüllen. Aber aufgeschoben heißt nicht aufgehoben.
Wir bemühen uns, alles 2014 fertigstellen zu können. Es kann aber, sofern uns das Wetter vor allem in den Spätherbst hinein, einen Strich durch die Bauarbeiten macht, auch noch 2015 im Gehsteigbereich zu Pflasterarbeiten im nördlichen Bereich der Wilhelm-Greil-Straße kommen.

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