Tempo 100 auf großen Teilen des Autobahnnetzes in Tirol

Nun ist es bald soweit. Ab 20. November gilt auf der Inntalautobahn von Kufstein bis Zirl und auf der Brennerautobahn von Innsbruck bis Schönberg 100 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Emotionen vieler Autofahrender gehen bei einer solchen Maßnahme natürlich hoch. Man fühlt sich in der persönlichen Freiheit eingeschränkt und vergisst dabei, dass man die Freiheit anderer ignoriert.
Diese Maßnahme unterstützt die Bemühungen des Landes Tirol, die Luftgüte zu verbessern. Und atmen müssen wir alle. Zudem sinkt der Lärmpegel. Außerdem, und das wird gerne ignoriert, sinken die Unfallzahlen. Gerade auf Autobahnen sind Unfälle aufgrund der hohen Geschwindigkeit meist tödlich. Das sollten wir immer bedenken, wenn wieder mal die Emotionen wegen langsameren Fahren hochgehen.

Hier noch eine gute Übersicht, was die Maßnahme bringen wird.

Es geht nämlich noch weiter. Mit der Umsetzung des "gelinderen Mittels", die Luftschadstoffbelastung zu reduzieren und für alle die Geschwindigkeit zu reduzieren, hat das Land Tirol wieder die Möglichkeit, die Einführung des sektoralen Fahrverbots für LKWs mit unverderblicher Ware einzuführen.

Junge Grüne Innsbruck

Die Jungen Grünen Innsbruck starten durch : "I Change Innsbruck". So heißt auch die Website, ausgestattet mit einem interaktiven Tool, mit dem Jugendliche (und selbstverständlich auch alle anderen Menschen) in einer Karte eintragen können, was ihnen in Innsbruck fehlt (#musthaveIBK) und was ihnen gar nicht passt (#musthaveIBK). Natürlich können Jugendliche auch eintragen, was ihnen gefällt. Immer nur motschgern ist auch fad.

Und hier geht es zur Homepage: www.ichangeibk.at

Fossile Energieträger treiben die Kosten in die Höhe

Je nachdem, welchen Standard die Wohnung/das Haus hat, mit was man heizt oder wie man unterwegs ist, steigen die Kosten in den letzten Jahren unterschiedlich an. Die Übersicht bezieht die Kilometerleistungen auf die Mobilitätsart Auto. Diese Kosten können natürlich gesenkt werden, wenn man die Wege - sofern möglich - splittet und bei P&R-Anlagen in den Öffentlichen Verkehr umsteigt.

Der KlimaAktiv-Fonds und das Institut Erneuerbare Energie Österreich hat ein interessantes Booklet zusammengestellt (abrufbar auf www.faktencheck-energiewende.at). In dieser Zusammenstellung wird mit verschiedenen erfundenen Geschichten zur Energiewende aufgeräumt. Natürlich findet man auf der Homepage noch genügend vertiefende Hintergrundinformation. Es rentiert sich, für einen Überblick der klassischen Killerargumente, warum denn eine Energiewende nicht möglich sei, Zeit zu nehmen.




e5 Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden

Das Land Tirol zeichnet jährlich engagierte Gemeinden mit der Verleihung des Tiroler Energiepreises aus. Heuer war das erste Mal auch Innsbruck mit dabei. Innsbruck ist die österreichweit die größte Gemeinde beim e5-Programm. Die Gemeinden werden vorab einem strengen Audit unterzogen. Alle gesetzten Maßnahmen im Energiebereich werden geprüft und gecheckt. Bei diesem Programm unterstützen sich die Gemeinden auch gegenseitig mit Erfahrungsaustausch. Nicht jedes Rad muss schließlich neu erfunden werden.


Innsbruck hat auf Anhieb 3e bekommen. Unser kompetentes Team arbeitet tagtäglich an energieeffizienten Maßnahmen, die die BürgerInnen unterstützen. Mit unserem Förderprogramm für die Sanierung der Wohnungen schaffen wir Schritt für Schritt Behagen innerhalb der Wohnung und die Betriebskostensenkung lässt sich auch sehen. Das ist aber nicht die einzige Maßnahme, um in Innsbruck klima- und geldbörserlschonend leben zu können. In den nächsten 6 Jahren stellt Innsbruck die gesamte öffentliche Beleuchtung auf LED-Technologie um. Innsbruck hat über 10.000 Lichtpunkte, sodass sich die Einsparung an Energie ungefähr dem Verbrauch von 300 Haushalten entspricht.

Klimaschutz geht uns alle an

Tirol ist vom Klimawandel besonders hart betroffen! Das wissen wir nicht erst seit dem neuesten Klimabericht. Jedes zusätzliche Zehntel Temperaturanstieg hat weitreichende Folgen für Tirol.
Daher haben wir Klimaschutz zum Schwerpunktthema im Herbst erklärt. Klimaschutz als globale Herausforderung, die bei jedem Einzelnen beginnt - darauf baut unsere bewusstseinsbildende Kampagne auf:  "GUT FÜRS KLIMA. GUT FÜR MICH."  - dieses Motto ist Programm.
 
 
Wir haben zahlreiche alltagstaugliche und einfache Tipps zu einer Informationsbroschüre zusammengefasst, die es jedem ermöglichen durch kleine Verhaltensänderungen einen Beitrag für unser Klima zu leisten. Jede gesparte Kilowattstunde, jeder Liter Öl, der nicht verheizt, jeder Liter Bezin der nicht verbraucht wurde und jede Ressource die nicht verschwendet wird, ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Damit wir das anpacken können, haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die helfen können, ein nachhaltiges und gehaltvolles Leben zu führen. Es geht nicht darum, auf Lebensqualität zu verzichten, sondern darum, Lebensqualität bewusst zu erreichen. Ein klimafreundlicher Lebensstil ist ein Gewinn an Lebensqualität.

Auf politischer Ebene thematisieren wir nicht nur Klimaschutz  - wir machen Klimaschutzpolitik: Angefangen von der Klimaschutzstrategie, über das ambitionierte Ziel: "energieautonom 2050", bis hin zur stufenweisen Öffi-Tarifreform sowie dem größten Luftsanierungspaket seit dem EU-Beitritt. Aber das reicht natürlich nicht. Klimaschutz muss auf allen Ebenen angepackt werden. Jede Einzelne und jeder Einzelne ist gefragt. 

In den kommenden Wochen sind wir in ganz Tirol mit Standlaktionen unterwegs. Dort verteilen wir die von den Tiroler Grünen produzierte Informationsbroschüre und sammeln weitere Klimaschutzideen. Für jede Idee gibt es einen Biokräutertee. Des Weiteren verteilen wir Bioäpfel, Stofftaschen und Tassen.
 
In Innsbruck sind wir am Donnerstag, 23.10 und am Mittwoch, 5.11., jeweils von 15.30-17.30, am Franziskaner Platz zu finden.


Interessante Projekte in Grenoble

Der Erfahrungsaustausch in Grenoble war sehr interessant. Nebst einer ECO-City, die erst im Planungsstadium ist, besuchten wir ein ehemaliges Kasernengelände, das mitten in der Stadt liegt. Einerseits wurden die alten Offiziershäuser für Wohnen renoviert, andererseits entstanden viele neue Wohnungen. Oberste Priorität bei Sanierung und Neubau hatte eine möglichst hohe Energieeffizienz der Gebäude.


Die Gartenanlagen haben mich am meisten begeistert. Anstatt dem Einheitsbrei, den man sonst findet, wurde eine Hügellandschaft entworfen. Mit ganz vielen verschiedenen Baum- und Buscharten. Wasser für die Kinder zum Spielen gibt es natürlich auch. Bei uns leider noch undenkbar. Wir blockieren uns mit unserer selbst erzeugten Angst, dass hinter jedem Busch ein Verbrecher/eine Verbrecherin auf uns wartet. In anderen Gärten fand man statt Grashalme verwilderte Gärten, die ein Spaß für jedes Kind sind.
 

Das gesamte Gelände - hier im Modell - ist bereits mit annähernd Passivhausstandard bereits fertiggestellt und bietet 100erten Familien leistbaren Wohnraum.


Diese Straßenraumgestaltung fand ich auch sehr nett. Die mit Holzzaun eingerichteten kleinen Gärten sind auf alle Fälle hübscher als abgestellte Autos. Dazwischen sind Durchgänge für FußgängerInnen und Abstellplätze für Fahrräder.


Natürlich durfte ein Ausflug auf die Bastille mit der Gondelbahn nicht fehlen. Die erste Gondelbahn gab es bereits 1934. Am Ausflugsberg hat man eine schöne Übersicht über den Großraum Grenoble.



Tirol 2050 energieautonom

Jetzt bin ich etwas spät dran mit diesem Bericht. Aber unsere Reise nach Grenoble hat einige Zeit beansprucht.
Jedenfalls, Ernst Ulrich von Weizäcker war bei der Auftaktveranstaltung "Tirol 2050 energieautonom".


Das ist ein hehres Ziel und braucht besondere Anstrengung, ist aber machbar. Das Geld, das wir derzeit für Gas- und Ölimporte ins Ausland tragen, können wir gut für die Energieumstellung in Tirol gebrauchen. Einerseits braucht es hohe Energieeffizienz, andererseits natürlich Energieerzeugung. Damit können wir die Abhängigkeit von Öl und Gas drastisch senken und zugleich das Klima schützen.
Herr von Weizäcker brachte Energiepolitik und Klimaschutz auf den Punkt: "Klimaschutz bedeutet einen Ausbruch aus der alten Logik".  Das gleiche gilt für die Energiepolitik. More of the same ist nicht der Ausweg.

Hier noch der spannende Vortrag des Herrn von Weizäcker.

Neue Fahrradinfrastruktur beim Marktplatz

Nun ist es endlich so weit. Die Querung der Straße Richtung Marktplatz ist wesentlich fahrradfreundlicher ausgestaltet und wird auch schon fleißig genutzt.


Der Radweg aus der Innenstadt kommend (natürlich auch in der Gegenrichtung) ist ein stark frequentierter Radweg. Zuerst wollten wir weiter westlich eine Querung errichten. Da wir dafür aber dem Öffentlichen Verkehr, der hier seine Hauptroute hat, sehr viel Zeit weggenommen hätten, ließen wir die ursprüngliche Idee wieder fallen und verlegten unsere Überlegungen auf den oben abgebildeten Knotenpunkt.
Wir nutzten die Umbauarbeiten natürlich auch für eine barrierefreie Ausgestaltung für die FußgängerInnen, sodass nun beide - FußgängerInnen und RadfahrerInnen - wesentlich bequemer queren können.

Besuch der Partnerstadt Grenoble

Heute geht es ab nach Grenoble. Diese Städtepartnerschaft lag lange im Tiefschlaf und wird nun neu belebt. Grenoble, eine Alpenstadt wie Innsbruck, hat in den letzten 15 Jahren einiges an Energieeffizienz im Gebäudebereich weitergebracht. Das ist natürlich für uns sehr interessant und ich freue mich schon auf den Erfahrungsaustausch. Mit dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan und mit dem neuen EU-Programm Sinfonia ist die Stadt ebenfalls auf einem guten Weg, vor allem bei Effizienzmaßnahmen für Gebäude. Mit unserem Umstellungsprogramm der öffentlichen Beleuchtung, das in den nächsten 6 Jahren umgestetzt werden soll, erreichen wir ebenfalls hohe Energieeffizienz ohne Komfortverlust. Mit vielen Maßnahmen wird es auch die Stadt Innsbruck schaffen, sich als attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort zu etablieren und die Nase vorne zu haben.

Einstellungsquote für Menschen mit Behinderung bei städtischen Beteiligungen

Die Stadt Innsbruck und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe sind bereits vorbildlich. Menschen mit Behinderung sind herzlich willkommen. Anders sieht es da bei unseren städtischen Beteiligungen aus. Nun hatten wir die erste große Runde, um die Fakten auf den Tisch zu legen. Es ging aber vor allem darum, die Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen, eine bessere Vernetzung zu gewährleisten und Unterstützung bei der Einstellung der Menschen mit Behinderhung zu bieten. Leider gibt es immer noch ausreichend Vorurteile. Da die Stadt Innsbruck aber mit dem Behindertenbeirat ein kompetentes BeraterInnengremium hat, sollte es uns schlussendlich gelingen, auch in allen städtischen Beteiligungen Vorbild für andere Unternehmen zu werden. Nun läuft die Vernetzungsarbeit und ich bin schon gespannt, ob es bis zum nächsten Treffen aller Beteiligungen schon Erfolge zu berichten gibt.

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