Testlauf am Emile-Bethouart-Steg

Vielleicht ist das kurze Stück Geländer bereits einigen aufgefallen. Das ist unser Test, den wir gemeinsam mit dem Denkmalamt durchführen.


Im Zuge des Anpruggen-Prozesses wurde der große Wunsch geäußert, den Emile-Bethouart-Steg endlich für RadfahrerInnen zu öffnen. Da das Geländer aber zu nieder ist und die Vorschriften vorgeben, dass ein Geländer auf Brücken mit Radverkehr höher zu sein hat, müssen wir noch herumtesten, was sich am besten bei der denkmalgeschützten Brücke eignet. Ich finde die Vorschriften ja etwas übertrieben. Am Bild sieht man ja auch das Gitternetz. Ebenfalls eine Vorschrift, weil es könnte ja ein Kind hinunterfallen. Wenn man bedenkt, dass sich das letzte bekannte Ereignis, wo jemand runtergefallen ist, beim Kampf der Andreas-Hofer-Mannen mit den Franzosen auf dieser Brücke ereignet hat, könnte man schon annehmen, dass die Brücke eigentlich recht sicher gebaut worden ist -:)

Probelauf bei der Volksschule Leitgeb I

Heute starten wir einen Probelauf bei der Volksschule Leitgeb I in Pradl für einen Monat. Wir sperren morgens und mittags kurzfristig die Straße direkt beim Ein-/Ausgang der Schule. Dieses Modell haben wir schon in Bozen begutachtet und es funktioniert wunderbar. Was ist das Problem, das solche Maßnahmen notwendig macht? Erwachsene können manchesmal ganz schön mühsam sein. Die Eltern würden am liebsten mit dem Auto ins Klassenzimmer fahren. Und weil die Erwachsenen sich furchtbar gestresst geben, fahren sie viel zu schnell und vor der Schule wird überhaupt keine Rücksicht mehr genommen. Dieses Verhalten gefährdet natürlich alle Kinder, die diese Schule besuchen. Die Direktorin und der Elternverein haben sich daher hilfesuchend an die Stadt gewandt. Alle Apelle des Elternvereins und der Direktorin an die Eltern haben leider nichts gebracht. Es wurde weiterhin in zweiter Spur geparkt, der Zebrastreifen zugestellt und viel zu schnell um die Kurve gerast.


Wir haben daraufhin verschiedene Möglichkeiten durchbesprochen. Die effizienteste Maßnahme ist die Sperre. Natürlich haben wir für die gestressten Eltern eine eigene Zone eingerichtet, wo sie ihre Kinder aus dem Auto steigen lassen können. Nun probieren wir diese Maßnahme für ein Monat und hoffen, dass sich das Verhalten der Erwachsenen vielleicht doch einmal bessert und mehr Rücksichtnahme auf die Kinder genommen wird.

Umweltpreis der Stadt Innbruck

Mitte der Woche konnten wir den Umweltpreis der Stadt Innsbruck übergeben. Heuer wurden 8 Projekte eingereicht, von welchen sich 3 besonders hervorhoben. Die Qual der Wahl war wirklich schwierig, sodass wir 2 Preise vergaben + 1 Anerkennungspreis.

Alle drei Projekt betreffen Schulen.
1x die erste Fahrradschule Österreichs, NMS Wilten
1x Tauschen statt neukaufen, VS Angergasse
1x Waterfoot-Print, Reithmanngymnasium

Alle drei Schulen engagieren sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Preisverleihung nahmen wir im Turnsaal der NMS Wilten vor, da natürlich alle beteiligten Kinder eingeladen waren. Da haben ganz schön ordentlich Platz gebraucht. Der Festakt wurde von 2 Geigenvirtuosinnen begleitet (10 und 11 Jahre), die unglaublich gut gespielt haben. Nach den Reden und der Preisübergabe gab es natürlich noch eine Jause für die Kinder und Jugendlichen.

Pedibusprojekt Praxisvolksschule Wilten

Es ist wie verhext. Es passieren so viele tolle Sachen in Innsbruck und ich komm nicht dazu, darüber zu berichten. Ein tolles Projekt, das mit viel Engagement der Eltern aufgebaut wurde, ist der Pedibus der Praxisvolksschule Wilten. Eltern sammeln auf dem Weg zur Schule bei extra gekennzeichneten Haltestellen weitere Kinder ein und bringen sie sicher zum Zielort. Die Kinder wollen zu Fuß gehen, wollen ihre MitschülerInnen treffen und auf dem Weg zur Schule noch wichtige Sachen besprechen. 16 ehrenamtlich tätige Eltern begleiten nun die Kinder auf ihrem Weg. Der Elternverein spricht schon von einem "Busunternehmen", da durch das Engagement der Eltern bereits 4 "Linien" eingerichtet werden konnten. Diese Linien haben auch Namen - Tempolino, Speckolino, Olympibus und die Kurzstreckenlinie Flohhüpfer. Die Namen haben die Kinder im Rahmen eines Wettbewerbs ausgesucht. Ich gratuliere dem Elternverein, der mit viel Einsatz diese tolle Initiative auf die Beine gestellt hat.

Tag der Sonne in Innsbruck

Der 8. Mai ist der "Tag der Sonne". Die Stadt Innsbruck hat dieses Datum genutzt, um die Wichtigkeit der Sonne als Energieform ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Sonnenenergie ist ein wichtiger Faktor für die Energiegewinnung, um Schritt für Schritt unser Abhängigkeit von Öl und Gas zu reduzieren.



Die lange Stoffbahn wurde Stück für Stück von Volksschulkindern bemalt und zum Rathausbalkon gespannt. Die Sonnenblume der IKB produziert so viel Sonnenstrom wie ein normaler Haushalt verbraucht. Die "Blume" dreht sich natürlich - wie die richtige Sonnenblume - mit der Sonne mit.


Dazu gab es noch Informationen der Energie Tirol, Vorträge von AlpS zu Klimawandel und Informationen zu den Förderschienen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck. Wir als Stadt haben seit 2013 für die Sanierung der Wohngebäude, für Sonnenstrom und für Wärmepumpen zusätzliche Förderungen im Budget, um den InnsbruckerInnen die Sanierung zu erleichtern und ein Stück unabhängiger zu werden.
Wer Interesse an den Zielsetzungen der Stadt Innsbruck und am Förderprogramm für energetische Sanierung hat, kann einfach mal auf http://energie.innsbruck.gv.at vorbeischauen.

Der Dürerblick im Waltherpark

Ein kleiner, unscheinbarer Pavillon, erstrahlt im neuen Glanz. Der Pavillon heißt Dürerblick. Von dort aus soll der Maler Dürer sein Bild von Innsbruck gemalt haben. Während des BürgerInnenbeteiligungsprozesses Anpruggen wurde der Wunsch geäußert, den schon etwas in die Jahre gekommenen Pavillon zu restaurieren und eine bessere Aufenthaltsqualität zu geben. Diesem Wunsch kam die Stadt Innsbruck nach. Gestern versammelten sich die AnpruggnerInnen zur feierlichen Einweihung des neuen Pavillons.


Wenn stilisierte Silhoutte ist der Skyline auf Dürers Bild nachempfunden. Beim Pavillon selbst gibt es auch noch eine kleine Tafel mit dem Bild selbst. Das Original ist im übrigen nicht in Innsbruck, sondern in der Albertina in Wien. Dürers Bild stellt die Altstadt um 1500 dar, die Berge im Hintergrund stimmen nicht wirklich. Aber macht ja nichts. Einfach mal hinschauen und genießen. Beim Anpruggen-Fest am 30. Mai gibt es außerdem Führungen zum geschichtlichen Hintergrund des Bildes von Albrecht Dürer.

NMS Wilten ist die erste Fahrradschule Österreichs

Heute konnten SchülerInnen, LehrerInnen und Direktorin die Beitrittserklärung zur Klimabündnis-Schule entgegen nehmen. Die Schule ist eine Ökologieschule und beschäftigt sich schon lange mit Klima, Auswirkungen des Klimawandels und was man als einzelne Person alles beitragen kann. Dazu gehört natürlich auch die Mobilität. Wie komme ich klimaschonend von A nach B? Das ist eine essentielle Frage, da mit der Mobilität auch Kosten verbunden sind. Am teuersten und klimaschädlichsten ist die Fortbewegung mit dem Auto. Wenn sich Alltagswege durch zu Fuß gehen oder mit Fahrrad ersetzen lassen, spart man sich sehr viel Geld. Das geht natürlich nicht für alle Wege, aber ein großer Teil der Wege lässt sich klimaschonend zurücklegen.
Die nun erste Fahrradschule Österreichs - die NMS Wilten - zeigt, dass das Fahrrad Kindern Unabhängigkeit, Flexibilität und Bewegung in einem bieten kann. Das Elterntaxi ist bequem, klar. Aber selber seinen Weg bestimmen, ist für Kinder viel toller. Dabei kann auch noch bei der Ressource Öl gespart werden.



Am Landhausplatz war auch ein Geschicklichkeitstrainingsparcour aufgebaut. Sicheres Fahrradfahren ist gerade in der Stadt wichtig. In der ersten Fahrradschule Österreichs gibt es natürlich auch Fahrradtraining im Sportunterricht, Radausflüge, Rad-Reparaturwerkstatt im Werkunterricht und vieles mehr.












Ich danke den engagierten LehrerInnen und der Direktorin der NMS Wilten für ihren Einsatz und ihr Bemühen.

Interessante Interpretationen über grüne Regierungsbeteiligungen

Heute stieß ich in der Presse auf einen interessanten Artikel, wo Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Rössler quasi unterstellt wird, dass Grüne in der Landesregierung ihre Koalitionspartner vor sich her treiben würde. Das gleiche Lied hört man in Tirol und in Wien.
Was ist passiert? Es wurde in die Raumordnung eingegriffen. Dieses Gebiet gehört zu LH-Stellvertreterin Rössler. Und das ist gut so. Landauf landab wird geklagt, dass wertvoller landwirtschaftlicher Grund durch Fachmarktzentren und sonstiger Einkaufszentren verbaut werde (dieses Lied wird in Tirol gerne vom ÖVP-Bauernbund gesungen). Da Umwidmung von Freiland in Bauland über das jeweilige Bundesland muss, haben die Gemeinden nun in Salzburg Land den großen Jammer. Aktuell eine Gemeinde mit ÖVP-Bürgermeister, die das xte Fachmarktzentrum im Freiland sich genehmigen lassen wollte. Mit den neuen Raumordnungsvorgaben, die in der Landesregierung ausgearbeitet wurden, geht das aber nicht mehr so einfach. Wenn ich jetzt in Salzburg Land bleibe, braucht man sich nur den immensen Flächenverbrauch von Saalfelden bis Zell am See ansehen. Das schaut furchtbar aus. Flächenverbrauch für ein paar wenige Fachmärkte, wo man eh überall das gleiche bekommt und natürlich Verkehr ohne Ende, der sich entlang der Landesstraße regelmäßig zu bestimmten Tageszeiten im Schritttempo von A nach B quält. Bei uns sieht es aber auch nicht besser aus. Das Problem bei den Gemeindewünschen sind die gemeindeeigenen Steuern, in dem Fall die Kommunalabgabe, die Betriebe pro Angestellten abzuliefern haben. Natürlich verstehe ich, dass jede Gemeinde schaut, möglichst viel Betrieben auf eigenem Gebiet anzusiedeln, schließlich sind das Einnahmen. Nur, wir müssen weg von diesem Kirchturmdenken, das zu Flächenfraß und übermäßiger Verschwendung wertvoller Kulturgründe zur Folge hat. Bin gespannt, ob dies auch Thema beim Finanzausgleich sein wird.
Jedenfalls bin ich froh, dass lang vor sich hergeschobene Themen, die weder von ÖVP noch von SPÖ angegriffen wurden, endlich bearbeitet werden. Ob sich bezüglich Raumordnung auch in Tirol was ändert, steht in den Sternen. Die Abteilung Raumordnung ist in Tirol bei der ÖVP.

Was passiert mit den Recyclingstoffen?

Verpackungen, Elektroschrott, Bioabfälle und co werden gesammelt. Aber was passiert mit diesem Wohlstandsabfall? Mitglieder des Umweltausschusses und des Tiroler Umweltvereins machten sich letzten Freitag auf nach Pfaffenhofen, um bei der Fa. Höpperger die Recyclingwege zu begutachten. Die Fa. Höpperger führte uns in die Welt des Recyclings ein. Die riesigen Maschinen für den Verpackungsrecycling und für Elektroschrott waren beeindruckend. Hier ein paar Impressionen. Und ein herzliches Dankeschön an die Fa. Höpperger für die tolle Führung.







Biodiver©ity-Projekt ist gestartet

Gestern fand die Eröffnung des Biodiver©ity-Projektes beim Landestheater statt. Berufsschulen, eine Neue Mittelschule und eine Volksschule arbeiten gemeinsam an diesem Projekt, das von Stadt und Land unterstützt wird. Natur trifft Stadt, Stadt trifft Natur - das Engagement der SchülerInnen und Lehrlinge und natürlich nicht zu vergessen - der LehrerInnen - ist wirklich beeindruckend. Das 3-jährige Projekt wird zudem von der Universität begleitet. Das ist eine gelungene Kooperation über sämtliche Bildungseinrichtungen.

Die Modellinsekten stammen von SchülerInnen der neuen Mittelschule. Tolle Konstruktionen.



Nebst der Blumenvielfalt, die gepflanzt wurde, wurde von der Berufsschule auch bei den Trögen experimentiert. Mit einem quasi Tiefdruckverfahren entstehen je nach Standpunkt durch Licht/Schatten Bilder auf den Flächen der Blumentröge. Hingehen und ausprobieren, welche Stadtansichten sich eröffnen.




Geballte Frauenpower in Bozen

Letzte Woche fand das erste große Vernetzungstreffen der Politikerinnen auf Gemeinde- und Landesebene aus Tirol und Südtirol in Bozen statt. Nun habe ich die Fotos erhalten. Ich wünsche mir, dass in ein paar Jahren mindestens 3x so viele Frauen auf Gemeinde- und Landesebene mitbestimmen und ihr Wissen und Können einbringen.



"Biodiver©ity" trifft Stadt

Das ist ein tolles Projekt. SchülerInnen der Tiroler Fachberufsschulen (TFBS) schaffen Lebensräume für Insekten und Pflanzen an den verschiedensten öffentlichen Orten in Innsbruck. Das Projekt startete im Herbst 2014 mit allen Vorarbeiten über den Winter. Nun können die SchülerInnen ihre Arbeiten in Parks, Grünanlagen aber auch auf innerstädtischen Plätzen präsentieren. Von Frühling bis in den Herbst hinein können die BesucherInnen, Vorbeieilende oder auch Verweilende die Pracht genießen. Natur und Vielfalt kann auch in der Stadt gedeihen.
Um das Projekt überhaupt umsetzen zu können, braucht es natürlich viele verschiedene ProjektpartnerInnen, die ihr Wissen und Können einbringen. Von den SchülerInnen der der TFBS Bautechnik und Malerei bis zu den LandschaftsgärtnerInnen, Unterstützung einer externen Firma, die die Pflanzengefäße liefert bis hin zur Begleitung durch die Univeristät schaffen viele kreative und helfende Hände blühende Räume in unserer Stadt.
Am 15. April findet eine kleine Eröffnungsveranstaltung vor dem Landestheater mit allen Projektbeteiligten statt (Start: 11 Uhr).

Endlich können wir die Karwendelbrücke verbreitern ...

... und außerdem die Freiburger Brücke - eine ebenfalls wichtige Radverbindung - wenigstens im Richtungsverkehr für Radfahrende besser nutzbar machen.
Zuerst richten wir die Freiburger Brücke her. Gemeinsam mit dem Land Tirol (die Straße und Brücke gehört dem Land) verbreitern wir auf beiden Seiten den Gehsteig, damit in der jeweiligen Fahrtrichtung die Radfahrenden gemeinsam mit den FußgängerInnen den geschützen Bereich am Gehsteig nutzen können. Normalerwiese mag ich es ja nicht, wenn FußgängerInnen und RadfahrerInnen sich einen kleinen Teil des gesamten breiten Straßenraums teilen müssen. Die jeweils zweispurigen Fahrbahnen für den Autoverkehr könnten ja auch zugunsten der FußgängerInnen und RadfahrerInnen verringert werden. Soweit sind wir aber in Innsbruck noch nicht. Was sich die Mehrheit der politischen VertreterInnen andere Städte schon längst trauen, muss hier erst mühsam erarbeitet werden. Damit derweilen Radfahrende nicht unter die Autoräder kommen (die Geschwindigkeit des Autoverkehrs ist viel zu bedrohlich und gefährlich), verbreitern wir den Gehsteig, um ein gedeihliches Miteinander von Fuß- und Radverkehr zu vermöglichen. Natürlich werden die Zu- und Abgänge zur beliebten beidseitigen Innpromenade auch hergestellt.
Erst wenn wir die Freiburger Brücke fertig haben, folgt die zweite - die Verbreiterung der ÖBB-Brücke = Karwendelbrücke. Die Verhandlungen mit der ÖBB waren zäh und ich danke den Mitarbeitern der Stadt, dass sie geduldig und hartnäckig alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt haben. Während der Bauarbeiten muss die Brücke gesperrt werden, daher erfolgt der Baustart a) erst nach der Freiburger Brücke und b) erst im Juli, da dann doch viele InnsbruckerInnen auf Urlaub sein werden und auch die Universitäten geschlossen haben. Ich hoffe, dass trotz des Ungemachs der Umbauarbeiten die Vorfreude bei allen NutzerInnen groß sein wird.

Zweiter Teil der Wilhelm-Greil-Straße wird nun fertiggestellt

Vergangenes Jahr konnten wir die Gestaltung der nördlichen Wilhelm-Greil-Straße nicht mehr beginnen. Steine verlegen dauert einfach und dafür waren die Temperaturen schon zu nieder. Wir haben ja den südlichen Teil bereits fertiggestellt. Ich hoffe, dass die neu gepflanzten Bäume heuer schon ordentlich austreiben werden. Allerdings werden wir noch nicht viele rosa Blüten bewundern können. Die Bäume brauchen einfach ihre Zeit, um die Wurzeln zu entwickeln und ausreichend Nährstoffe in die Äste zu pumpen.
Nun werden im nördlichen Teil die Gehsteige - so wie in der Meraner Straße - mit Steinen ausgelegt. Dazu pflanzen wir noch dieselbe Baumart wie im südlichen Teil der Wilhelm-Greil-Straße. Die derzeitige Baustellenregelung haben wir noch etwas optimiert, da zu viele Autofahrende die Umleitungswege verstopft hatten. Macht nichts, wir werden auch so hoffentlich bis Ende Juni fertig. Natürlich braucht es noch etwas Geduld der AnrainerInnen, Geschäftsleute und BesucherInnen. Dafür erstrahlt der nördliche Teil dann im neuen Glanz und ich freue mich schon auf das Eröffnungsfest.

Heuer können für die Straßenbahn große Abschnitte weitergebaut werden

In der Innenstadt ging es nur langsam voran. Nun sind wir mit den Bauten schon außerhalb der neuralgischen Straßen und können zügig im Osten wie im Westen die Bauarbeiten vorantreiben. Derzeit wird bei der Kranebitter Allee südlich die neue Landesstraße errichtet. Erst wenn die fertiggestellt ist, kann die Kranebitter Allee für den Straßenbahnbau gesperrt werden. Die nördliche Baumreihe wird gänzlich neu gemacht. Jahrzehntelanger Schmutzwassereintrag des Autoverkehrs hat das Erdreich vergiftet und die derzeitigen Bäume wachsen nicht. Sie bleiben einfach stehen und würden nach mühseliger Pflegearbeit trotzdem rasch absterben. Mit dem Neubau erneuern wir das gesamte Erdreich, schützen zukünftig vor Schmutzwasser mit einem eigenen Mäuerchen und pflanzen neue Bäume. Die meisten in der südlichen Alleereihe entfernten werden ebenfalls neu gepflanzt. Alle geht leider nicht, da der Autoverkehr für die neue Landesstraße ebenfalls Platz beansprucht. Natürlich braucht es dann seine Zeit, bis diese schön groß geworden sind. Aber Mensch kommt ja auch nicht als ErwachseneR auf die Welt.



Richtung Peerhofsiedlung beginnen ebenfalls die Vorarbeiten. Wir haben uns monatelang bemüht, die Kanalversorgung unter einer Wohnanlage durchzubringen, um die derzeitigen Bäume stehen lassen zu können. Leider wollten einige wenige WohnungseigentümerInnen nicht, sodass wir auf der Straße bleiben müssen. Auch diese Bäume werden selbstverständlich nachgepflanzt. Außerdem werden die derzeitigen Betonpfleiler, die mal für die E-Busse zur Kabelspannung für den Strom notwendig waren, entfernt. Diese Betonpfeiler wird es zukünftig nur mehr auf einer Seite geben (entlang des Hangfusses, wo jetzt schon welche sind.

Die Liste Rudi Federspiel, traut vereint mit der Innsbruck FPÖ, ist sich ja derzeit nicht zu blöd, mit einem Transparent, das sie immer wieder persönlich den Autofahrenden bei der Kranebitter Allee hinhalten, uns Baummord vorzuwerfen. Auf der einen Seite wird im Gemeinderat gejammert, wie böse wir im Osten sind, dass wir so viele neue Bäume pflanzen und ach herrje, Autoabstellplätze dafür brauchen. Auf der anderen Seite wird uns die Neupflanzung der kümmerlichen nördlichen Alleereihe als Frevel unterstellt. Das ist einfach nur mehr unglaubwürdig, was hier an Unlogischem konstruiert wird.

Grünschnittsammelstelle bei der Kranebitter Allee ist wieder geöffnet

Vergangenes Jahr gab es für den aufgelassenen Bauhof in der Bachlechner Straße einen Testversuch für Grünschnitt bei der Kranebitter Allee. Dieser Standort wurde von den im Westen wohnenden InnsbruckerInnen gerne angenommen. Von Anfang April bis Ende November 2014 konnten so mehr als 200 Tonnen Grünschnitt bequem abgegeben werden.
Heuer gibt es eine kleine Änderung. Wir haben uns natülich angesehen, wie die letztjährigen Öffnungszeiten angenommen wurden bzw. welche Anregungen via BürgerInnenmeldungen bei der Stadt eingelangt sind. Wir haben uns entschlossen, die montäglichen Öffnungszeiten um eine Stunde zu verschieben.

Neue Öffnungszeiten am Montag: 9 bis 18 Uhr. Das kommt Berufstätigen mehr entgegen, va. wenn am Wochenende im Garten gewerkelt wurde.



Wenn der Montag ein Feiertag ist, so wie jetzt zu Ostern, dann ist die Sammelstelle am Dienstag geöffnet.

Grüne ziehen in die Tiroler Landwirtschaftskammer ein

Zuerst die Wirtschaftskammerwahlen, bei denen die grünen UnternehmerInnen einen beachtlichen Erfolg erzielten. Nun erfolgt erstmals der Einzug eines grünen Bauers in die Tiroler Landwirtschaftskammer. Die engagierten Bäuerinnen und Bauern, die sich zur Grünen Liste zusammengeschlossen hatten, hatten ausreichend Unterstützungserklärungen aus der Bauernschaft. Ansonsten wäre eine Kandidatur gar nicht möglich gewesen.



Diese Unterstützung hat auch dazu geführt, dass die Landwirtschaftskammer nun auch in Tirol zu ergrünen beginnt. Saisonal, regional und bio bringen den KonsumentInnen mehr gesundes Obst und Gemüse ohne lange LKW-Fahrten und Kunstdünger.

Vom Stand weg auf 9,1% zu kommen ist eine beachtliche Leistung. Gratulation den engagierten BiobäuerInnen, die in den letzten Wochen viele Stunden in Infotouren und Gesprächen investiert haben.

Radlbörse 2015

Zeitgleich zur Innuferreinigung fand wieder die Radlbörse von Argus gemeinsam mit den Pfadfindern am Marktplatz statt. Alljährlich im Frühling organisiert Argus die praktische Radverkaufsbörse.


Man bringt das Fahrrad zur Anmeldung, gibt Neupreis und Verkaufspreis an, bekommt einen Verkaufszettel und schon geht es ab zu den Fahrradständern. Interessierte können schauen, testen und ein neues Lieblingsfahrrad erstehen. Ich habe den Pfadfindern das Fahrrad meines Sohnes gebracht, da dieses einfach schon zu klein war. Natürlich kann man schon vorab kaputte Fahrräder zu Argus bringen. Die Pfadfinder reparieren diese und verkaufen sie. Der Erlös wird für Aktionen im eigenen Bereich verwendet. So auch beim Fahrrad meines Sohnes. Da ich es zeitlich nicht geschafft habe, den Winterschmutz zu entfernen, habe ich ihnen das Fahrrad geschenkt und ich hoffe, es hat ein begeistertes Kind seine Freude damit.

Innuferreinigung 2015

Mit mehr als 230 Freiwilligen konnten wir gemeinsam das Ufer des Inns reinigen. Jährlich findet der Anti-Littering-Tag statt, an dem überall in Österreich Freiwillige - unterstützt von ARA und in Innsbruck auch von der Wasserwacht - die Ufer von achtlos weggeworfenen Abfall säubern. 



Alle notwendigen Materialien, Zangen, Handschuhe und Müllsäcke, werden von der Stadt bereitgestellt. Die gefüllten Abfallsäcke stellt das jeweilige Team einfach an die Promenade und die Angestellten des Straßenbetriebs sammeln die Säcke ein. Als kleines Dankeschön gibt es für alle Freiwilligen ein Mittagessen im Wohnheim Reichenau. Das Mittagessen ist auch schon Tradition. Die Stadt Innsbruck führt die Aktion seit 1988 durch - eine alljährlicher Frühlingsputz unseres schönen Gewässers Inn. Ich möchte noch einen Dank an die zahlreich teilnehmenden Gruppen aussprechen, ohne die wir die Reinigung nie und nimma schaffen würden.

Debatte um Verdrängung der Ärmsten geht in die nächste Runde

Wieder ist die Debatte um die Verdrängung der Ärmsten in unserer Stadt entflammt. Der "Störfaktor", angesprochen zu werden und auch der "Störfaktor" mit Armut konfrontiert zu werden, lässt sich natürlich politisch schön benutzen. Im kommenden Gemeinderat wird wahrscheinlich die Verordnung zur Verdrängung beschlossen werden. Während des Ostermarktes und während des Weihnachtsmarktes in der Altstadt soll Armut verschwinden. Ein schönes Zeichen der bei Bedarf hervorgekehrten Christlichkeit (die es ja schon auf Wahlplakate geschafft hat). Wie war das nochmal: Was ihr getan habt dem geringsten meiner Brüder (und Schwestern), das habt ihr mir getan (Matthäus).
Natürlich ist es nicht angenehm, mit Armut konfrontiert zu werden. Und natürlich nerven mich auch die Greenpeace-Leute (die sind allerdings nicht mit der Verordnung gemeint). Die sonstigen VerteilerInnen von Infomaterial oder die Verkäuferinnen der MO-Zeitung sind ebenfalls nicht mit der Verordnung gemeint. Es geht ausschließlich um die Entfernung der am Straßenrand sitzenden Armen, die um Geld betteln. Das kann natürlich in unserer schönen Warenglitzerwelt nie und nimma akzeptiert werden (Vorsicht, das ist sarkastisch gemeint).
Die Verdrängung schafft die Armut nicht ab. Sie schafft nicht ab, dass es Menschen gibt, die nie eine Chance auf Bildung, Ausbildung und somit eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Wir können natürlich hier in Innsbruck nicht die Armut in Rumänien/Bulgarien abschaffen, das ist schon klar. Die Akzeptanz, dass es arme Menschen gibt und dass diese auch im öffentlichen Straßenraum sein dürfen, ist aber wirklich nicht zu viel verlangt.

Wie machen wir es mit dem Patscherkofel?

Der Patscherkofel ist der Hausberg der InnsbruckerInnen: sobald der Schnee geschmolzen ist bis weit in den Herbst hinein ein wunderbarer Wanderberg, im Winter ein kleines Skigebiet.


Die Pendelbahn, die es seit knapp 100 Jahren gibt, war für damalige Verhältnisse eine Pionierleistung. Sie hat auch nach wie vor Charme, zeitgemäß ist sie natürlich nicht mehr und in die Jahre gekommen ist sie auch. Wie nun die zukünftige Erschließung als Naherholungsgebiet per Pedes oder per Ski erfolgen soll, ist laufend in Diskussion und es bedarf dafür natürlich einiger Beiratssitzungen, um die tragfähigste Variante zu finden. Schließlich geht es um viel Steuergeld. Dass der Berg weiterhin mittels Bahn für die Naherholung erschlossen bleiben soll, steht eigentlich außer Frage. Ich bin schon gespannt auf die Entscheidung des Beirats, welche Varianten in die vertiefende Prüfung geschickt werden sollen. Erst nach dieser Prüfung liegt auf dem Tisch, was wieviel kosten wird. Daher finde ich die Zahlenspekulationen, die derzeit herumgeistern, für unseriös. Nebst Hausberg für die InnsbruckerInnen hat für mich der Patscherkofel vor allem im Sommer/Herbst eine touristische Komponente, die ausbaufähig wäre. Als kleines Skigebiet ist er nicht mehr besonders interessant. Da gibt es viel zu große Konkurrenz mit weitaus besserem Angebot für SkifahrerInnen. Aber Sommer/Herbst könnte schon einiges drin sein. Nun braucht es aber mal die Entscheidungen wo und wie. Bei den touristischen Überlegungen gehört das Mittelgebirge gesamthaft betrachtet, um zukunftsfähige Entwicklungen in die Wege zu leiten.

Ein kraftvoller Autftritt zum Internationalen Frauentag 2015

Das im Dezember 2014 zusammengefundene Frauennetzwerk hatte am 7. März 2015 seinen ersten kraftvollen Auftritt in Innsbruck. Ganz unterschiedliche Frauenvereine trafen zusammen, um die Gleichstellung der Frau einzufordern.



Es ist ja schon tragisch genug, dass wir das immer noch machen müssen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Frau und Mann sind gleich.
Auf Facebook gibt es ganz viele tolle Bilder des kraftvollen Auftritts der Frauen.

Das grüne Frauenfest 2015

Unser grünes Frauenfest gibt es natürlich auch 2015. Hinkommen, tanzen, nette Menschen treffen ... Ich muss allerdings noch überlegen, mit welchen Köstlichkeiten ich beim Buffet beitragen kann -:)



Umfangreiches Programm zum internationalen Frauentag 2015 in Innsbruck




Ich freue mich schon auf viele gemeinsame Stunden. Die Flyer werden an verschiedensten Orten aufgelegt und er kann auch auf www.aep.at abgerufen werden, da er in diesem Blogformat schon ziemlich klein dargestellt wird.

Vom Innsbrucker Frauenförderprogramm bis zur Frauenvernetzung zum internationalen Frauentag 2015

Es war ein langer Weg hin zur Neufassung des in die Jahre gekommenen Innsbrucker Frauenförderprogramms. So wie jede öffentliche Institution hat natürlich auch die Stadt Innsbruck vor mehr als 10 Jahren das erste Förderprogramm beschlossen. Nach 10 Jahren war es Zeit, sich das Werk anzuschauen, zu konkretisieren und neu zu fassen. Im letzten Gemeinderat konnte die Neufassung nun endlich beschlossen werden.
Programme auf dem Papier bringen wenig, wenn sie nicht gelebt werden. In den letzten Jahren stieg im Magistrat die Zahl der weiblichen Führungskräfte von 16 auf 29. Und selbstverständlich braucht es auf dem Weg dorthin Unterstützung und Ermutigung, um überhaupt in Führungspositionen zu kommen.
Wen es wundert, dass im Innsbrucker Programm in allen Verwendungs- und Entlohnungsgruppen bei weniger als 40% Frauen als unterrepäsentatiert gelten, kann ich gleich beruhigen. Das Gleichbehandlungsgesetz des Bundes und des Landes schreiben 40% fest. Da können wir als Stadt nicht was anderes beschließen. Was uns jedoch nicht daran hindern wird, besser als das Gesetz zu sein und im Laufe der Jahre auf 50% zu kommen.
Das neue Frauenförderprogramm enthält auch endlich Ressourcen für die Gleichbehandlungsbeauftragte. Das ist ein wichtiger und zentraler Punkt, da ohne Ressourcen die Ernennung zur Gleichbehandlungsbeauftragten aber schon rein gar nichts nutzt.

Es gibt nicht nur ein aktualisiertes Frauenförderprogramm, sondern auch - abseits des Stadtmagistrats - eine wundervolle Frauenvernetzung ganz vieler verschiedener Frauengruppen, die rund um den internationalen Frauentag viele verschiedene Aktivitäten setzen. Mit diesen Aktivitäten ist aber nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.


Die Frauenvernetzung soll es auch weiterhin geben und daraus können stärkende Projekte entstehen. Wer also noch dazustoßen möchte, ist herzlich willkommen.

Die Kranebitter Allee wird schöner denn je

Das ist ein schöner Titel, der via Presseaussendung an die Medien versandt wurde. Die Kranebitter Allee ist ein stadtprägendes Kleinod, das natürlich erhalten bleiben soll. Während der Bauarbeiten für die neue Landesstraße müssen eingige südliche Bäume weichen, andere sind krank und die nördliche, kümmerlich wachsende Baumreihe wird überhaupt neu gemacht.
Ausnahmseise übernehme ich den Text der Presseaussendung, weil er schön aufzählt, was alles gemacht wird, um den Charakter dieser Allee auch zukünftig zu garantieren.


Der Ausbau der Regionalbahntrasse wird kontinuierlich fortgesetzt. Derzeit steht der Bereich der Kranebitter Allee im Abschnitt Vögelebichl bis zur Kreuzung Technikerstraße an. Die künftige Trasse wird auf die momentan bestehende B171 Tiroler Straße gelegt. Eine neue Landesstraße wird im Süden zwischen Flughafenareal und bestehender Baumreihe errichtet. Durch diese Maßnahmen sind Baumfällungen im Einbindungsbereich der neuen Landesstraße in die alte Wegtrasse nötig.

„Es ist nie schön, wenn bei Bauarbeiten im städtischen Bereich in die vorhandene Natur eingegriffen werden muss. Im Bereich der Kranebitter Allee sind dieses Eingriffe allerdings unbedingt notwendig, die Baumfällung ist auf ein Minimum reduziert und auch Nachpflanzungen erfolgen“, erläutert Stadtrat Mag. Gerhard Fritz: „Der Alleecharakter der Kranebitter Allee bleibt im Endausbau letztendlich unter besseren Voraussetzungen und Entwicklungschancen der Bäume erhalten. Die Allee, die das Innsbrucker Stadtbild besonders prägt, bleibt also beidseitig bestehen und wird schöner, als sie in den letzten zehn Jahren je war. “

Geschädigte Bäume werden entfernt, gesunde geschützt und neue gepflanzt.
Die bereits begonnen Baumfällungen passieren im Zuge der Rodungsarbeiten für die Errichtung der neuen Kranebitter Allee im Bereich Fischerhäuslweg bis Technikerstraße durch die IVB. Ziel ist es, die südliche, weitgehend gesunde Baumreihe der Allee soweit wie möglich zu erhalten. Dies kann bei entsprechender Rücksichtnahme während der Bauarbeiten, die das Amt Grünanlagen deswegen genau überwacht, auch gewährleistet werden.

An drei Punkten ist eine Entfernung von Bäumen jedoch unvermeidlich:
  • Im Bereich der geplanten Haltestelle der Regionalbahn
  • Im Bereich der Einbindung der Kranebitter Allee in die bestehende Trasse bei der Technikerstraße
  • Im Bereich der Einbindung beim Fischerhäuslweg
  • Im dortigen Gebiet müssen insgesamt 15 städtische Bäume weichen. Zusätzlich müssen im Bereich „Ischia“, also auf Privatgrund, weitere fünf Bäume gefällt werden. Dort werden allerdings die wild gewachsenen Bäume so ausgelichtet, dass die Baumreihe logisch fortgesetzt wird und die verbleibenden Bäume somit als Alleebäume wahrgenommen werden. Der teilweise dichte Unterwuchs südlich der Baumreihe und einige wild aufgegangene Bäume entlang des Flughafenzauns müssen der neuen Landesstraße Platz machen. Als Gegenmaßnahme erfolgen in der südlichen Baumreihe zehn Neupflanzungen.

Die geschädigte Baumreihe nördlich der Kranebitter Allee wird im nächsten Bauabschnitt (Errichtung der Gleistrasse inkl. nördliche Nebenfahrbahn) komplett entfernt und in einem neuen Grünstreifen, der einen besseren Lebensraum für die Bäume bietet, neu gepflanzt.

Die Verwandlung der Kranebitter Allee
Auf den Abschnitten Fischerhäuslweg bis Vögelebichl und Vögelebichl bis Technikerstraße wird südlich der derzeitigen Kranebitter Allee eine neue Landesstraße realisiert. Zudem kommt es zu Straßen- und Gleisbauarbeiten in den Kreuzungsbereichen Kranebitter Allee/Fischerhäuslweg/Vögelebichl und Kranebitter Allee/Technikerstraße sowie zur Errichtung eines neuen Brückentragwerks Vögelebichl. Auch Leitungsumlegungsarbeiten für Kanal, Wasser, Strom, Gas und UPC werden durchgeführt.

Sieglanger Spielplatz wird neu

Der Wunsch nach einem neuen Spielplatz für Kinder, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche, ist in Sieglanger groß. Daher hat mein Kollege Gerhard Fritz gemeinsam mit der Abteilung Grünraumplanung und mit Unterstützung eines externen Teams nach der Methode der Spielleitplanung einen kleinen feinen BürgerInnenbeteiligungsprozess aufgesetzt. Der bestehende Spielplatz war schon in die Jahre gekommen. Außerdem gab es die Möglichkeit, das angrenzende städtische Grundstück in die neuen Überlegungen miteinzubeziehen.
Mittels Sozialraumanalyse, Facherhebungen for Ort, Fragebögen für Volksschule und Kindergarten, natürlich auch Online + Pressearbeit und Aktionstag kann der Spielplatz den Wünschen entsprechend neu aufgesetzt werden. Nun geht es an die Detailplanung und die ersten Maßnahmen, die noch 2015 umgesetzt werden sollen.

Grünschnittabgabestelle Kranebitter Allee geht ins 2te Jahr

Mit dem Wegfall des Bauhofes West in der Bachlechner Straße wäre für BürgerInnen aus dem Westen der Stadt die Entsorgung ihres Grünschnittes wesentlich schwerer gefallen. Bereits letztes Jahr haben wir daher an der Kranebitter Allee von April bis November eine Abgabestelle eingerichtet.
Die wird es auch heuer wieder geben, allerdings mit einer kleinen Änderung. Montags wird eine Stunde später begonnen, dafür aber eine Stunde länger offen gehalten. Das kommt allen Berufstätigen zu gute, die mit der letztjährigen Öffnungszeit Montag von 8 bis 17 Uhr ihre liebe Not hatten.

NEU: Montag von 9 bis 18 Uhr
Freitag von 13 bis 18 Uhr bleibt so wie bisher

Zusätzlich kann man den Grünschnitt auch in der städtischen Kompostieranlage am Archenweg oder in Kleinmengen auch beim Recyclinghof in der Rossaugasse abgeben.
Dieses Service bietet die Stadt für die BürgerInnen - im Gegensatz zu vielen anderen Tiroler Gemeinden - kostenlos an.

Neues Jahresticket und 5-Fahrten-Schein entwickeln sich wunderbar

Wir haben nun schon die erste Zwischenbilanz. Mit 1. Feber starteten wir mit den neuen Jahrestickets zu 330 Euro. Bereits jetzt sind mehr als 1.000 neue Kundinnen dazugekommen. Auch der 5-Fahrten-Schein für Gelegenheitsfahrten entwickelt sich positiv. Für 1,60 Euro mal schnell die IVB benutzt zeigt Wirkung. Bis jetzt sind 15.000 Stück des günstigen Tickets verkauft worden.
Natürlich kann man überall das Haar in der Suppe finden. Im Bus/in der Straßenbahn ein Ticket zu lösen, kommt auf 2,70 Euro. Wir hatten 2014 1,4 Millionen Ticketkäufe in Bus/in der Straßenbahn. Das hält alle anderen Fahrgäste auf, die Öffis sind unpünktlich und alle Nutzerinnen ärgern sich zu recht. Es gibt im gesamten Stadtgebiet 65 Vorverkaufsstellen, 100 Ticketautomaten der IVB und zusätzlich alle Parkscheinautomaten (über 400), wo das günstige 5-Fahrten-Ticket erstanden werden kann. Mit der kommenden Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung kommen zusätzliche Automaten dazu.
Daher: Mit dem Erwerb des 5-Fahrten-Tickets im Vorverkauf für Gelegenheitsfahrten kann ordentlich Geld gespart werden und die Öffis können pünktlicher ihr Ziel erreichen.

Jetzt funktionieren alle Vorverkaufs-Automaten

Die verbliebenen 14 Stück der mehr als 500 Vorverkaufs-Automaten für günstige Gelegenheitsfahrten mit dem Öffentlichen Verkehr wurden nun auch umgestellt. Die schon etwas ältlichen Modelle wollten das neue Programm mit den 5-Fahrten-Scheinen einfach nicht mehr mitspielen. Anstatt noch funktionstüchtige Automaten auszutauschen und sofort neue anzukaufen, entschieden wir uns für eine einfache Variante.


Man kann für den Vorverkauf auch sämtliche Parkscheinautomaten verwenden, sodass die Dichte der Vorverkaufsstellen bereits sehr hoch ist. Bis Ende November 2015 haben wir auch die restlichen Gebiete der Parkraumbewirtschaftung abgeschlossen, sodass noch mehr Möglichkeiten vorhanden sind.

Lärmschutzförderung für geplagte FlughafenanrainerInnen

Im Jahr 2014 konnten wir die Verhandlungen zum Abschluss bringen und ab 1.1.2015 gilt eine zusätzliche Förderung des Flughafens für Lärmschutzfenster. Firmen waren dann recht schnell und warben auch in Gebieten, die nicht in die Förderzone hineinfallen.


Hier der Link, der die betroffenen Gebäude anzeigt. Die Beratung gibt es im Stadtmagistrat - alles aus einer Hand quasi. Schließlich gilt es, wenn man sich die Arbeit des Fenstertausches antut, das Beste für den eigenen Wohnraum auzuwählen. Hier noch der Kontakt für Förderung und Beratung - 0512 / 5360-2180 oder -2182.


Naturpark zeigt seinen touristischen Mehrwert


So kann es auch aussehen, wenn Entwicklungen in Naturraum vorangetrieben werden. 

Naturparkverein Kaunergrat gibt Vollgas

Das Projekt „Entwicklungsmotor Schutzgebiete“ liefert überraschende Ergebnisse. Der Naturpark Kaunergrat treibt den Tourismus kräftig voran.
Kaunertal – Es ist ein Motor, der weder CO2 noch Feinstaub produziert – und doch brummt er unermüdlich und treibt eine ganze Region an: der Naturpark Kaunergrat. 1998 als Umweltprojekt gestartet, ist er inzwischen auch für die Wirtschaft ein nicht zu unterschätzender Faktor.
  
Vor drei Jahren wurde mit RegioL ein transnationales Leaderprojekt unter dem Titel „Entwicklungsmotor Schutzgebiete“ gestartet, um genau das herauszufinden. Kürzlich fand das letzte Partnerschafts­treffen mit dem Naturschutzgebiet Neusiedlersee und dem National- bzw. Naturpark Eifel statt, die sich in diesem Projekt vernetzt hatten. Auf Tiroler Seite betrug das Fördervolumen für das Projekt 62.000 Euro und wurde von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie kofinanziert.
Überraschend waren die Zahlen, die die Geografiestudentin Theresa Wimmer für den Tiroler Projektträger mit Befragungen erhoben hat: Demnach können 14,9% der gesamten regionalen touristischen Wertschöpfung in den Partnergemeinden auf den Naturpark Kaunergrat zurückgeführt werden. Ein Drittel der Gäste sind Naturparktouristen. Und rund 90 Prozent der Gastgeber sind der Meinung, dass der Naturpark zur Regionalentwicklung beiträgt – vor allem im Tourismus (85%), bei der Stärkung der regionalen Identität (69%), der Präsentation nach außen (65%) und der Stärkung der Zusammenarbeit nach innen (55%). Der Tourismus hat für den Naturpark auch bei seinen eigenen Investitionen einen sehr hohen Stellenwert. Demnach entfällt auch die Hälfte aller Projekte seit 2002 auf das „Handlungsfeld der Schaffung von touristischer Infrastruktur“.
Bemerkenswert ist auch die starke Verzahnung des Naturparks mit dem Regionalentwicklungsbüro RegioL, wie dessen Geschäftsführer Gerald Jochum aufzeigt. „In der letzten Förderperiode war der Naturpark der Projektträger mit den meisten Projekten.“ Profitiert haben aber auch die Direktvermarkter, wie Naturpark-Geschäftsführer Ernst Partl darstellte. Sie haben ihren Umsatz in den letzten zehn Jahren vervierfacht.
Projektziel für „Entwicklungsmotor Schutzgebiete“ war es, zu schauen, wo es im Naturpark noch Handlungsbedarf gibt. Darauf aufbauend ist auch geplant in den nächsten Jahren eine Kernzone des Naturparks als Großschutzgebiet im Ausmaß von rund 250 Quadratkilometern auszuweisen. Der Kontakt mit den Partnern habe auch gezeigt, dass es mit klar umrissenen Grenzen einfacher geht, das Gebiet zu vermitteln.

TT, 30.1.2015, Von Matthias Reichle


Dolmetsch per Video für Amtsgänge im Magistrat

Wer schon mal innerhalb der Europäischen Union gearbeitet hat, weiß diesen neuen Dienst im Stadtmagistrat zu schätzen. Amtsformulare zu verstehen ist einfach etwas komplizierter in einer Fremdsprache, auch wenn man in Schule oder Kurs die neue Sprache gelernt hat.

Nun können in 4 Ämtern - Sozialamt, Standesamt, Wohnungsservice, Gesundheitsamt - die BürgerInnen sowie Stadtangestellte auf Videodolmetsch zurückgreifen. Dieser Testbetrieb läuft 6 Monate und dann wird evaluiert, ob das Service gute Dienste leistet. Damit reiht sich Innsbruck zu den weiteren Pilotstädten Wien und Salzburg. Ursprünglich stammt diese Methode aus dem Gesundheitsbereich und wurde schon erfolgreich in Krankenhäusern eingesetzt. Ziel ist, schnell und unkompliziert das jeweilige Anliegen in den verschiedensten Sprachen zu aller Zufriedenheit erfolgreich abzuschließen.

Stadt und ihre Beteiligungen sind Wirtschaftsfaktor

Manchesmal wundere ich mich über die Forderungen der Stadt-ÖVP schon sehr. Es wird ein Arbeitspaket gefordert, das analog zum Land Tirol geschnürt werden soll. Vielleicht sollte doch mal das Budget aufgeschlagen werden, um die vielen verschiedenen Investitionen, die die Stadt auf den Weg bringt, zu studieren. Dazu kommen ja auch noch die Investitionen der Beteiligungen wie IKB für die Versorgungssicherheit und IIG im Wohnbau, die im Gemeinderat ihre großen Projekte regelmäßig vorstellen, sodass Unkenntnis ob der Vorhaben nicht gegeben sein kann. Mit dem Fachkräfte-Paket des Landes Tirol wird der Effekt für die Unternehmen noch mal verstärkt.
Was natürlich hilfreich wäre, wäre eine Verschlankung der bürokratischen Auflagen und Hindernisse, die Firmen verzweifeln lassen und ua. zu prekären Arbeitsverhältnissen führen. Dafür bräuchte es unter anderem die Bundes-ÖVP und die ÖVP-dominierte Wirtschaftskammer. Also, liebe Stadt-ÖVP, der Adressat für Verbesserungen wäre eigentlich bekannt.

Großkraftwerk Kaunertal in der Warteschleife

Jetzt ist die TIWAG ja gerade nicht ein kleines Unternehmen, das sich keine juristische Beratung leisten könnte und trotzdem passiert ein, in seinen Auswirkungen, nicht unbeträchtlicher Fehler. Die Gemeinde Sölden hat ein Kraftwerk angemeldet, wofür sie das Wasser der Gurgler Ache benötigt. Vor der TIWAG. Die TIWAG beantragt ein großes Pumpspeicherkraftwerk, wozu sie ebenfalls das Wasser der Gurgler Ache bräuchte, das ins Kaunertal gepumpt werden soll. Beides geht nicht. Das ist jetzt nur die Kurzfassung, da sich das ganze Werkl natürlich in einer Komplexität abspielt, dass ich hier seitenweise schreiben müsste.
Der Verwaltungsgerichtshof hat dem Projekt der Gemeinde Sölden den Vorrang eingeräumt. Das TIWAG-Projekt ist vorläufig gestoppt. Nun wird natürlich der Poker zwischen der Gemeinde und dem Landesenergieversorger los gehen und schlussendlich wird es zu einer Einigung kommen. Die zeitlichen Verzögerungen werden aber beträchtlich sein, für das eine wie für das andere Vorhaben. Es eröffnet aber die Chance, endlich darüber zu diskutieren, was an Kraftwerken in dieser Gegend  ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein kann. Ob diese Chance ergriffen wird, hängt von allen beteiligten Partnern ab.
Ich bin aber schon gespannt, wie lange es in der nun entbrannten Debatte dauern wird, dass wir Grüne an allem Schuld seien. Dieser Vorwurf kommt wie das Amen im Gebet.

Alles der Geldmachmaschine unterwerfen?

Um die Zerstörung des Ruhegebietes Kalkkögel voranzutreiben, werden dumpfe Vorurteile bedient. Ich stehe beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer und lausche den Worten: Nur der Brückenschlag könne die Wirtschaft retten. Die Grünen schützen nur Pflanzen und Tiere. Die Innsbrucker sollen den ländlichen Gemeinden die wirtschaftliche Lebensader Skitourismus nicht madig machen und die ländlichen Gemeinden dürfen nicht zu Schlafdörfern verkommen.
Nun ja, das war recht schräg, weil diese Argumentationsketten nichts anderes tun, als Vorurteile bedienen und den "mir-san-mir"-Standpunkt einzementieren.
Welche Wirtschaft ist denn gemeint? Gäbe es Mensch ohne Pflanzen und Tiere? Sind Innsbrucker an allem Schuld? Wer bestimmt denn in den Gemeinden, wo was gebaut werden kann?
Das Von-sich-weisen von Schuld, um ja nicht darüber nachdenken zu müssen, was eigentlich Sache ist, ist ja unglaublich praktisch. Weiterbringen tut es Mensch aber nicht. Das Vorurteil Stadt - Land wird ja liebendgern gespielt. Wem das zu wenig ist, nimmt gleich Gemeinden gegen das Land Tirol. Und wenn es zu anstrengend wird, braucht es den Bund, um ordentlich Ärger abzulassen. Der lässt sich das natürlich auch nicht gefallen und zeigt prompt Richtung Brüssel.
Und zwischendrin das Unbehagen: bei dieser Art des Wirtschaftens ist Mensch Nummer und austauschbar.




Tarifreform für den Öffentlichen Verkehr startet

Zu aller erst möchte ich allen ein wunderschönes neues Jahr wünschen, viel Kraft, Energie und nette Menschen, die unterstützen und bestärken.

Das neue Jahr beginnt mit der Tarifreform im Öffentlichen Verkehr. Zukünftig gibt es die Jahreskarte für die IVB um 330 Euro. Damit möchten wir möglichst viele Menschen davon überzeugen, dass man mit der günstigen Jahreskarte ruhig auch das Auto stehen lassen kann, um alltägliche Wege mit Bus und Straßenbahn zurückzulegen.
Für Gelegenheitsfahrten bietet die IVB den 5-Fahrten-Schein um 8 Euro im Vorverkauf, sodass eine Fahrt auf 1,60 Euro kommt. Das ist recht praktisch, da man nicht für jede Einzelfahrt extra zu den Vorverkaufsstellen oder den/die BusfahrerIn und alle Fahrgäste aufhalten braucht. Natürlich habe ich die Diskussionen in den verschiedenen Facebook-Gruppen mitbekommen, wo der Preis des Einzeltickets in Bus und Straßenbahn kritisiert wird. Wir haben in den Arbeitsgruppen zur Tarifreform lange diskutiert, ob wir den Kauf direkt in Bus und Straßenbahn - so wie in vielen anderen Städten auch - überhaupt einstellen sollen. Jeder Direktkauf ist natürlich bequem, weil man sich nicht vorab schon um ein Ticket kümmern braucht. Allerdings hält das alle anderen Fahrgäste auf und die Verspätungen auf den einzelnen Linien summieren sich auf der gesamten Strecke auf. Daher haben andere Städte schon längst den Direktkauf eingestellt. Das machen wir in Innsbruck nicht, dafür kostet der Direktkauf auch wesentlich mehr, als wenn man sich mit einem 5-Fahrten-Schein eindeckt - nämlich 2,70 Euro. Natürlich kann man das rauf und runterkritisieren. Aber es gibt die Alternative, die für das Ab-und-Zu-Benutzen des Öffentlichen Verkehrs sehr günstig ist. Der 5-Fahrten-Schein hat kein Ablaufdatum, sodass es egal ist, ob ich im Monat 2x hin- und retour fahre oder den Schein ein Jahr in der Geldtasche aufbewahre.
Manche Ticketarten sind überhaupt gestrichen worden, da wir uns an das Ticketsystem des VVT, Land Tirol, angepasst haben. Damit haben wir eine Bereinigung der vielen verschiedenen Arten, die es ausschließlich in Innsbruck gab, durchgeführt.

Wir wünschen allen, die den Öffentlichen Verkehr als stressfreie und bequeme Alternative zum Auto nutzen, viel Spaß mit der neuen Jahreskarte.

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