Vom Innsbrucker Frauenförderprogramm bis zur Frauenvernetzung zum internationalen Frauentag 2015

Es war ein langer Weg hin zur Neufassung des in die Jahre gekommenen Innsbrucker Frauenförderprogramms. So wie jede öffentliche Institution hat natürlich auch die Stadt Innsbruck vor mehr als 10 Jahren das erste Förderprogramm beschlossen. Nach 10 Jahren war es Zeit, sich das Werk anzuschauen, zu konkretisieren und neu zu fassen. Im letzten Gemeinderat konnte die Neufassung nun endlich beschlossen werden.
Programme auf dem Papier bringen wenig, wenn sie nicht gelebt werden. In den letzten Jahren stieg im Magistrat die Zahl der weiblichen Führungskräfte von 16 auf 29. Und selbstverständlich braucht es auf dem Weg dorthin Unterstützung und Ermutigung, um überhaupt in Führungspositionen zu kommen.
Wen es wundert, dass im Innsbrucker Programm in allen Verwendungs- und Entlohnungsgruppen bei weniger als 40% Frauen als unterrepäsentatiert gelten, kann ich gleich beruhigen. Das Gleichbehandlungsgesetz des Bundes und des Landes schreiben 40% fest. Da können wir als Stadt nicht was anderes beschließen. Was uns jedoch nicht daran hindern wird, besser als das Gesetz zu sein und im Laufe der Jahre auf 50% zu kommen.
Das neue Frauenförderprogramm enthält auch endlich Ressourcen für die Gleichbehandlungsbeauftragte. Das ist ein wichtiger und zentraler Punkt, da ohne Ressourcen die Ernennung zur Gleichbehandlungsbeauftragten aber schon rein gar nichts nutzt.

Es gibt nicht nur ein aktualisiertes Frauenförderprogramm, sondern auch - abseits des Stadtmagistrats - eine wundervolle Frauenvernetzung ganz vieler verschiedener Frauengruppen, die rund um den internationalen Frauentag viele verschiedene Aktivitäten setzen. Mit diesen Aktivitäten ist aber nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.


Die Frauenvernetzung soll es auch weiterhin geben und daraus können stärkende Projekte entstehen. Wer also noch dazustoßen möchte, ist herzlich willkommen.

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