Endlich können wir die Karwendelbrücke verbreitern ...

... und außerdem die Freiburger Brücke - eine ebenfalls wichtige Radverbindung - wenigstens im Richtungsverkehr für Radfahrende besser nutzbar machen.
Zuerst richten wir die Freiburger Brücke her. Gemeinsam mit dem Land Tirol (die Straße und Brücke gehört dem Land) verbreitern wir auf beiden Seiten den Gehsteig, damit in der jeweiligen Fahrtrichtung die Radfahrenden gemeinsam mit den FußgängerInnen den geschützen Bereich am Gehsteig nutzen können. Normalerwiese mag ich es ja nicht, wenn FußgängerInnen und RadfahrerInnen sich einen kleinen Teil des gesamten breiten Straßenraums teilen müssen. Die jeweils zweispurigen Fahrbahnen für den Autoverkehr könnten ja auch zugunsten der FußgängerInnen und RadfahrerInnen verringert werden. Soweit sind wir aber in Innsbruck noch nicht. Was sich die Mehrheit der politischen VertreterInnen andere Städte schon längst trauen, muss hier erst mühsam erarbeitet werden. Damit derweilen Radfahrende nicht unter die Autoräder kommen (die Geschwindigkeit des Autoverkehrs ist viel zu bedrohlich und gefährlich), verbreitern wir den Gehsteig, um ein gedeihliches Miteinander von Fuß- und Radverkehr zu vermöglichen. Natürlich werden die Zu- und Abgänge zur beliebten beidseitigen Innpromenade auch hergestellt.
Erst wenn wir die Freiburger Brücke fertig haben, folgt die zweite - die Verbreiterung der ÖBB-Brücke = Karwendelbrücke. Die Verhandlungen mit der ÖBB waren zäh und ich danke den Mitarbeitern der Stadt, dass sie geduldig und hartnäckig alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt haben. Während der Bauarbeiten muss die Brücke gesperrt werden, daher erfolgt der Baustart a) erst nach der Freiburger Brücke und b) erst im Juli, da dann doch viele InnsbruckerInnen auf Urlaub sein werden und auch die Universitäten geschlossen haben. Ich hoffe, dass trotz des Ungemachs der Umbauarbeiten die Vorfreude bei allen NutzerInnen groß sein wird.

Zweiter Teil der Wilhelm-Greil-Straße wird nun fertiggestellt

Vergangenes Jahr konnten wir die Gestaltung der nördlichen Wilhelm-Greil-Straße nicht mehr beginnen. Steine verlegen dauert einfach und dafür waren die Temperaturen schon zu nieder. Wir haben ja den südlichen Teil bereits fertiggestellt. Ich hoffe, dass die neu gepflanzten Bäume heuer schon ordentlich austreiben werden. Allerdings werden wir noch nicht viele rosa Blüten bewundern können. Die Bäume brauchen einfach ihre Zeit, um die Wurzeln zu entwickeln und ausreichend Nährstoffe in die Äste zu pumpen.
Nun werden im nördlichen Teil die Gehsteige - so wie in der Meraner Straße - mit Steinen ausgelegt. Dazu pflanzen wir noch dieselbe Baumart wie im südlichen Teil der Wilhelm-Greil-Straße. Die derzeitige Baustellenregelung haben wir noch etwas optimiert, da zu viele Autofahrende die Umleitungswege verstopft hatten. Macht nichts, wir werden auch so hoffentlich bis Ende Juni fertig. Natürlich braucht es noch etwas Geduld der AnrainerInnen, Geschäftsleute und BesucherInnen. Dafür erstrahlt der nördliche Teil dann im neuen Glanz und ich freue mich schon auf das Eröffnungsfest.

Heuer können für die Straßenbahn große Abschnitte weitergebaut werden

In der Innenstadt ging es nur langsam voran. Nun sind wir mit den Bauten schon außerhalb der neuralgischen Straßen und können zügig im Osten wie im Westen die Bauarbeiten vorantreiben. Derzeit wird bei der Kranebitter Allee südlich die neue Landesstraße errichtet. Erst wenn die fertiggestellt ist, kann die Kranebitter Allee für den Straßenbahnbau gesperrt werden. Die nördliche Baumreihe wird gänzlich neu gemacht. Jahrzehntelanger Schmutzwassereintrag des Autoverkehrs hat das Erdreich vergiftet und die derzeitigen Bäume wachsen nicht. Sie bleiben einfach stehen und würden nach mühseliger Pflegearbeit trotzdem rasch absterben. Mit dem Neubau erneuern wir das gesamte Erdreich, schützen zukünftig vor Schmutzwasser mit einem eigenen Mäuerchen und pflanzen neue Bäume. Die meisten in der südlichen Alleereihe entfernten werden ebenfalls neu gepflanzt. Alle geht leider nicht, da der Autoverkehr für die neue Landesstraße ebenfalls Platz beansprucht. Natürlich braucht es dann seine Zeit, bis diese schön groß geworden sind. Aber Mensch kommt ja auch nicht als ErwachseneR auf die Welt.



Richtung Peerhofsiedlung beginnen ebenfalls die Vorarbeiten. Wir haben uns monatelang bemüht, die Kanalversorgung unter einer Wohnanlage durchzubringen, um die derzeitigen Bäume stehen lassen zu können. Leider wollten einige wenige WohnungseigentümerInnen nicht, sodass wir auf der Straße bleiben müssen. Auch diese Bäume werden selbstverständlich nachgepflanzt. Außerdem werden die derzeitigen Betonpfleiler, die mal für die E-Busse zur Kabelspannung für den Strom notwendig waren, entfernt. Diese Betonpfeiler wird es zukünftig nur mehr auf einer Seite geben (entlang des Hangfusses, wo jetzt schon welche sind.

Die Liste Rudi Federspiel, traut vereint mit der Innsbruck FPÖ, ist sich ja derzeit nicht zu blöd, mit einem Transparent, das sie immer wieder persönlich den Autofahrenden bei der Kranebitter Allee hinhalten, uns Baummord vorzuwerfen. Auf der einen Seite wird im Gemeinderat gejammert, wie böse wir im Osten sind, dass wir so viele neue Bäume pflanzen und ach herrje, Autoabstellplätze dafür brauchen. Auf der anderen Seite wird uns die Neupflanzung der kümmerlichen nördlichen Alleereihe als Frevel unterstellt. Das ist einfach nur mehr unglaubwürdig, was hier an Unlogischem konstruiert wird.

Grünschnittsammelstelle bei der Kranebitter Allee ist wieder geöffnet

Vergangenes Jahr gab es für den aufgelassenen Bauhof in der Bachlechner Straße einen Testversuch für Grünschnitt bei der Kranebitter Allee. Dieser Standort wurde von den im Westen wohnenden InnsbruckerInnen gerne angenommen. Von Anfang April bis Ende November 2014 konnten so mehr als 200 Tonnen Grünschnitt bequem abgegeben werden.
Heuer gibt es eine kleine Änderung. Wir haben uns natülich angesehen, wie die letztjährigen Öffnungszeiten angenommen wurden bzw. welche Anregungen via BürgerInnenmeldungen bei der Stadt eingelangt sind. Wir haben uns entschlossen, die montäglichen Öffnungszeiten um eine Stunde zu verschieben.

Neue Öffnungszeiten am Montag: 9 bis 18 Uhr. Das kommt Berufstätigen mehr entgegen, va. wenn am Wochenende im Garten gewerkelt wurde.



Wenn der Montag ein Feiertag ist, so wie jetzt zu Ostern, dann ist die Sammelstelle am Dienstag geöffnet.

Grüne ziehen in die Tiroler Landwirtschaftskammer ein

Zuerst die Wirtschaftskammerwahlen, bei denen die grünen UnternehmerInnen einen beachtlichen Erfolg erzielten. Nun erfolgt erstmals der Einzug eines grünen Bauers in die Tiroler Landwirtschaftskammer. Die engagierten Bäuerinnen und Bauern, die sich zur Grünen Liste zusammengeschlossen hatten, hatten ausreichend Unterstützungserklärungen aus der Bauernschaft. Ansonsten wäre eine Kandidatur gar nicht möglich gewesen.



Diese Unterstützung hat auch dazu geführt, dass die Landwirtschaftskammer nun auch in Tirol zu ergrünen beginnt. Saisonal, regional und bio bringen den KonsumentInnen mehr gesundes Obst und Gemüse ohne lange LKW-Fahrten und Kunstdünger.

Vom Stand weg auf 9,1% zu kommen ist eine beachtliche Leistung. Gratulation den engagierten BiobäuerInnen, die in den letzten Wochen viele Stunden in Infotouren und Gesprächen investiert haben.

Radlbörse 2015

Zeitgleich zur Innuferreinigung fand wieder die Radlbörse von Argus gemeinsam mit den Pfadfindern am Marktplatz statt. Alljährlich im Frühling organisiert Argus die praktische Radverkaufsbörse.


Man bringt das Fahrrad zur Anmeldung, gibt Neupreis und Verkaufspreis an, bekommt einen Verkaufszettel und schon geht es ab zu den Fahrradständern. Interessierte können schauen, testen und ein neues Lieblingsfahrrad erstehen. Ich habe den Pfadfindern das Fahrrad meines Sohnes gebracht, da dieses einfach schon zu klein war. Natürlich kann man schon vorab kaputte Fahrräder zu Argus bringen. Die Pfadfinder reparieren diese und verkaufen sie. Der Erlös wird für Aktionen im eigenen Bereich verwendet. So auch beim Fahrrad meines Sohnes. Da ich es zeitlich nicht geschafft habe, den Winterschmutz zu entfernen, habe ich ihnen das Fahrrad geschenkt und ich hoffe, es hat ein begeistertes Kind seine Freude damit.

Innuferreinigung 2015

Mit mehr als 230 Freiwilligen konnten wir gemeinsam das Ufer des Inns reinigen. Jährlich findet der Anti-Littering-Tag statt, an dem überall in Österreich Freiwillige - unterstützt von ARA und in Innsbruck auch von der Wasserwacht - die Ufer von achtlos weggeworfenen Abfall säubern. 



Alle notwendigen Materialien, Zangen, Handschuhe und Müllsäcke, werden von der Stadt bereitgestellt. Die gefüllten Abfallsäcke stellt das jeweilige Team einfach an die Promenade und die Angestellten des Straßenbetriebs sammeln die Säcke ein. Als kleines Dankeschön gibt es für alle Freiwilligen ein Mittagessen im Wohnheim Reichenau. Das Mittagessen ist auch schon Tradition. Die Stadt Innsbruck führt die Aktion seit 1988 durch - eine alljährlicher Frühlingsputz unseres schönen Gewässers Inn. Ich möchte noch einen Dank an die zahlreich teilnehmenden Gruppen aussprechen, ohne die wir die Reinigung nie und nimma schaffen würden.

Debatte um Verdrängung der Ärmsten geht in die nächste Runde

Wieder ist die Debatte um die Verdrängung der Ärmsten in unserer Stadt entflammt. Der "Störfaktor", angesprochen zu werden und auch der "Störfaktor" mit Armut konfrontiert zu werden, lässt sich natürlich politisch schön benutzen. Im kommenden Gemeinderat wird wahrscheinlich die Verordnung zur Verdrängung beschlossen werden. Während des Ostermarktes und während des Weihnachtsmarktes in der Altstadt soll Armut verschwinden. Ein schönes Zeichen der bei Bedarf hervorgekehrten Christlichkeit (die es ja schon auf Wahlplakate geschafft hat). Wie war das nochmal: Was ihr getan habt dem geringsten meiner Brüder (und Schwestern), das habt ihr mir getan (Matthäus).
Natürlich ist es nicht angenehm, mit Armut konfrontiert zu werden. Und natürlich nerven mich auch die Greenpeace-Leute (die sind allerdings nicht mit der Verordnung gemeint). Die sonstigen VerteilerInnen von Infomaterial oder die Verkäuferinnen der MO-Zeitung sind ebenfalls nicht mit der Verordnung gemeint. Es geht ausschließlich um die Entfernung der am Straßenrand sitzenden Armen, die um Geld betteln. Das kann natürlich in unserer schönen Warenglitzerwelt nie und nimma akzeptiert werden (Vorsicht, das ist sarkastisch gemeint).
Die Verdrängung schafft die Armut nicht ab. Sie schafft nicht ab, dass es Menschen gibt, die nie eine Chance auf Bildung, Ausbildung und somit eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Wir können natürlich hier in Innsbruck nicht die Armut in Rumänien/Bulgarien abschaffen, das ist schon klar. Die Akzeptanz, dass es arme Menschen gibt und dass diese auch im öffentlichen Straßenraum sein dürfen, ist aber wirklich nicht zu viel verlangt.

Wie machen wir es mit dem Patscherkofel?

Der Patscherkofel ist der Hausberg der InnsbruckerInnen: sobald der Schnee geschmolzen ist bis weit in den Herbst hinein ein wunderbarer Wanderberg, im Winter ein kleines Skigebiet.


Die Pendelbahn, die es seit knapp 100 Jahren gibt, war für damalige Verhältnisse eine Pionierleistung. Sie hat auch nach wie vor Charme, zeitgemäß ist sie natürlich nicht mehr und in die Jahre gekommen ist sie auch. Wie nun die zukünftige Erschließung als Naherholungsgebiet per Pedes oder per Ski erfolgen soll, ist laufend in Diskussion und es bedarf dafür natürlich einiger Beiratssitzungen, um die tragfähigste Variante zu finden. Schließlich geht es um viel Steuergeld. Dass der Berg weiterhin mittels Bahn für die Naherholung erschlossen bleiben soll, steht eigentlich außer Frage. Ich bin schon gespannt auf die Entscheidung des Beirats, welche Varianten in die vertiefende Prüfung geschickt werden sollen. Erst nach dieser Prüfung liegt auf dem Tisch, was wieviel kosten wird. Daher finde ich die Zahlenspekulationen, die derzeit herumgeistern, für unseriös. Nebst Hausberg für die InnsbruckerInnen hat für mich der Patscherkofel vor allem im Sommer/Herbst eine touristische Komponente, die ausbaufähig wäre. Als kleines Skigebiet ist er nicht mehr besonders interessant. Da gibt es viel zu große Konkurrenz mit weitaus besserem Angebot für SkifahrerInnen. Aber Sommer/Herbst könnte schon einiges drin sein. Nun braucht es aber mal die Entscheidungen wo und wie. Bei den touristischen Überlegungen gehört das Mittelgebirge gesamthaft betrachtet, um zukunftsfähige Entwicklungen in die Wege zu leiten.

Ein kraftvoller Autftritt zum Internationalen Frauentag 2015

Das im Dezember 2014 zusammengefundene Frauennetzwerk hatte am 7. März 2015 seinen ersten kraftvollen Auftritt in Innsbruck. Ganz unterschiedliche Frauenvereine trafen zusammen, um die Gleichstellung der Frau einzufordern.



Es ist ja schon tragisch genug, dass wir das immer noch machen müssen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Frau und Mann sind gleich.
Auf Facebook gibt es ganz viele tolle Bilder des kraftvollen Auftritts der Frauen.

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