Umweltpreis der Stadt Innbruck

Mitte der Woche konnten wir den Umweltpreis der Stadt Innsbruck übergeben. Heuer wurden 8 Projekte eingereicht, von welchen sich 3 besonders hervorhoben. Die Qual der Wahl war wirklich schwierig, sodass wir 2 Preise vergaben + 1 Anerkennungspreis.

Alle drei Projekt betreffen Schulen.
1x die erste Fahrradschule Österreichs, NMS Wilten
1x Tauschen statt neukaufen, VS Angergasse
1x Waterfoot-Print, Reithmanngymnasium

Alle drei Schulen engagieren sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Preisverleihung nahmen wir im Turnsaal der NMS Wilten vor, da natürlich alle beteiligten Kinder eingeladen waren. Da haben ganz schön ordentlich Platz gebraucht. Der Festakt wurde von 2 Geigenvirtuosinnen begleitet (10 und 11 Jahre), die unglaublich gut gespielt haben. Nach den Reden und der Preisübergabe gab es natürlich noch eine Jause für die Kinder und Jugendlichen.

Pedibusprojekt Praxisvolksschule Wilten

Es ist wie verhext. Es passieren so viele tolle Sachen in Innsbruck und ich komm nicht dazu, darüber zu berichten. Ein tolles Projekt, das mit viel Engagement der Eltern aufgebaut wurde, ist der Pedibus der Praxisvolksschule Wilten. Eltern sammeln auf dem Weg zur Schule bei extra gekennzeichneten Haltestellen weitere Kinder ein und bringen sie sicher zum Zielort. Die Kinder wollen zu Fuß gehen, wollen ihre MitschülerInnen treffen und auf dem Weg zur Schule noch wichtige Sachen besprechen. 16 ehrenamtlich tätige Eltern begleiten nun die Kinder auf ihrem Weg. Der Elternverein spricht schon von einem "Busunternehmen", da durch das Engagement der Eltern bereits 4 "Linien" eingerichtet werden konnten. Diese Linien haben auch Namen - Tempolino, Speckolino, Olympibus und die Kurzstreckenlinie Flohhüpfer. Die Namen haben die Kinder im Rahmen eines Wettbewerbs ausgesucht. Ich gratuliere dem Elternverein, der mit viel Einsatz diese tolle Initiative auf die Beine gestellt hat.

Tag der Sonne in Innsbruck

Der 8. Mai ist der "Tag der Sonne". Die Stadt Innsbruck hat dieses Datum genutzt, um die Wichtigkeit der Sonne als Energieform ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Sonnenenergie ist ein wichtiger Faktor für die Energiegewinnung, um Schritt für Schritt unser Abhängigkeit von Öl und Gas zu reduzieren.



Die lange Stoffbahn wurde Stück für Stück von Volksschulkindern bemalt und zum Rathausbalkon gespannt. Die Sonnenblume der IKB produziert so viel Sonnenstrom wie ein normaler Haushalt verbraucht. Die "Blume" dreht sich natürlich - wie die richtige Sonnenblume - mit der Sonne mit.


Dazu gab es noch Informationen der Energie Tirol, Vorträge von AlpS zu Klimawandel und Informationen zu den Förderschienen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck. Wir als Stadt haben seit 2013 für die Sanierung der Wohngebäude, für Sonnenstrom und für Wärmepumpen zusätzliche Förderungen im Budget, um den InnsbruckerInnen die Sanierung zu erleichtern und ein Stück unabhängiger zu werden.
Wer Interesse an den Zielsetzungen der Stadt Innsbruck und am Förderprogramm für energetische Sanierung hat, kann einfach mal auf http://energie.innsbruck.gv.at vorbeischauen.

Der Dürerblick im Waltherpark

Ein kleiner, unscheinbarer Pavillon, erstrahlt im neuen Glanz. Der Pavillon heißt Dürerblick. Von dort aus soll der Maler Dürer sein Bild von Innsbruck gemalt haben. Während des BürgerInnenbeteiligungsprozesses Anpruggen wurde der Wunsch geäußert, den schon etwas in die Jahre gekommenen Pavillon zu restaurieren und eine bessere Aufenthaltsqualität zu geben. Diesem Wunsch kam die Stadt Innsbruck nach. Gestern versammelten sich die AnpruggnerInnen zur feierlichen Einweihung des neuen Pavillons.


Wenn stilisierte Silhoutte ist der Skyline auf Dürers Bild nachempfunden. Beim Pavillon selbst gibt es auch noch eine kleine Tafel mit dem Bild selbst. Das Original ist im übrigen nicht in Innsbruck, sondern in der Albertina in Wien. Dürers Bild stellt die Altstadt um 1500 dar, die Berge im Hintergrund stimmen nicht wirklich. Aber macht ja nichts. Einfach mal hinschauen und genießen. Beim Anpruggen-Fest am 30. Mai gibt es außerdem Führungen zum geschichtlichen Hintergrund des Bildes von Albrecht Dürer.

NMS Wilten ist die erste Fahrradschule Österreichs

Heute konnten SchülerInnen, LehrerInnen und Direktorin die Beitrittserklärung zur Klimabündnis-Schule entgegen nehmen. Die Schule ist eine Ökologieschule und beschäftigt sich schon lange mit Klima, Auswirkungen des Klimawandels und was man als einzelne Person alles beitragen kann. Dazu gehört natürlich auch die Mobilität. Wie komme ich klimaschonend von A nach B? Das ist eine essentielle Frage, da mit der Mobilität auch Kosten verbunden sind. Am teuersten und klimaschädlichsten ist die Fortbewegung mit dem Auto. Wenn sich Alltagswege durch zu Fuß gehen oder mit Fahrrad ersetzen lassen, spart man sich sehr viel Geld. Das geht natürlich nicht für alle Wege, aber ein großer Teil der Wege lässt sich klimaschonend zurücklegen.
Die nun erste Fahrradschule Österreichs - die NMS Wilten - zeigt, dass das Fahrrad Kindern Unabhängigkeit, Flexibilität und Bewegung in einem bieten kann. Das Elterntaxi ist bequem, klar. Aber selber seinen Weg bestimmen, ist für Kinder viel toller. Dabei kann auch noch bei der Ressource Öl gespart werden.



Am Landhausplatz war auch ein Geschicklichkeitstrainingsparcour aufgebaut. Sicheres Fahrradfahren ist gerade in der Stadt wichtig. In der ersten Fahrradschule Österreichs gibt es natürlich auch Fahrradtraining im Sportunterricht, Radausflüge, Rad-Reparaturwerkstatt im Werkunterricht und vieles mehr.












Ich danke den engagierten LehrerInnen und der Direktorin der NMS Wilten für ihren Einsatz und ihr Bemühen.

Interessante Interpretationen über grüne Regierungsbeteiligungen

Heute stieß ich in der Presse auf einen interessanten Artikel, wo Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Rössler quasi unterstellt wird, dass Grüne in der Landesregierung ihre Koalitionspartner vor sich her treiben würde. Das gleiche Lied hört man in Tirol und in Wien.
Was ist passiert? Es wurde in die Raumordnung eingegriffen. Dieses Gebiet gehört zu LH-Stellvertreterin Rössler. Und das ist gut so. Landauf landab wird geklagt, dass wertvoller landwirtschaftlicher Grund durch Fachmarktzentren und sonstiger Einkaufszentren verbaut werde (dieses Lied wird in Tirol gerne vom ÖVP-Bauernbund gesungen). Da Umwidmung von Freiland in Bauland über das jeweilige Bundesland muss, haben die Gemeinden nun in Salzburg Land den großen Jammer. Aktuell eine Gemeinde mit ÖVP-Bürgermeister, die das xte Fachmarktzentrum im Freiland sich genehmigen lassen wollte. Mit den neuen Raumordnungsvorgaben, die in der Landesregierung ausgearbeitet wurden, geht das aber nicht mehr so einfach. Wenn ich jetzt in Salzburg Land bleibe, braucht man sich nur den immensen Flächenverbrauch von Saalfelden bis Zell am See ansehen. Das schaut furchtbar aus. Flächenverbrauch für ein paar wenige Fachmärkte, wo man eh überall das gleiche bekommt und natürlich Verkehr ohne Ende, der sich entlang der Landesstraße regelmäßig zu bestimmten Tageszeiten im Schritttempo von A nach B quält. Bei uns sieht es aber auch nicht besser aus. Das Problem bei den Gemeindewünschen sind die gemeindeeigenen Steuern, in dem Fall die Kommunalabgabe, die Betriebe pro Angestellten abzuliefern haben. Natürlich verstehe ich, dass jede Gemeinde schaut, möglichst viel Betrieben auf eigenem Gebiet anzusiedeln, schließlich sind das Einnahmen. Nur, wir müssen weg von diesem Kirchturmdenken, das zu Flächenfraß und übermäßiger Verschwendung wertvoller Kulturgründe zur Folge hat. Bin gespannt, ob dies auch Thema beim Finanzausgleich sein wird.
Jedenfalls bin ich froh, dass lang vor sich hergeschobene Themen, die weder von ÖVP noch von SPÖ angegriffen wurden, endlich bearbeitet werden. Ob sich bezüglich Raumordnung auch in Tirol was ändert, steht in den Sternen. Die Abteilung Raumordnung ist in Tirol bei der ÖVP.

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